Instabile CPUs: Intel scheint Probleme aus Angst "herunterzuspielen"
Die aktuellen Prozessoren von Intel haben bekannterweise Stabilitätsprobleme. Bisher waren aber nur Desktop-CPUs betroffen. Nun gibt es erste Berichte, denen zufolge auch mobile Prozessoren in Laptops auf dieselbe Weise abstürzen. Intel dementiert.
In den letzten Wochen hatte die Angelegenheit noch einmal Fahrt aufgenommen, nachdem sich Berichte über entsprechende Vorfälle wieder gehäuft hatten. Der australische Spieleentwickler Alderon Games sprach sogar von einer Ausfallrate von beinahe 100 Prozent.
Alderon-Games-Gründer Cassels schreibt in einem Beitrag auf Reddit (via Toms Hardware), dass Intel sich aus Angst vor den Konsequenzen aus der Verantwortung stehlen wolle: "Intel scheint die Probleme hier herunterzuspielen, wahrscheinlich wegen der teuren Kosten für die BGA-Nacharbeit und dem möglichen Schaden für OEMs und Partner."
Siehe auch:
Raptor-Lake-CPUs vermehrt instabil
Intel hat Probleme mit seinen Raptor-Lake-CPUs. Schon vor Monaten gab es erste Berichte, dass die Desktop-Prozessoren der 13. und 14. Generation des Herstellers häufig instabil seien und es vermehrt zu Abstürzen komme.In den letzten Wochen hatte die Angelegenheit noch einmal Fahrt aufgenommen, nachdem sich Berichte über entsprechende Vorfälle wieder gehäuft hatten. Der australische Spieleentwickler Alderon Games sprach sogar von einer Ausfallrate von beinahe 100 Prozent.
Möglicherweise auch Laptop-Prozessoren betroffen
Mittlerweile scheinen jedoch nicht mehr nur die Desktop-CPUs von Intel betroffen zu sein. Auch Laptop-Prozessoren leiden laut Matthew Cassells, dem Gründer von Alderon Games, unter den gleichen Symptomen.Die Laptops stürzen auf genau die gleiche Weise ab wie die Desktops, einschließlich Workloads unter Unreal Engine, Dekompression, ycruncher oder ähnlichem. Zu den abgestürzten Laptop-Chips gehören unter anderem der 13900HX und weitere.
Intel dementiert
Nachdem Matthew Cassels nun berichtet hatte, auch CPUs in mobilen Geräten seien von dem Problem betroffen, reagierte Intel mit einer Nachricht an verschiedene Medien, in der sie diesen Aussagen widersprechen und die Verantwortung von sich weisen.Basierend auf unserer eingehenden Analyse der gemeldeten Instabilitätsprobleme bei Intel Core 13/14 Gen Desktop-Prozessoren hat Intel festgestellt, dass mobile Produkte nicht von demselben Problem betroffen sind. Die Symptome, die bei den mobilen Systemen der 13/14er-Generation gemeldet werden - einschließlich Systemabstürze - sind häufige Symptome, die von einer breiten Palette möglicher Software- und Hardware-Probleme herrühren. Wie immer, wenn Benutzer Probleme mit ihren Intel-betriebenen Laptops haben, empfehlen wir ihnen, sich an den Systemhersteller zu wenden, um weitere Unterstützung zu erhalten.
Bisher keine Lösung
Schon seit Monaten untersucht der Chiphersteller das Problem der instabilen CPUs. Bisher konnte Team Blue die zugrundeliegende Ursache allerdings nicht identifizieren. In einer Stellungnahme im April gab Intel bereits Mainboardherstellern die Schuld an den Abstürzen seiner Raptor-Lake-Prozessoren.Alderon-Games-Gründer Cassels schreibt in einem Beitrag auf Reddit (via Toms Hardware), dass Intel sich aus Angst vor den Konsequenzen aus der Verantwortung stehlen wolle: "Intel scheint die Probleme hier herunterzuspielen, wahrscheinlich wegen der teuren Kosten für die BGA-Nacharbeit und dem möglichen Schaden für OEMs und Partner."
Drohender Image-Schaden
Wer auch immer recht behält: Intel muss schnellstmöglich eine Lösung für das Instabilitätsproblem präsentieren. Das monatelange Hin und Her hat bei einigen Kunden mit Sicherheit schon zu einem Vertrauensverlust geführt. Zudem stehen die neuen Granite-Ridge-Prozessoren von Konkurrent AMD in den Startlöchern. Erste Benchmarks zum Ryzen 9 9900X und Ryzen 9 9950X konnten überzeugen. Intels neue Arrow-Lake-CPUs werden hingegen erst Ende des Jahres erwartet.
Zusammenfassung
- Raptor-Lake-CPUs von Intel sind häufig instabil
- Alderon Games meldet fast 100% Ausfallrate
- Auch Laptop-Prozessoren zeigen ähnliche Symptome
- Intel bestreitet Probleme bei mobilen CPUs
- Weitere Untersuchungen von Intel laufen noch
- Intel droht Image-Schaden
Siehe auch:
- "Fast 100% Ausfallrate": Unternehmen schmeißt Intel-CPUs raus
- Intels neue Schnittstelle zu Prozessoren schafft 4 Terabit pro Sekunde
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