1 Mrd. $ in Bitcoin: Nach Jahren kommt Bewegung in Silk Road-Wallet

Geschäft, Geld, Lootbox, Schatzkiste Bildquelle: Alexas_Fotos Geschäft, Geld, Lootbox, Schatzkiste Bildquelle: Alexas_Fotos
Bei der US-Bundespolizei FBI dürfte aktuell nicht nur die noch immer nicht entschiedene Präsidentschaftswahl für Aufregung sorgen. Genügend Po­ten­zial bietet auch die Tatsache, dass die Bitcoin-Sammlung des Markt­platzes Silk Road plötzlich in Bewegung kam.
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Die Wallet wurde seit der Schließung der Dark­net-Plattform, auf der Drogen und auch di­ver­se andere illegale Waren und Dienst­leis­tun­gen gehandelt wurden, und der Verhaftung des Betreibers im April 2013, nicht mehr angefasst. Das ließ sich aufgrund der Transparenz der Bitcoin-Blockchain quasi von jedermann sehen, der die Adresse des Kontos kannte. In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch wurde der gesamte gespeicherte Betrag nun allerdings plötzlich in eine andere Wallet transferiert, berichtete die britische Zeitung The Guardian.

Für Aufregung dürfte dabei vor allem der Umfang des Wertetransfers sorgen: Die Rede ist hier von 70.000 Bitcoin. Diese haben nach dem heu­ti­gen Kurs einen Wert von rund einer Milliarde Dollar. Sie gehörten zu einem Wallet, das so­gar schon vor der Schließung der Plattform kaum angefasst wurde. Wahrscheinlich han­del­te es sich hier um eine Rücklage für den Fall, dass es bei irgendwelchen Geschäften zu Problemen kommen sollte und einer der Beteiligten dann die Plattform mit zur Verantwortung ziehen will.

Unbekannter Nutzer

Vor vielen Jahren waren Bitcoins allerdings noch deutlich weniger Wert und die Summe entsprach damals etwa 350.000 Dollar. Und es war nicht der einzige Bestand, der sich rund um den Umschlagplatz im Darknet angesammelt hatte. 174.000 Bitcoin konnte das FBI unter seine Kontrolle bringen und beschlagnahmen, es wird allerdings geschätzt, dass sich ein weiterer größerer Betrag noch an verschiedenen anderen Stellen befindet.

Zu dem nun aktiv gewordenen Wallet hatte offenbar über viele Jahre niemand Zugang. Hier steht zu vermuten, dass das Passwort nur dem Silk Road-Betreiber bekannt ist, der zu zweimal lebenslänglicher Haft plus 40 Jahren und ohne Option auf vorzeitige Entlassung verurteilt wurde. Unter Umständen hat dieser die Kennung irgendwann in den seitdem vergangenen Jahren jemand anderem anvertraut. Oder aber eine dritte Person hatte von Beginn an Zugriff auf die Summe, wollte aber abwarten, bis vermeintlich Gras über die Sache gewachsen ist und vielleicht niemand mehr auf das Konto achtet. Das ist bei einem System wie Bitcoin aber unwahrscheinlich. Die dritte Möglichkeit liegt natürlich auch darin, dass es einfach lange dauerte, bis jetzt jemand das Passwort knacken konnte.

Eine Datei, bei der es sich um ein Silk Road-Wallet handeln sollte, kursierte zumindest seit Jahren in der Szene. Mit viel Zeit und ausreichend Computing-Leistung könnte dessen Verschlüsselung - oder besser gesagt das Passwort des privaten Schlüssels - mit einem Brute-Force-Angriff durchaus geknackt worden sein. Belege gibt es derzeit aber für keine der Theorien.

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