Cloud-App angegriffen: US-Autohändler stellen auf Papier und Stift um
Seit Jahren werden immer mehr Prozesse in quasi-monopolisierte Cloud-Anwendungen verlagert. Das ist bequem und günstig. Und gefährlich, wie sich aktuell im Autohandel in den USA zeigt. Dort stellen derzeit viele Autohäuser zwangsweise auf Papier und Stift um.
In der letzten Woche registrierte man bei dem Anbieter allerdings gleich eine Reihe von Attacken auf die IT-Infrastruktur. Angreifern gelang es auch, die Systeme zu kompromittieren. Daraufhin entschied man sich bei CDK, alle betroffenen Server herunterzufahren und vom Netz zu nehmen.
"Wir haben mit der Wiederherstellung begonnen", sagte Firmensprecherin Lisa Finney gegenüber der Nachrichtenagentur AP und wies darauf hin, dass das Unternehmen eine Untersuchung mit Experten von Drittanbietern eingeleitet und die Strafverfolgungsbehörden benachrichtigt habe. "Nach den uns derzeit vorliegenden Informationen rechnen wir damit, dass der Prozess mehrere Tage in Anspruch nehmen wird. In der Zwischenzeit werden wir weiterhin aktiv mit unseren Kunden zusammenarbeiten und ihnen alternative Möglichkeiten zur Abwicklung ihrer Geschäfte bieten."
"Die Leute, die schon länger dabei sind - sie wissen schon, die, die vielleicht schon ein paar graue Haare haben - wir wissen noch, wie es vor den Computern gemacht wurde", sagte John Crane von der Hawk Auto Group, einem Händler in Westmont, Illinois, der CDK verwendet. "Es sind nur ein paar Schritte mehr und ein wenig mehr Zeit." Lediglich die Mitarbeiter in der Verwaltung würden sich aktuell die Haare raufen, weil sich auf ihren Schreibtischen wieder Papiere stapeln, die zuvor von den digitalen Systemen über Nacht weitgehend automatisiert verarbeitet wurden.
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Wirtschaftssystem offline
Tausende Autohändler in den USA und Kanada arbeiten inzwischen seit Jahren mit einem Wirtschaftssystem des Anbieters CDK Global. Über dessen cloudbasierte Software können Verkäufe, Finanzierungen, Versicherungen und Reparaturen von PKW abgewickelt werden.In der letzten Woche registrierte man bei dem Anbieter allerdings gleich eine Reihe von Attacken auf die IT-Infrastruktur. Angreifern gelang es auch, die Systeme zu kompromittieren. Daraufhin entschied man sich bei CDK, alle betroffenen Server herunterzufahren und vom Netz zu nehmen.
"Wir haben mit der Wiederherstellung begonnen", sagte Firmensprecherin Lisa Finney gegenüber der Nachrichtenagentur AP und wies darauf hin, dass das Unternehmen eine Untersuchung mit Experten von Drittanbietern eingeleitet und die Strafverfolgungsbehörden benachrichtigt habe. "Nach den uns derzeit vorliegenden Informationen rechnen wir damit, dass der Prozess mehrere Tage in Anspruch nehmen wird. In der Zwischenzeit werden wir weiterhin aktiv mit unseren Kunden zusammenarbeiten und ihnen alternative Möglichkeiten zur Abwicklung ihrer Geschäfte bieten."
Grauhaarige Experten
Die Autohersteller haben nun das Glück, dass die meisten Händler sich noch gut an die alten Offline-Prozesse erinnern konnten. So bestätigten beispielsweise Stellantis, Ford und BMW, dass es Beeinträchtigungen gab, der Verkaufsprozess jedoch weitergeht. Viele Autohäuser hätten kurzerhand auf manuelle Prozesse umgestellt - das bedeutet: Bestellungen und andere Vorgänger werden wieder mit Stift und Papier-Formularen unterfüttert."Die Leute, die schon länger dabei sind - sie wissen schon, die, die vielleicht schon ein paar graue Haare haben - wir wissen noch, wie es vor den Computern gemacht wurde", sagte John Crane von der Hawk Auto Group, einem Händler in Westmont, Illinois, der CDK verwendet. "Es sind nur ein paar Schritte mehr und ein wenig mehr Zeit." Lediglich die Mitarbeiter in der Verwaltung würden sich aktuell die Haare raufen, weil sich auf ihren Schreibtischen wieder Papiere stapeln, die zuvor von den digitalen Systemen über Nacht weitgehend automatisiert verarbeitet wurden.
Zusammenfassung
- Prozesse werden zunehmend in Cloud-Anwendungen verlagert, was bequem und günstig ist
- Viele Autohäuser in den USA und Kanada nutzen CDK Globals Wirtschaftssystem
- CDKs cloudbasierte Software ermöglicht Abwicklung von Verkäufen und Reparaturen
- Letzte Woche gab es mehrere IT-Attacken auf CDK Globals Infrastruktur
- CDK entschied, betroffene Server herunterzufahren und vom Netz zu nehmen
- CDK arbeitet mit Experten und Behörden an der Wiederherstellung der Systeme
- Händler stellen auf manuelle Prozesse um, nutzen wieder Stift und Papier
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