Home-Router und Videorekorder:
Cloudflare misst neuen DDoS-Rekord
Der Infrastruktur-Dienstleister Cloudflare hat nach eigenen Angaben die bisher wohl stärkste DDoS-Attacke verzeichnet. Diese soll der Höhepunkt einer ganzen Serie von Attacken mit hohem Potenzial gewesen sein.
Im Verlauf eines Monats wurden drumherum über 100 hochvolumetrische DDoS-Angriffe verzeichnet, die die Netzwerk-Infrastruktur der betroffenen Organisationen mit nutzlosen Daten überschwemmten. Aktuell ist noch nichts darüber bekannt, von wem und zu welchem Zweck die Attacken losgetreten wurden.
Rekord-Messung Cloudflares
Die Angreifer nutzten allerdings eine Vielzahl kompromittierter Geräte, darunter Home-Router von Asus und MikroTik, digitale Videorekorder (DVRs) und Webserver. Diese Geräte waren global verteilt, wobei viele von ihnen in Russland, Vietnam, den USA, Brasilien und Spanien lokalisiert waren, so dass anzunehmen ist, dass die Malware vor allem dort über verschiedene Kampagnen verbreitet wurde.
Die Angreifer nutzten hauptsächlich das User Datagram Protocol (UDP) auf einem festen Port, da dieses schnelle Datenübertragungen ermöglicht und keine formelle Verbindung zwischen Sender und Empfänger erfordert. Zuvor hielt Microsoft den Rekord für den größten analysierten DDoS-Angriff: 2021 musste der Konzern eine Attacke mit 3,47 Tbps auf einen Azure-Kunden in Asien abgewehrt wurde.
Siehe auch:
Datenfluten bis 3,8 Tbps
Die massive DDoS-Angriffswelle nahm den Angaben des Unternehmens zufolge verschiedene Firmen aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, Internet und Telekommunikation ins Visier. Im Zuge dessen kam es auch zu einem neuen Rekord: Die Datenfluten, mit denen die attackierten Ziele überlastet werden sollten, erreichten eine Spitze von 3,8 Terabit pro Sekunde (Tbps).Im Verlauf eines Monats wurden drumherum über 100 hochvolumetrische DDoS-Angriffe verzeichnet, die die Netzwerk-Infrastruktur der betroffenen Organisationen mit nutzlosen Daten überschwemmten. Aktuell ist noch nichts darüber bekannt, von wem und zu welchem Zweck die Attacken losgetreten wurden.
Rekord-Messung Cloudflares
Die Angreifer nutzten allerdings eine Vielzahl kompromittierter Geräte, darunter Home-Router von Asus und MikroTik, digitale Videorekorder (DVRs) und Webserver. Diese Geräte waren global verteilt, wobei viele von ihnen in Russland, Vietnam, den USA, Brasilien und Spanien lokalisiert waren, so dass anzunehmen ist, dass die Malware vor allem dort über verschiedene Kampagnen verbreitet wurde.
Angriff abgewehrt
Die Sicherheitsforscher Cloudflares, die den Angriff analysierten, berichteten, dass einige der Attacken mehr als zwei Milliarden Pakete pro Sekunde mit Datenmengen von drei Terabit pro Sekunde erreichten. Cloudflare konnte die Angriffe nach eigenen Angaben abwehren bzw. mit der eigenen Infrasturktur auffangen, so dass die Erreichbarkeit der Ziele nicht nennenswert beeinträchtigt war.Die Angreifer nutzten hauptsächlich das User Datagram Protocol (UDP) auf einem festen Port, da dieses schnelle Datenübertragungen ermöglicht und keine formelle Verbindung zwischen Sender und Empfänger erfordert. Zuvor hielt Microsoft den Rekord für den größten analysierten DDoS-Angriff: 2021 musste der Konzern eine Attacke mit 3,47 Tbps auf einen Azure-Kunden in Asien abgewehrt wurde.
Zusammenfassung
- Cloudflare verzeichnet stärkste DDoS-Attacke mit 3,8 Tbps
- Angriffe zielten auf Firmen im Finanz-, Internet- und Telekommunikationssektor
- Über 100 hochvolumetrische DDoS-Attacken im Laufe eines Monats registriert
- Angreifer nutzten kompromittierte Home-Router und DVRs
- Viele der infizierten Geräte befanden sich in Russland, Vietnam, USA, Brasilien und Spanien
- Einige Attacken erreichten mehr als zwei Milliarden Pakete pro Sekunde
- Microsoft hielt vorher den Rekord mit einer 3,47 Tbps DDoS-Attacke im Jahr 2021
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