Phantomstau: Google Maps löst am Brenner Verkehrschaos aus

Moderne Satellitennavigation ist ungemein praktisch und für viele für uns un­ver­zicht­bar, auch wenn es darum geht, mit Live-Verkehrsdaten Staus zu vermeiden. Doch was passiert, wenn sich hier ein Fehler einschleicht? Die Antwort ist einfach: ein Verkehrschaos.
überwachung, Satellit, Navigation, Maps, Kartendienst, Telekommunikation, Karte, Gps, Satelliten, Vernetzung, Map, Kartenmaterial, Navi, Adresse, Ortung, Geodaten, Location, Wegbeschreibung, Location-Tracking, Geolocation, Ortungsdienste, Satellitennavigation, Google Maps Pin, Wohnort, Anschrift, Satellitenkarten

Google Maps: Vertrauen ist gut, Augen auf ist besser

Es ist die älteste und wichtigste Regel von Navis, nämlich jene, dass man diesen Geräten niemals ganz bzw. blind vertrauen sollte. Denn Fehler in den Kartendaten kommen immer wieder vor und man landet im Graben oder der falschen Seite der Autobahn. Das gilt auch für Live-Verkehrsdaten, auch wenn man hier deutlich weniger Möglichkeiten hat, zu beurteilen, ob die angezeigten Informationen der Realität entsprechen oder nicht. Denn normalerweise kann man sich auf diese Stauinformationen verlassen und eine Alternativroute wählen.

Das taten auch zahlreiche Fahrer auf der für ihre Staus berühmt-berüchtigten Brennerautobahn zwischen Österreich und Italien. Denn auf Google Maps sorgte laut einem Bericht von Rai News eine fehlerhafte Information bzw. ein nicht existenter Unfall für Verwirrung und ein Verkehrschaos. Am Donnerstagvormittag bekamen Autofahrer mit aktivierter Google Maps-Routenplanung daher zwischen Sterzing und Pontigl bei Brennerbad einen Unfall oder eine sonstige Unterbrechung des Verkehrs zu sehen.


Als Alternative schlug Google Maps den Autofahrern eine Ausweichroute durch das italienische 7000-Seelen-Städtchen Sterzing vor und viele befolgten diesen Vorschlag auch. Doch das führte zu dem, was die Autofahrer eigentlich verhindern wollten, nämlich kilometerlange Staus und einen Verkehrskollaps. Die Ironie des Ganzen: Die Autobahn selbst war völlig problemlos befahrbar.

"Aber Google zeigt es an!"

Die Autobahnmeisterei versuchte, mit Schildern und anderen Informationen die Autofahrer vom Verlassen der Autobahn abzubringen, doch das war nicht besonders erfolgreich: Denn viele Reisende glaubten lieber Maps als den Arbeitern und fuhren fröhlich ins Stauverderben.

Laut der italienischen Zeitung Corriere della Sera lag das Problem an einem Fehler bei einem Google-Server, denn dieser hatte einen Teil der Fahrbahn nicht ordnungsgemäß angezeigt, heißt es.

Zusammenfassung
  • Moderne Satellitennavigation ist praktisch, aber Fehler können Verkehrschaos verursachen
  • Man sollte Navigationsgeräten niemals blind vertrauen, Fehler können gefährlich sein
  • Auch Live-Verkehrsdaten können fehlerhaft sein und zu falschen Entscheidungen führen
  • Auf der Brennerautobahn führte ein Google Maps-Fehler zu einem massiven Stau
  • Google Maps zeigte fälschlicherweise einen Unfall an, der nicht existierte
  • Autofahrer folgten den Umleitungsvorschlägen und verursachten Staus in Sterzing
  • Das eigentliche Problem war ein Fehler bei einem Google-Server, berichtet die Presse

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!