Drogenhandel: Trump verspricht Freilassung des Silk Road-Gründers
Im Buhlen um die Stimmen potenzieller Wähler ist dem ehemaligen US-Präsidenten und erneuten Kandidaten Donald Trump zunehmend jedes Mittel Recht. Jetzt versprach er, bei einer Amtsübernahme den verurteilten Betreiber des Darknet-Schwarzmarktes Silk Road freizulassen.
Trump, der sich gegenüber seinen eigenen Parteigängern gern als Hardliner präsentiert und auch gern mal die Todesstrafe für Drogen-Dealer verspricht und dabei China als Vorbild präsentiert, will sich nun plötzlich für eine Umwandlung in eine mildere Strafe einsetzen. Das sagte er laut eines Berichts des Magazins Semafor in einer Rede vor Mitgliedern der Libertarian Party, der libertären Partei der USA.
"Am ersten Tag (nach einer erneuten Amtsübernahme im Weißen Haus, d.R.) werden wir die Strafe umwandeln", versprach Trump. "Wir werden ihn nach Hause bringen." Diese Forderung ist unter den Libertären recht verbreitet, da diese einen Staat anstreben, der nur sehr wenige Aufgaben übernimmt und nahezu alles einer Selbstverantwortung der Bürger überlässt. Im Zuge dessen wird auch die Legalisierung aller Drogen gefordert.
Er verwies dabei auch auf die Klagen, wegen derer er selbst vor Gericht steht, und versucht sich als Opfer eines übergriffigen Staates zu inszenieren - ähnlich wie den Silk-Road-Gründer. Ob er sich allerdings hinsichtlich des eigentlichen Wählerpotenzials der Republikaner einen Gefallen tut, wenn er einen berüchtigten Dealer freilassen will, bleibt abzuwarten.
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Blanker Opportunismus
Die Plattform wurde im Jahr 2011 von Ross Ulbricht gestartet. Als die Strafverfolgungsbehörden nach einiger Zeit seine Identität herausfanden und ihn vor Gericht stellten, gab es ein durchaus hartes Urteil: Wegen Geldwäsche, Drogenhandel und Handel mit gefälschten Ausweispapieren wurde Ross zu lebenslanger Haft ohne Aussicht auf Bewährung verurteilt.Trump, der sich gegenüber seinen eigenen Parteigängern gern als Hardliner präsentiert und auch gern mal die Todesstrafe für Drogen-Dealer verspricht und dabei China als Vorbild präsentiert, will sich nun plötzlich für eine Umwandlung in eine mildere Strafe einsetzen. Das sagte er laut eines Berichts des Magazins Semafor in einer Rede vor Mitgliedern der Libertarian Party, der libertären Partei der USA.
"Am ersten Tag (nach einer erneuten Amtsübernahme im Weißen Haus, d.R.) werden wir die Strafe umwandeln", versprach Trump. "Wir werden ihn nach Hause bringen." Diese Forderung ist unter den Libertären recht verbreitet, da diese einen Staat anstreben, der nur sehr wenige Aufgaben übernimmt und nahezu alles einer Selbstverantwortung der Bürger überlässt. Im Zuge dessen wird auch die Legalisierung aller Drogen gefordert.
Buhlen um Stimmen
Das Ziel Trumps ist klar: Er will die Stimmen der Mitglieder und Anhänger dieser Partei. Die Libertarian Party hat immer wieder auch eigene Präsidentschaftskandidaten aufgestellt, holte aber nie mehr als niedrige einstellige Prozentanteile. Darauf ging Trump auch ein: "Ihr könnt so weitermachen wie in den letzten Jahrzehnten und eure 3 Prozent bekommen und euch wieder treffen und erneut 3 Prozent bekommen", sagte er. "Es ist an der Zeit, Gewinner zu sein", führte er weiter aus. "Ich bitte um die Unterstützung der Libertarian Party, oder zumindest um viele Ihrer Stimmen."Er verwies dabei auch auf die Klagen, wegen derer er selbst vor Gericht steht, und versucht sich als Opfer eines übergriffigen Staates zu inszenieren - ähnlich wie den Silk-Road-Gründer. Ob er sich allerdings hinsichtlich des eigentlichen Wählerpotenzials der Republikaner einen Gefallen tut, wenn er einen berüchtigten Dealer freilassen will, bleibt abzuwarten.
Zusammenfassung
- Trump verspricht Freilassung des Silk-Road-Betreibers bei Amtsübernahme
- Ross Ulbricht wurde wegen schwerer Verbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt
- Trump will Strafe umwandeln, um Unterstützung der Libertarian Party zu gewinnen
- Libertäre fordern Legalisierung aller Drogen und minimalen Staatseinfluss
- Trump appelliert an Libertäre, ihn statt eigener Kandidaten zu unterstützen
- Trump inszeniert sich als Opfer eines übergriffigen Staates, ähnlich wie Ulbricht
- Unklar, ob Trumps Plan bei den Republikanern positiv aufgenommen wird
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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