Inder bauen mit deutschem 3D-Drucker billige Raketentriebwerke
Ein indisches Startup macht sich auf den Weg, Satelliten-Starts zukünftig noch günstiger anbieten zu können als beispielsweise SpaceX. Dafür setzt man auf Raketenbauteile, die nach Bedarf schnell mit 3D-Druckern produziert werden - der Jungfernflug war schon erfolgreich.
Agnikul ist durchaus nicht das einzige Raumfahrtunternehmen, dass bei der Fertigung seiner Raketen auf 3D-Drucker setzt. Bei anderen werden aber bisher einzelne Komponenten gedruckt und dann zusammengebaut, wodurch mehr Zeit für die Fertigung benötigt wird. Das indische Unternehmen druckt sein Triebwerk hingegen in einem Stück und kann dadurch deutlich schneller sein.
Die Produktionstechnik kommt dabei aus Deutschland: Vom Anbieter EOS aus München hat man einen 3D-Drucker für Metalle gekauft. Dieser druckt das Triebwerk mit einer Hochleistungslegierung aus Nickel und Chrom, die hohen Temperaturen und mechanischen Belastungen standhält. Die Maschine erstellt außerdem automatisch einen Bericht, der alle Abweichungen während des Druckvorgangs auflistet, sodass eine Nachbearbeitung normalerweise nicht mehr erforderlich ist.
Beim Testflug der ersten Rakete mit dem neuen Triebwerk konnte Agnikul die erhofften Ziele problemlos erreichen. Der einstufige Launcher trug aber noch keine Nutzlast und stieg auch nicht bis in den Weltraum auf. Lediglich 6,5 Kilometer Höhe wurden erreicht, da es nur um eine Erprobung der Technologie ging. Das erste kommerzielle Produkt des Unternehmens wird eine zweistufige Rakete namens Agnibaan sein, die 18 Meter hoch sein und insgesamt acht Triebwerke nutzen wird. Sie soll eine Nutzlast von 300 Kilogramm in einen Orbit in 700 Kilometer Höhe bringen können.
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Antrieb aus einem Stück
Der erste Testflug startete bereits Ende Mai. Vermutlich weil ohnehin ständig irgendwo kleine Raketen abheben, wurde diesem keine größere Aufmerksamkeit geschenkt. Zu Unrecht allerdings, denn das Vorgehen des Raumfahrt-Startups Agnikul ist bemerkenswert. Die Rakete flog mit einem Triebwerk, das binnen nur 72 Stunden komplett unter Einsatz eines 3D-Druckers produziert werden konnte.Agnikul ist durchaus nicht das einzige Raumfahrtunternehmen, dass bei der Fertigung seiner Raketen auf 3D-Drucker setzt. Bei anderen werden aber bisher einzelne Komponenten gedruckt und dann zusammengebaut, wodurch mehr Zeit für die Fertigung benötigt wird. Das indische Unternehmen druckt sein Triebwerk hingegen in einem Stück und kann dadurch deutlich schneller sein.
Erster Testflug mit monolithischem Triebwerk aus dem 3D-Drucker
Die Produktionstechnik kommt dabei aus Deutschland: Vom Anbieter EOS aus München hat man einen 3D-Drucker für Metalle gekauft. Dieser druckt das Triebwerk mit einer Hochleistungslegierung aus Nickel und Chrom, die hohen Temperaturen und mechanischen Belastungen standhält. Die Maschine erstellt außerdem automatisch einen Bericht, der alle Abweichungen während des Druckvorgangs auflistet, sodass eine Nachbearbeitung normalerweise nicht mehr erforderlich ist.
Erfolgreicher Flug
Der Zusammenbau der restlichen Rakete und die Integration des Triebwerks dauerten etwa zwei Wochen. Das Unternehmen sagt, dass dies die Tür für die Bereitstellung kostengünstiger "On-demand"-Startdienste für Betreiber kleiner Satelliten öffnet, die sonst auf eine Mitfluggelegenheit auf einer größeren Rakete warten müssten.Beim Testflug der ersten Rakete mit dem neuen Triebwerk konnte Agnikul die erhofften Ziele problemlos erreichen. Der einstufige Launcher trug aber noch keine Nutzlast und stieg auch nicht bis in den Weltraum auf. Lediglich 6,5 Kilometer Höhe wurden erreicht, da es nur um eine Erprobung der Technologie ging. Das erste kommerzielle Produkt des Unternehmens wird eine zweistufige Rakete namens Agnibaan sein, die 18 Meter hoch sein und insgesamt acht Triebwerke nutzen wird. Sie soll eine Nutzlast von 300 Kilogramm in einen Orbit in 700 Kilometer Höhe bringen können.
Zusammenfassung
- Indisches Startup Agnikul plant günstigere Satelliten-Starts als SpaceX
- Raketen-Bauteile werden schnell mit 3D-Druckern produziert
- Erster erfolgreicher Testflug Ende Mai durchgeführt
- Triebwerk wurde innerhalb von 72 Stunden komplett gedruckt
- Agnikul druckt Triebwerk in einem Stück, spart Zeit gegenüber Wettbewerbern
- 3D-Drucker von EOS aus München verwendet Hochleistungslegierung
- Agnikuls zweistufige Rakete Agnibaan soll 300 kg in 700 km Höhe transportieren
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