Starliner-Chaos: Astronauten stecken wohl bis 2025 auf der ISS fest
Nach wochenlangen Beteuerungen, dass mit dem Raumschiff Starliner im Prinzip alles in Ordnung sei und man nur aus Vorsicht die Rückkehr zur Erde verschiebt, gab es gestern Abend erstmals Klartext: Die Lage ist so schlimm wie gedacht, die Astronauten stecken womöglich fest.
In einer Pressekonferenz gab es auch gleich einen Hammer: Denn laut NASA ist die Situation tatsächlich schwierig bis dramatisch. Barry Wilmore und Sunita Williams, die ursprünglich rund eine Woche auf der Internationalen Raumstation bleiben sollten und dort bereits seit zwei Monaten festsitzen, werden vermutlich alle Termine auf der Erde in diesem Jahr absagen müssen.
Ja, in diesem Jahr: Denn die NASA hat bekannt gegeben (via Ars Technica), dass eine Rückkehr unter Umständen erst 2025 möglich sein wird. Das Wie ist aktuell nicht ganz klar: Die Verantwortlichen versuchen derzeit immer noch, die Probleme beim Boeing-Raumschiff zu lösen, sodass dieses aus eigener Kraft zur Erde zurückkehren kann - im Optimalfall ist es so sicher, dass Wilmore und Williams mitfliegen können.
Ist das nicht der Fall, arbeitet man an einem Plan B: Dieser bedeutet, dass die Starliner-Astronauten ihren Aufenthalt an Bord der ISS verlängern würden und als (reguläre) Ersatzcrew im September per Crew-9-Mission zwei statt wie geplant vier Astronauten zur Raumstation fliegen. Das Quartett würde dann planmäßig mithilfe der Crew Dragon-Kapsel im Februar 2025 zur Erde zurückkehren.
Eine explizite Rettungsmission ist nicht geplant und auch nicht notwendig. Derzeit stehen die Chancen bei beiden Varianten in etwa gleich, eine Entscheidung muss und wird bald fallen, denn bis Mitte August muss die NASA ihre Pläne hierzu anpassen.
Siehe auch:
NASA spricht endlich Klartext
Wir haben bereits gestern geschrieben, dass die Aussagen zu Starliner und dem Zustand der Kapsel längst nicht mehr auch nur ansatzweise glaubhaft sind und gestern hat die US-amerikanische Weltraumagentur NASA endlich eingesehen, dass man die Situation nicht länger schönreden kann - und man kann sicherlich auch von "die Öffentlichkeit belügen" sprechen.In einer Pressekonferenz gab es auch gleich einen Hammer: Denn laut NASA ist die Situation tatsächlich schwierig bis dramatisch. Barry Wilmore und Sunita Williams, die ursprünglich rund eine Woche auf der Internationalen Raumstation bleiben sollten und dort bereits seit zwei Monaten festsitzen, werden vermutlich alle Termine auf der Erde in diesem Jahr absagen müssen.
Ja, in diesem Jahr: Denn die NASA hat bekannt gegeben (via Ars Technica), dass eine Rückkehr unter Umständen erst 2025 möglich sein wird. Das Wie ist aktuell nicht ganz klar: Die Verantwortlichen versuchen derzeit immer noch, die Probleme beim Boeing-Raumschiff zu lösen, sodass dieses aus eigener Kraft zur Erde zurückkehren kann - im Optimalfall ist es so sicher, dass Wilmore und Williams mitfliegen können.
Ist das nicht der Fall, arbeitet man an einem Plan B: Dieser bedeutet, dass die Starliner-Astronauten ihren Aufenthalt an Bord der ISS verlängern würden und als (reguläre) Ersatzcrew im September per Crew-9-Mission zwei statt wie geplant vier Astronauten zur Raumstation fliegen. Das Quartett würde dann planmäßig mithilfe der Crew Dragon-Kapsel im Februar 2025 zur Erde zurückkehren.
Eine explizite Rettungsmission ist nicht geplant und auch nicht notwendig. Derzeit stehen die Chancen bei beiden Varianten in etwa gleich, eine Entscheidung muss und wird bald fallen, denn bis Mitte August muss die NASA ihre Pläne hierzu anpassen.
Zusammenfassung
- Starliner-Rückkehr zur Erde verzögert sich eventuell bis 2025
- NASA räumt ein, dass die Lage ernster ist als zuvor dargestellt
- Astronauten Wilmore und Williams könnten Jahresende auf ISS verbringen
- Probleme mit Boeing-Raumschiff erfordern umfassende Lösungen
- Plan B sieht mögliche Verlängerung der ISS-Mission vor
- Crew-9 könnte im September mit reduzierter Besatzung starten
- Entscheidung über Rückkehrmethode steht bis Mitte August an
Siehe auch:
- Starliner-Debakel: Jetzt verschiebt sich auch noch der ISS-Crew-Tausch
- NASA-Update: Beendete Tests geben Hoffnung für die Starliner-Mission
- Starliner: Nicht im All gestrandet, aber bitte warten - doch die Uhr tickt
- Starliner-Mission: Boeing will nichts von "gestrandet im All" hören
- Unfreiwillige Verlängerung: Starliner-Crew bleibt länger auf ISS
Thema:
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