Trick erlaubt Installation von Windows 10 22H2 auf älteren Rechnern

Besitzern von PCs mit bestimmten Prozessoren war es bislang nicht möglich, die neueste Version von Windows 10 zu installieren, obwohl ihre Geräte die offiziellen Voraussetzungen dafür erfüllen. Mit einem neu entdecktem Trick lässt sich Version 22H2 jetzt aber doch aufspielen.
22h2, Windows 10 22H2

Ältere PCs oft von Windows Upgrades ausgeschlossen

Aufgrund neuer Funktionen und Änderungen bei den Voraussetzungen kommt es auf alternden Computern immer wieder dazu, dass neuere Versionen von Windows nicht mehr installiert werden können. Mit Windows 11 kamen unter anderem die Anforderungen für TPM 2.0 und UEFI mit Secure Boot hinzu.

Auch bei Updates zu Windows 10 blieben einige Rechner mit bestimmten Prozessoren auf der Strecke. Das betraf solche CPUs ohne NX-bit (No eXecute) und PAE (Physical Address Extension). Die beiden Funktionen hatte Microsoft eingeführt, um den Speicher von Windows mit seiner Data Execution Prevention-Technik (DEP) sicherer zu machen. Prozessoren, die NX-bit und PAE nicht unterstützen, konnten maximal mit Windows 7 bespielt werden.

CPU-Problem verhindert Windows 10 Update

Mit dem Update zu Windows 10 in der Version 1803 gab es dann weitere Probleme. Nutzer erhielten beim Versuch der Installation des Betriebssystems die Fehlermeldung "IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL" inklusive Bluescreen. Das betraf Maschinen mit bestimmten CPUs wie etwa solche der Intel Pentium M-Serie, obwohl diese eigentlich hätten unterstützt werden sollen. Nutzer mit solchen Computer mussten notgedrungen bei Windows 10 in der Version 1709 bleiben. Bis jetzt.

Trick für Installation entdeckt

Denn wie der Nutzer Bob Pony auf X mitteilt (via Neowin), gibt es einen Trick. Mithilfe von WinPE in der Version 1709, einer Windows-Vorinstallationsumgebung, die zum Booten und Installieren des Betriebssystems genutzt wird, war es ihm möglich, Windows 10 22H2 auf seinem PC mit Pentium M-Prozessor zu installieren. Dieser Trick funktioniert aber auch weiterhin nur bei CPUs, die NX-bit und PAE unterstützen. Das sollte vorher also abgeklärt werden.


Windows 10 bekommt neue Funktionen

Obwohl Microsoft das endgültige Ende der Unterstützung für Windows 10 für den 14. Oktober 2025 angekündigt hat, dürfte es dennoch einige Nutzer freuen, die jetzt auf Version 22H2 updaten können. Bis dahin soll es sogar noch einige neue Funktionen für Windows 10 geben, wie der gerade neu eröffnete Beta-Kanal für das Betriebssystem verrät.

Zusammenfassung
  • Neue Funktionen und Anforderungen verhindern Installation neuer Windows-Versionen auf älteren PCs
  • Windows 10 verlangt Unterstützung von NX-bit und PAE
  • Prozessoren ohne NX-bit und PAE unterstützen maximal Windows 7
  • Update auf Windows 10 Version 1803 verursachte Bluescreen-Fehler bei bestimmten CPUs, trotz theoretischer Eignung
  • Trick ermöglicht jetzt Installation von Windows 10 22H2 auf betroffenen Computern
  • WinPE 1709 hilft bei der Installation, NX-bit und PAE aber trotzdem erforderlich

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