Hersteller verkaufte Satellitenreceiver mit heimlicher DDoS-Funktion
Ein südkoreanischer Satellitenreceiver-Hersteller steht im Zentrum eines durchaus ungewöhnlichen Cybercrime-Falls. Der CEO und fünf Mitarbeiter wurden verhaftet, weil sie rund 240.000 Geräte mit einer versteckten DDoS-Funktion ausgeliefert haben sollen.
Laut Ermittlern wurden zwischen Januar 2019 und September 2024 insgesamt 240.000 manipulierte Satellitenreceiver in Umlauf gebracht. Davon verließen 98.000 Geräte bereits ab Werk mit der schädlichen Funktion das Unternehmen. Die übrigen Receiver erhielten die DDoS-Fähigkeit nachträglich durch ein Firmware-Update.
Wie Bleeping Computer berichtet (via Golem), geht der Fall auf eine Kundenanfrage aus dem November 2018 zurück. Ein nicht namentlich genanntes Unternehmen, das seit 2017 Geschäftsbeziehungen zum Hersteller unterhielt, soll die Integration der DDoS-Funktion angefordert haben. Der angebliche Zweck: Angriffe eines Konkurrenten abzuwehren.
Die sechs Verhafteten müssen sich nun vor Gericht verantworten. Ihnen drohen Anklagen wegen Verstößen gegen das Gesetz zur Förderung der Nutzung von Informations- und Kommunikationsnetzwerken und des Informationsschutzes. Zusätzlich wurden Gelder in Höhe von umgerechnet 4,35 Millionen Dollar beschlagnahmt - eine Summe, die den geschätzten Einnahmen aus dem Verkauf der manipulierten Receiver entspricht.
DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) zielen darauf ab, Websites oder Online-Dienste durch eine Flut von Anfragen zu überlasten und lahmzulegen. Die Nutzung von Satellitenreceivern für solche Angriffe ist besonders tückisch, da diese Geräte oft lange in Betrieb sind und über stabile Internetverbindungen verfügen.
Siehe auch:
Versteckte Gefahr in Satellitenreceivern
In Südkorea sorgt ein Fall von Cyberkriminalität für Aufsehen: Die Polizei hat den CEO und fünf Mitarbeiter eines Unternehmens verhaftet, das Satellitenreceiver herstellt. Der Vorwurf wiegt schwer: Die Firma soll über Jahre hinweg Hunderttausende Geräte mit einer eingebauten DDoS-Funktion ausgeliefert bzw. diese per Update nachgereicht haben.Laut Ermittlern wurden zwischen Januar 2019 und September 2024 insgesamt 240.000 manipulierte Satellitenreceiver in Umlauf gebracht. Davon verließen 98.000 Geräte bereits ab Werk mit der schädlichen Funktion das Unternehmen. Die übrigen Receiver erhielten die DDoS-Fähigkeit nachträglich durch ein Firmware-Update.
Wie Bleeping Computer berichtet (via Golem), geht der Fall auf eine Kundenanfrage aus dem November 2018 zurück. Ein nicht namentlich genanntes Unternehmen, das seit 2017 Geschäftsbeziehungen zum Hersteller unterhielt, soll die Integration der DDoS-Funktion angefordert haben. Der angebliche Zweck: Angriffe eines Konkurrenten abzuwehren.
Interpol gab den Anstoß
Ins Rollen kamen die Ermittlungen durch einen Hinweis von Interpol. Die internationale Polizeiorganisation informierte die südkoreanischen Behörden über den Verdacht, dass eine ausländische Rundfunkgesellschaft illegal Satellitenreceiver mit DDoS-Angriffsfunktionen von einem koreanischen Unternehmen importiert habe.Die sechs Verhafteten müssen sich nun vor Gericht verantworten. Ihnen drohen Anklagen wegen Verstößen gegen das Gesetz zur Förderung der Nutzung von Informations- und Kommunikationsnetzwerken und des Informationsschutzes. Zusätzlich wurden Gelder in Höhe von umgerechnet 4,35 Millionen Dollar beschlagnahmt - eine Summe, die den geschätzten Einnahmen aus dem Verkauf der manipulierten Receiver entspricht.
DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) zielen darauf ab, Websites oder Online-Dienste durch eine Flut von Anfragen zu überlasten und lahmzulegen. Die Nutzung von Satellitenreceivern für solche Angriffe ist besonders tückisch, da diese Geräte oft lange in Betrieb sind und über stabile Internetverbindungen verfügen.
Zusammenfassung
- Südkoreanischer Satellitenreceiver-Hersteller in Cybercrime-Fall verwickelt
- CEO und fünf Mitarbeiter wegen versteckter DDoS-Funktion verhaftet
- 240.000 manipulierte Geräte zwischen Januar 2019 und September 2024 verteilt
- Kundenanfrage aus November 2018 löste Integration der DDoS-Funktion aus
- Ermittlungen begannen durch Hinweis von Interpol an südkoreanische Behörden
- Angeklagten drohen Verstöße gegen Informations- und Kommunikationsgesetze
- 4,35 Millionen Dollar aus Verkauf manipulierter Receiver beschlagnahmt
Siehe auch:
- Macher einer der bisher größten DDoS-Serien: Brüder-Duo vor Gericht
- Internet Archive nach massiver DDoS-Attacke wieder verfügbar
- Internet Archive unter Beschuss: Nutzerdaten gestohlen & DDoS-Angriff
- Home-Router und Videorekorder: Cloudflare misst neuen DDoS-Rekord
- Microsoft-Dienste weltweit ausgefallen: DDoS-Angriff bestätigt
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