GTA San Andreas: Meta legt lang erwartete VR-Version auf Eis

Meta setzt die geplante VR-Version von Grand Theft Auto: San Andreas auf unbestimmte Zeit aus. Das 2021 angekündigte Projekt für die Quest-Headsets wird vorerst nicht realisiert. Gründe für die Verzögerung bleiben unklar, während Rockstar Games sich auf GTA 6 konzentriert.
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Rockstar Games / Kotaku
Meta hat die Entwicklung von Grand Theft Auto: San Andreas als Version für die virtuelle Realität (VR) auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Das Unternehmen bestätigte gegenüber IGN, dass das Projekt "auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt" wurde. Diese Entscheidung kommt fast drei Jahre nach der ursprünglichen Ankündigung des ambitionierten VR-Vorhabens.

Im Oktober 2021, als Meta noch unter dem Namen Facebook firmierte und VR-Headsets unter der Marke Oculus vertrieb, wurde die Entwicklung einer VR-Adaption des Kultspiels Grand Theft Auto: San Andreas angekündigt. Damals hieß es, das Projekt sei "viele Jahre in der Mache" gewesen. Meta-CEO Mark Zuckerberg äußerte sich enthusiastisch und versprach Spielern "eine völlig neue Art, diese ikonische offene Welt in der virtuellen Realität zu erleben".


Seitdem blieben konkrete Informationen zur Umsetzung aus. Weder Gameplay-Material noch Screenshots wurden der Öffentlichkeit präsentiert. Nun scheint das Projekt in weite Ferne gerückt zu sein. Ein Unternehmenssprecher erklärte auf dem offiziellen YouTube-Kanal von Meta Quest VR:

GTA: San Andreas (VR) ist auf unbestimmte Zeit ausgesetzt, während wir uns auf andere Projekte konzentrieren. Wir freuen uns darauf, in Zukunft wieder mit unseren Freunden bei Rockstar zusammenzuarbeiten.

Gründe für die Verzögerung bleiben im Dunkeln

Die genauen Gründe für die Verschiebung des Projekts, das potenziell ein Verkaufsschlager für Metas Quest-VR-Headsets hätte werden können, sind nicht bekannt. Take-Two Interactive, der Publisher der Grand Theft Auto-Reihe, hat sich bislang nicht zu dieser Entwicklung geäußert.

GTA: San AndreasGTA: San AndreasGTA: San AndreasGTA: San Andreas

Interessanterweise ist dies nicht der erste Ausflug von Rockstar Games in die Welt der virtuellen Realität. Bereits 2017 veröffentlichte das Unternehmen L.A. Noire: The VR Case Files für HTC Vive, gefolgt von Versionen für Oculus Rift und PlayStation VR in den darauffolgenden Jahren.

Hintergründe zu GTA: San Andreas

Grand Theft Auto: San Andreas erschien ursprünglich 2004 für die PlayStation 2 und gilt als eines der einflussreichsten Spiele seiner Zeit. Die Handlung spielt in den frühen 1990er Jahren in der fiktiven südkalifornischen Stadt San Andreas. Spieler schlüpfen in die Rolle von Carl "CJ" Johnson, der in seine alte Nachbarschaft zurückkehrt, um den Mord an seiner Mutter aufzuklären.

Eine VR-Umsetzung des Spiels hätte Fans ermöglicht, die ikonischen Städte Los Santos, San Fierro und Las Venturas aus einer völlig neuen Perspektive zu erleben. Die Ankündigung hatte daher für große Vorfreude in der Gaming-Community gesorgt.

Die VR-Version von GTA: San Andreas wäre nicht Metas erster Versuch gewesen, ein beliebtes Spiel in die virtuelle Realität zu bringen. Das Unternehmen arbeitete bereits erfolgreich mit Armature Studio und Capcom zusammen, um das originale "Resident Evil 4" für Meta Quest-Headsets zu adaptieren. Diese Erfahrung hätte möglicherweise auch bei der Umsetzung von San Andreas genutzt werden können.

Fokus auf andere Projekte

Während die VR-Version von San Andreas nun auf Eis liegt, konzentriert sich Rockstar Games auf die Entwicklung von "Grand Theft Auto 6". Der mit Spannung erwartete nächste Teil der Serie soll im Herbst 2025 für PlayStation 5 sowie Xbox Series X und S erscheinen.

Grand Theft Auto 6 - Rockstar Games stellt GTA 6 offiziell vor

Meta hingegen kämpft derzeit mit finanziellen Herausforderungen im VR-Bereich. Laut einem Bericht von Yahoo Finance verzeichnete die Reality-Labs-Abteilung des Unternehmens allein im Jahr 2023 Verluste in Höhe von 16 Milliarden Dollar. Diese Zahlen könnten ein Grund für die Neubewertung kostenintensiver Projekte wie der VR-Adaption von GTA: San Andreas sein.

Zukunft der Zusammenarbeit

Trotz des Rückschlags bleibt abzuwarten, ob Meta und Rockstar Games in Zukunft erneut zusammenarbeiten werden, um das Projekt wiederzubeleben oder andere VR-Titel zu entwickeln. Die Tür für zukünftige Kooperationen scheint zumindest offenzubleiben, wie die Aussage des Meta-Sprechers andeutet.

Die Verschiebung des VR-Projekts wirft auch Fragen zur generellen Strategie von Meta im VR-Gaming-Bereich auf. Während das Unternehmen weiterhin stark in virtuelle und erweiterte Realität investiert, zeigt dieser Rückschlag, dass selbst vielversprechende Projekte mit namhaften Partnern nicht vor Verzögerungen oder Aussetzungen gefeit sind.

Was haltet ihr von der Verschiebung der VR-Version von GTA: San Andreas? Hattet ihr euch auf das Projekt gefreut oder seht ihr VR-Umsetzungen klassischer Spiele eher skeptisch? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren.
Zusammenfassung
  • Meta setzt VR-Version von GTA: San Andreas auf unbestimmte Zeit aus
  • Projekt wurde ursprünglich im Oktober 2021 angekündigt
  • Entwicklung sollte neue Spielerfahrung in virtueller Realität bieten
  • Keine konkreten Updates oder Materialien seit Ankündigung veröffentlicht
  • Meta konzentriert sich auf andere Projekte, Kooperation mit Rockstar pausiert
  • Ursprüngliches Spiel erschien 2004 und war kulturell einflussreich
  • Meta kämpft mit finanziellen Verlusten, was Projektverzögerungen erklären könnte

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