Nach Milliardenverlust: Meta begräbt Konkurrenzprojekt zur Vision Pro

Der Virtual-Reality-Markt ist momentan kompliziert. Selbst Apple konnte noch keine Erfolge erzielen. Nachdem die VR-Sparte von Meta zuletzt tiefrote Zahlen geschrieben hatte, stellt man jetzt ein High-End-Projekt ein, das der Vision Pro eigentlich Konkurrenz machen sollte.
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Meta macht massive Verluste mit VR und AR

Erst kürzlich hatte Meta seine neuesten Geschäftszahlen veröffentlicht. Darin war zu sehen, dass es dem Konzern von Mark Zuckerberg eigentlich recht gut geht. Die VR- und AR-Sparte namens Reality Labs hat in den letzten Jahren allerdings zig Milliarden Dollar verbrannt. Denn viel vorzuzeigen hat man nicht. Die VR-Brille Meta Quest konnte sich nie wirklich in der Breite durchsetzen und auch der Hype um das Metaverse ist mittlerweile merklich abgekühlt.

Entwicklung von neuer AR-Brille eingestellt

Wie The Information berichtet, zieht man beim Konzern rund um Facebook jetzt den nächsten Stecker. So wird laut Aussagen von Angestellten bei Meta ein Projekt eingestampft, das eigentlich der Apple Vision Pro Konkurrenz machen sollte. Nach einer Besprechung mit CEO Mark Zuckerberg wurde dem entsprechenden Projektteam mitgeteilt, dass die Arbeit sofort eingestellt wird.


Das Gerät sollte eigentlich 2027 auf den Markt kommen und wie die Apple Vision Pro mit hochauflösenden Micro-LED-Displays ausgerüstet sein. Der ursprüngliche Plan sah vor, das Mixed-Reality-Headset für unter 1000 US-Dollar zu verkaufen. Man hatte angeblich gehofft, dass die Vision Pro den Markt für VR-Brillen wiederbeleben würde. Da sich aber auch Apples Brille nur schlecht verkauft, hat man bei Meta nun die Reißleine gezogen.

Die momentane Arbeit an der Meta Quest 4 wird jedoch wie geplant fortgesetzt. Der Nachfolger der Quest 3 könnte 2026 erscheinen. Gleichzeitig bastelt man mit Horizon OS an einem VR-Betriebssystem, das anderen Firmen eine Plattform bieten soll, um ihre eigene Hardware zu entwickeln.

Weitere Versuche

Schon im Sommer 2023 hatte auch Google seine eigenen Pläne für eine AR-Brille aufgegeben. Das sogenannte Projekt Iris wurde damals sowohl aufgrund von Umstrukturierungen und Sparmaßnahmen als auch in Folge einer chaotischen Entwicklung eingestellt. Ganz von dem Gedanken einer AR-Brille hat man sich aber wohl weiterhin nicht verabschiedet. So zeigte man während der letzten Google I/O das Projekt Astra, das aussieht wie eine AR-Brille mit KI-Unterstützung.

Insgesamt scheint der Markt für VR- und AR-Brillen aber weiterhin ein kleiner zu sein. Vor allem die Kosten und die Größe bzw. das Gewicht der Brillen schreckt immer noch viele Nutzer ab. Apple scheint mit einem neuen Projekt aber weiterhin sein AR-Vorhaben zu verfolgen. Auch Microsoft arbeitet wohl an einer eigenen AR-Brille mit Android. Meta zieht sich - abgesehen von der Quest 4 - aber erst einmal zurück.
Zusammenfassung
  • Meta veröffentlichte kürzlich Geschäftszahlen
  • VR-/AR-Sparte Reality Labs verbrennt Milliarden ohne großen Erfolg
  • Meta stellt Konkurrenzprojekt zu Apple Vision Pro ein
  • Geplantes Mixed-Reality-Headset sollte 2027 erscheinen
  • Arbeit an Meta Quest 4 wird fortgesetzt, Erscheinung geplant für 2026
  • Google gab Pläne für eigene AR-Brille schon im Sommer 2023 auf

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