Microsoft-Dienste weltweit ausgefallen:
DDoS-Angriff bestätigt
Die weltweiten Ausfälle bei Online-Diensten von Microsoft am gestrigen Vormittag sind offiziellen Angaben zufolge durch einen DDoS-Angriff entstanden. Microsoft räumt überraschend ein, die Lage aufgrund von Selbstverschulden verschlimmert zu haben.
Betroffen von Ausfällen und Einschränkungen waren Microsoft Entra, einige Microsoft 365- und Microsoft Purview-Dienste inklusive Intune, Power BI und Power Platform, sowie Azure App Services, Application Insights, Azure IoT Central, Azure Log Search Alerts, Azure Policy und das Azure-Portal.
Nachdem der Grund für den "plötzlichen Anstieg" der Nutzeranfragen identifiziert war, habe man Netzwerkkonfigurationen angepasst und so für eine Entspannung der Situation gesorgt. Gegen 18 Uhr besserte sich die Lage. Kurz vor 21 Uhr habe man den Vorfall als überstanden deklariert.
Nach einer internen Retrospektive will Microsoft innerhalb von 72 Stunden einen detaillierten Report zu dem Vorfall veröffentlichen.
Die bereits getätigten Aussagen zu Implementierungsfehlern bei den Sicherheitsmechanismen werfen zunächst kein besonders gutes Licht auf die Verantwortlichen bei Microsoft. Dennoch ist es hervorzuheben, wie offen hier über die Hintergründe des gestrigen Vorfalls und die eigenen Fehler berichtet wird. Sollte der folgende Report weitere interessante Einzelheiten enthalten, werden wir darüber berichten.
Siehe auch:
Ausfall von Microsofts Online-Diensten
Gestern gegen kurz vor 14 Uhr deutscher Zeit war es zu vermehrten Ausfällen und langsamen Verbindungen von bzw. zu einigen Microsoft 365-Anwendungen sowie Azure-Diensten gekommen. Wie sich herausstellte, bestanden die Probleme weltweit. Es dauerte bis spät am Abend, bis Microsoft die Situation im Griff hatte.Betroffen von Ausfällen und Einschränkungen waren Microsoft Entra, einige Microsoft 365- und Microsoft Purview-Dienste inklusive Intune, Power BI und Power Platform, sowie Azure App Services, Application Insights, Azure IoT Central, Azure Log Search Alerts, Azure Policy und das Azure-Portal.
DDoS-Attacke als Ursache identifiziert
Unter der Tracking-ID KTY1-HW8 in einem Beitrag auf der Azure-Webseite erklärt das Unternehmen aus Redmond jetzt, es habe sich um eine Distributed Denial-of-Service-Attacke (DDoS) gehandelt. Für solche Fälle habe man Sicherheitsmechanismen, die Schlimmeres verhindern sollen. Aufgrund eines Implementierungsfehlers hätten diese Vorkehrungen die Auswirkungen zunächst jedoch verschlimmert, anstatt sie abzuschwächen.Nachdem der Grund für den "plötzlichen Anstieg" der Nutzeranfragen identifiziert war, habe man Netzwerkkonfigurationen angepasst und so für eine Entspannung der Situation gesorgt. Gegen 18 Uhr besserte sich die Lage. Kurz vor 21 Uhr habe man den Vorfall als überstanden deklariert.
Nach einer internen Retrospektive will Microsoft innerhalb von 72 Stunden einen detaillierten Report zu dem Vorfall veröffentlichen.
Die bereits getätigten Aussagen zu Implementierungsfehlern bei den Sicherheitsmechanismen werfen zunächst kein besonders gutes Licht auf die Verantwortlichen bei Microsoft. Dennoch ist es hervorzuheben, wie offen hier über die Hintergründe des gestrigen Vorfalls und die eigenen Fehler berichtet wird. Sollte der folgende Report weitere interessante Einzelheiten enthalten, werden wir darüber berichten.
Nicht der erste Ausfall
Wie Bleeping Computer anmerkt, kam es in der Vergangenheit jedoch schon häufiger zu Ausfällen der Online-Dienste von Microsoft. Im Juni 2023 etwa legte bereits eine DDoS-Attacke die Web-Portale von Azure, OneDrive und Outlook lahm. Zuletzt gab es Anfang des Monats Probleme mit Azure aufgrund einer "Änderung in der Konfiguration", wie es damals offiziell hieß.
Zusammenfassung
- Gestern massive Ausfälle bei Microsoft 365 und Azure-Diensten
- Weltweite Probleme bis spät in den Abend
- DDoS-Attacke offiziell als Ursache bestätigt
- Implementierungsfehler verschlimmerten die Situation zunächst
- Anpassung der Netzwerkkonfigurationen verbesserte die Lage
- Microsoft plant Veröffentlichung eines detaillierten Reports
- Bereits Ausfälle bei Microsofts Online-Diensten in der Vergangenheit
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