Peinlich, peinlicher, Starliner:
Nächste Panne, Anzüge inkompatibel
Boeings Starliner entwickelt sich für die NASA zum Albtraum ohne Ende. Neben technischen Problemen sorgen nun auch inkompatible Raumanzüge für Kopfzerbrechen. Die Rückkehr zweier Astronauten von der ISS gestaltet sich dadurch komplizierter als gedacht.
Die Probleme und Pannen bei Boeings Starliner enden einfach nicht: Wie Boing Boing berichtet, sitzen die Astronauten Butch Wilmore und Suni Williams nun schon seit über zwei Monaten auf der Internationalen Raumstation (ISS) fest - ursprünglich war ihre Mission nur für acht Tage geplant. Der Grund: anhaltende technische Probleme mit dem Starliner-Raumschiff. Doch als wäre das nicht genug, kommt nun ein weiteres Problem hinzu: Die Raumanzüge der Starliner-Crew sind nicht mit dem Raumschiff von SpaceX kompatibel - das ist der Plan B für die Rückkehr zur Erde.
Starliner, Teil des Commercial Crew Program der NASA, sollte eigentlich eine kostengünstige Alternative zu russischen Sojus-Kapseln darstellen. Stattdessen hat sich das Projekt zu einem Milliardengrab entwickelt. Boeing hat bereits mehr als 1,5 Milliarden Dollar an Budgetüberschreitungen verschlungen. Verzögerungen, Managementprobleme und technische Herausforderungen haben das Projekt geplagt.
Ursprünglich für 2017 geplant, fand der erste unbemannte Orbitalflugtest erst im Dezember 2019 statt - und wurde als Teilerfolg gewertet. Ein zweiter Test war nötig und wurde erst im Mai 2022 abgeschlossen. Der erste bemannte Flug, der nun für so große Probleme und schlechte Presse sorgt, startete schließlich am 5. Juni 2024.
Während SpaceX auf ein futuristisches Design setzt, orientierte sich Boeing eher an traditionellen NASA-Anzügen. Das Resultat: Die Anzüge sind nicht untereinander kompatibel. Die Starliner-Anzüge passen nicht in die Sitze der SpaceX Dragon-Kapsel und können nicht an deren Systeme angeschlossen werden.
NASA-Sprecher haben bestätigt, dass im Notfall eine Rückkehr ohne Anzüge möglich wäre. Dies würde jedoch bedeuten, dass die Astronauten ohne den Schutz vor Druckverlust oder Temperaturproblemen auskommen müssten, den die Anzüge normalerweise bieten.
Was denkt ihr über diese Entwicklung? Sollte die NASA das Starliner-Projekt weiterführen oder sich auf bewährte Alternativen konzentrieren? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren - wir sind gespannt auf eure Einschätzungen zu diesem komplexen Thema!
Siehe auch:
- Boeings Starliner verursacht der NASA erhebliche Kopfschmerzen
- Technische Probleme halten Astronauten seit zwei Monaten auf der ISS fest
- Raumanzüge der Starliner-Crew sind nicht mit SpaceX-Raumschiffen kompatibel
- Starliner sollte kostengünstige Alternative zu Sojus-Kapseln sein, wird zum Milliardengrab
- Erster bemannter Flug des Starliners startete am 5. Juni 2024
- Unterschiedliche Entwicklung der Raumanzüge bei Boeing und SpaceX führt zu Problemen
- Rückkehr der Astronauten ohne Anzüge stellt erhebliches Sicherheitsrisiko dar
Starliner, Teil des Commercial Crew Program der NASA, sollte eigentlich eine kostengünstige Alternative zu russischen Sojus-Kapseln darstellen. Stattdessen hat sich das Projekt zu einem Milliardengrab entwickelt. Boeing hat bereits mehr als 1,5 Milliarden Dollar an Budgetüberschreitungen verschlungen. Verzögerungen, Managementprobleme und technische Herausforderungen haben das Projekt geplagt.
Ursprünglich für 2017 geplant, fand der erste unbemannte Orbitalflugtest erst im Dezember 2019 statt - und wurde als Teilerfolg gewertet. Ein zweiter Test war nötig und wurde erst im Mai 2022 abgeschlossen. Der erste bemannte Flug, der nun für so große Probleme und schlechte Presse sorgt, startete schließlich am 5. Juni 2024.
Raumanzug-Dilemma offenbart Schwachstellen
Das aktuelle Dilemma mit den Raumanzügen offenbart eine weitere Schwachstelle im System. Anders als bei früheren NASA-Projekten, bei denen die Behörde jeden Schritt der Entwicklung beaufsichtigte, haben die Unternehmen seit einer Weile mehr Freiheiten bei der Gestaltung ihrer Raumschiffe. Dies führte dazu, dass Boeing und SpaceX unterschiedliche Ansätze bei der Entwicklung ihrer Raumanzüge verfolgten.Während SpaceX auf ein futuristisches Design setzt, orientierte sich Boeing eher an traditionellen NASA-Anzügen. Das Resultat: Die Anzüge sind nicht untereinander kompatibel. Die Starliner-Anzüge passen nicht in die Sitze der SpaceX Dragon-Kapsel und können nicht an deren Systeme angeschlossen werden.
Rettungsmissionen mit Hindernissen
Diese Inkompatibilität stellt die NASA nun vor ein ernsthaftes Problem. Sollte der Starliner als unsicher für die Rückkehr eingestuft werden, müssten Wilmore und Williams entweder in einer Dragon-Kapsel ohne Raumanzüge zurückkehren - was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt - oder auf passende Anzüge warten, die mit einer späteren Mission geliefert werden müssten.NASA-Sprecher haben bestätigt, dass im Notfall eine Rückkehr ohne Anzüge möglich wäre. Dies würde jedoch bedeuten, dass die Astronauten ohne den Schutz vor Druckverlust oder Temperaturproblemen auskommen müssten, den die Anzüge normalerweise bieten.
Was denkt ihr über diese Entwicklung? Sollte die NASA das Starliner-Projekt weiterführen oder sich auf bewährte Alternativen konzentrieren? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren - wir sind gespannt auf eure Einschätzungen zu diesem komplexen Thema!
Siehe auch:
- Starliner: NASA gibt zu, dass sie keine Ahnung hat, wie groß Risiko ist
- Starliner-Chaos: Astronauten stecken wohl bis 2025 auf der ISS fest
- Starliner-Debakel: Jetzt verschiebt sich auch noch der ISS-Crew-Tausch
- NASA-Update: Beendete Tests geben Hoffnung für die Starliner-Mission
- Starliner: Nicht im All gestrandet, aber bitte warten - doch die Uhr tickt
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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- NASA-Video zeigt Blick auf den Starship-Start von der ISS
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