Chef der Ransomware-Bande LockBit enttarnt, Kopfgeld ausgesetzt

Die Ransomware-Bande LockBit verbreitete seit 2019 Angst und Schre­cken im Netz, die Erpressungen machten vor nichts und niemanden Halt. Doch der Spuk fand Anfang dieses Jahres glücklicherweise ein Ende. Nun wurde auch der LockBit-Chef enttarnt: ein 31-jähriger Russe.
Sicherheit, Sicherheitslücke, Leak, Hacker, Security, Malware, Angriff, Hack, Kriminalität, Trojaner, Virus, Schadsoftware, Cybersecurity, Exploit, Cybercrime, Hacking, Hackerangriff, Ransomware, Internetkriminalität, Erpressung, Code, Warnung, Darknet, Hacker Angriff, Quellcode, Hacker Angriffe, Hacken, Programmierer, Attack, Ransom, Hacks, Crime, Programmieren, Russische Hacker, Viren, Sicherheitslösung, Gehackt, Schädling, China Hacker, Adware, Security Report, Coder, Malware Warnung, Security Bulletin, Promi-Hacker, Android Malware

LockBit wurde Anfang 2024 außer Gefecht gesetzt

Im Februar dieses Jahres war endlich Schluss: In einer gemeinsamen und von der britischen National Crime Agency (NCA) und dem amerikanischen FBI angeführten Aktion von mehr als zehn internationalen Ermittlungsbehörden wurde die Cybercrime-Gruppe LockBit aus dem Verkehr gezogen (via The Verge).

Nun haben das US-amerikanische Justizministerium sowie die britische National Crime Agency die Anklage(n) hierzu veröffentlicht: Sie richtet sich gegen einen russischen Staatsbürger namens Dmitry Yuryevich K. "wegen seiner mutmaßlichen Rolle als Schöpfer, Entwickler und Administrator der LockBit-Ransomware-Gruppe von ihrer Gründung im September 2019 bis heute". Infografik Computerkriminalität: Wo Cyberattacken ihren Ursprung habenComputerkriminalität: Wo Cyberattacken ihren Ursprung haben Angriffe mit der LockBit-Ransomware betrafen 2500 Opfer in mindestens 120 Ländern, K. und seine Mittäter sollen hierbei mindestens 500 Millionen Dollar an Lösegeldzahlungen erhalten haben. Dabei sollte man anmerken, dass LockBit nicht zwangsläufig selbst für die Attacken verantwortlich war, da man als Ransomware-As-A-Service aufgetreten ist. Dass bedeutet, dass Dritte die LockBit-Dienste mieten bzw. in Auftrag geben konnten.

K. war Kopf der Bande und kassierte dafür auch 20 Prozent der jeweiligen Erpressungssumme, außerdem war er der Betreiber jener Webseite, auf der die Datenleaks veröffentlicht wurden. Laut Behörden versprach K. dabei die Löschung der Daten nach dem Eingang der geforderten Summe, doch laut den Behörden hielt er sich nicht daran und behielt die gestohlenen Informationen.

Kopfgeld ausgesetzt

Gegen den Russen wurden insgesamt 26 Anklagepunkte erhoben, ihm drohen zusammengerechnet 185 Jahre Haft. Die Anklage gegen den LockBit-Chef bedeutet nicht, dass man ihn tatsächlich vor Gericht stellen kann. Denn für seine Ergreifung wurde eine Belohnung in Höhe von zehn Millionen Dollar in Aussicht gestellt - er soll sich allerdings in Russland aufhalten.

Zusammenfassung
  • LockBit-Bande verbreitete seit 2019 Angst und Schrecken im Netz
  • LockBit-Chef, ein 31-jähriger Russe, wurde enttarnt
  • Cybercrime-Gruppe LockBit 2023 durch internationale Behörden gestoppt
  • LockBit betraf 2500 Opfer in über 120 Ländern
  • Gruppenkopf kassierte 20% der Erpressungssummen
  • 26 Anklagepunkte gegen LockBit-Chef, ihm drohen 185 Jahre Haft
  • Für Ergreifung des Chefs sind 10 Millionen Dollar ausgesetzt

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!