Microsoft scheitert an KI-Chips:
Antwort auf Nvidia gerät ins Stocken
Microsofts Arbeit an angepassten Chips für Anwendungen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz soll derzeit stark ausgebremst worden sein. Die Massenfertigung des nächsten High-End-KI-Prozessors mit dem Codenamen "Braga" soll daher erst wesentlich später als geplant starten können.
Die Redmonder geraten damit massiv unter Druck, da man nicht wie erhofft in der Lage sein wird, eigene Alternativen zu den dominanten Nvidia-Chips für KI-Anwendungen einzuführen, heißt es. Für Microsoft ist vor allem problematisch, dass auch "Braga" aufgrund der verzögerten Einführung bei weitem nicht die Performance erreichen dürfte, die Nvidia heute mit seinen "Blackwell"-Chips liefern kann.
Durch die Veränderungen sei der Betrieb des Chips instabiler geworden. Der hohe Druck, welcher auf den Mitarbeitern des Teams lastet, soll wegen enger Fristen zu vielen Abgängen geführt haben, heißt es weiter. Die Probleme von Microsoft würden belegen, wie schwierig es ist, die Entwicklung von KI-Chips schnell voranzutreiben, zumal Nvidia eine vorerst praktisch konkurrenzlose Stellung innehat.
Der ersten Custom-KI-Chip von Microsoft mit dem Namen Maia 100 soll unterdessen über die interne Erprobung hinaus nur sehr begrenzt eingesetzt werden. Hintergrund ist, dass der Chip vor allem auf das sogenannte Inferencing ausgelegt ist, aber nicht so gut performt, wenn es um das anspruchsvollere "Training" der Large Language Models (LLMs) geht.
Der Maia 100 sei vor dem kürzlich erfolgten Trend zu generativer KI und LLMs entwickelt worden, so der Bericht. Nvidia könne mit seinen "Blackwell"-Chips, die seit Ende 2024 verfügbar sind, hingegen beim Inferencing und dem LLM-Training gleichermaßen eine hohe Performance bieten.
Siehe auch:
Massenfertigung kann erst 2026 anlaufen
Laut eines Berichts des US-Magazins The Information kann die Produktion des "Braga" genannten Nachfolgers von Microsofts erstem Custom-Chip für KI-Workloads namens "Maia 100" erst ab 2026 anlaufen. Damit liege man mindestens sechs Monate hinter der ursprünglichen Planung zurück, heißt es.Die Redmonder geraten damit massiv unter Druck, da man nicht wie erhofft in der Lage sein wird, eigene Alternativen zu den dominanten Nvidia-Chips für KI-Anwendungen einzuführen, heißt es. Für Microsoft ist vor allem problematisch, dass auch "Braga" aufgrund der verzögerten Einführung bei weitem nicht die Performance erreichen dürfte, die Nvidia heute mit seinen "Blackwell"-Chips liefern kann.
Mitarbeiter-Fluktuation & OpenAIs Design-Wünsche bremsen
Die Arbeit an dem "Braga"-Chip soll vor allem aufgrund nicht absehbarer Design-Änderungen, Engpässen bei der Verfügbarkeit fähiger Entwickler und einer hohen "Turn-Over-Rate" in der Belegschaft des zuständigen Teams stark verzögert worden sein. Einer der Gründe sollen geänderte Anforderungen an den Chip sein, die von Microsofts Partner OpenAI stammen, wo der KI-Prozessor eingesetzt werden soll.Durch die Veränderungen sei der Betrieb des Chips instabiler geworden. Der hohe Druck, welcher auf den Mitarbeitern des Teams lastet, soll wegen enger Fristen zu vielen Abgängen geführt haben, heißt es weiter. Die Probleme von Microsoft würden belegen, wie schwierig es ist, die Entwicklung von KI-Chips schnell voranzutreiben, zumal Nvidia eine vorerst praktisch konkurrenzlose Stellung innehat.
Der ersten Custom-KI-Chip von Microsoft mit dem Namen Maia 100 soll unterdessen über die interne Erprobung hinaus nur sehr begrenzt eingesetzt werden. Hintergrund ist, dass der Chip vor allem auf das sogenannte Inferencing ausgelegt ist, aber nicht so gut performt, wenn es um das anspruchsvollere "Training" der Large Language Models (LLMs) geht.
Der Maia 100 sei vor dem kürzlich erfolgten Trend zu generativer KI und LLMs entwickelt worden, so der Bericht. Nvidia könne mit seinen "Blackwell"-Chips, die seit Ende 2024 verfügbar sind, hingegen beim Inferencing und dem LLM-Training gleichermaßen eine hohe Performance bieten.
Zusammenfassung
- Microsofts KI-Chip 'Braga' kommt erst 2026, statt wie geplant 2025
- Verzögerung von mindestens sechs Monaten im Vergleich zum Zeitplan
- Design-Änderungen und Personalmangel verzögern die Entwicklung stark
- OpenAIs geänderte Anforderungen machen den Betrieb des Chips instabiler
- Nvidias 'Blackwell'-Chips bleiben technologisch weit überlegen
- Der Vorgänger 'Maia 100' wird nur sehr begrenzt eingesetzt
- Microsoft gerät im Wettbewerb mit Nvidia massiv unter Druck
Siehe auch:
- Nvidia lässt Gamer sitzen: RTX-Produktion fällt wohl KI-Chips zum Opfer
- Nvidia-Chef: US-Exportkontrollen für KI-Chips nach China gescheitert
- Massenhaft Nvidia KI-Chips für China? Singapur verhaftet 'Schmuggler'
- Microsoft fordert Lockerung der US-Exportkontrollen für KI-Chips
- Kaum verständlich, aber effektiv: KI-Chipdesign überrascht Ingenieure
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