Wieder nix: Erster bemannter Boeing Starliner-Flug vorerst abgesagt
Das Flug- und Raumfahrtunternehmen Boeing kann nach den Turbulenzen und Skandalen der letzten Monate und Jahre einen Erfolg gut gebrauchen, doch der bleibt dem Konzern verwehrt. Vergangene Nacht konnte Starliner nicht abheben, das Problem war die Trägerrakete.
Vergangene Nacht sollten Butch Wilmore und Sunita Williams an Bord von Starliner zur ISS aufbrechen, doch dieser Start musste abgesagt werden. Verantwortlich dafür - und das ist die gute Nachricht für Boeing - war nicht das Raumschiff, sondern die Rakete (allerdings ist man auch daran beteiligt). Denn bei der Atlas V-Trägerrakete wurde der Countdown rund zwei Stunden vor Ablauf unterbrochen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wurde die Verschiebung auf ein Problem mit einem Ventil in der zweiten Stufe der Atlas-Rakete zurückgeführt.
Das Problem ist offenbar nicht ganz neu, wie Tory Bruno, CEO von Raketenbauer United Launch Alliance (ULA), sagte: Ein Ventil, das den Treibstoffdruck in der Raketenstufe steuert, habe hörbar "gesummt". Das sei ULA schon bei anderen Missionen ohne Besatzung aufgefallen, im vorliegenden Fall habe man aber beschlossen, den Countdown zu verschieben, da die Regeln für eine Astronautenmission sensibler sind.
Die Verantwortlichen gaben bekannt, dass sie die ganze Nacht arbeiten wollen, um zu testen, wie "tolerabel" das Summen ist. Sollte man die Sicherheitsbedenken zerstreuen können, dann will man in der Nacht auf Mittwoch unserer Zeit den nächsten Startversuch angehen. Sollte sich das als schwerwiegender herausstellen, wird der Flug auf die Nacht auf Freitag verschoben. In der Nacht auf Samstag ist der letzte Launch-Versuch möglich, danach endet das Startfenster fürs erste.
Siehe auch:
Erster bemannter Flug konnte nicht stattfinden
Starliner ist Boeings wiederverwendbares Raumschiff und sollte gestern Nacht endlich mit Astronauten an Bord zur Internationalen Raumstation abheben. Es wäre nicht der Jungfernflug gewesen, aber eben der erste mit Menschen an Bord. Für Boeing und auch die NASA wäre das von immenser Bedeutung gewesen, da Starliner eine lange und alles andere als unproblematische Entwicklungs-Vorgeschichte hat.Vergangene Nacht sollten Butch Wilmore und Sunita Williams an Bord von Starliner zur ISS aufbrechen, doch dieser Start musste abgesagt werden. Verantwortlich dafür - und das ist die gute Nachricht für Boeing - war nicht das Raumschiff, sondern die Rakete (allerdings ist man auch daran beteiligt). Denn bei der Atlas V-Trägerrakete wurde der Countdown rund zwei Stunden vor Ablauf unterbrochen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wurde die Verschiebung auf ein Problem mit einem Ventil in der zweiten Stufe der Atlas-Rakete zurückgeführt.
Das Problem ist offenbar nicht ganz neu, wie Tory Bruno, CEO von Raketenbauer United Launch Alliance (ULA), sagte: Ein Ventil, das den Treibstoffdruck in der Raketenstufe steuert, habe hörbar "gesummt". Das sei ULA schon bei anderen Missionen ohne Besatzung aufgefallen, im vorliegenden Fall habe man aber beschlossen, den Countdown zu verschieben, da die Regeln für eine Astronautenmission sensibler sind.
Die Verantwortlichen gaben bekannt, dass sie die ganze Nacht arbeiten wollen, um zu testen, wie "tolerabel" das Summen ist. Sollte man die Sicherheitsbedenken zerstreuen können, dann will man in der Nacht auf Mittwoch unserer Zeit den nächsten Startversuch angehen. Sollte sich das als schwerwiegender herausstellen, wird der Flug auf die Nacht auf Freitag verschoben. In der Nacht auf Samstag ist der letzte Launch-Versuch möglich, danach endet das Startfenster fürs erste.
Zusammenfassung
- Boeing Starliner konnte nicht starten, Problem bei der Rakete
- Starliner sollte erstmals Astronauten zur ISS bringen
- Abbruch des Countdowns wegen Ventilproblem in Raketenstufe
- Nicht das Raumschiff, sondern die Atlas-V-Rakete war fehlerhaft
- Ventilproblem bei Atlas V ist nicht neu, bereits früher aufgetreten
- Nächster Startversuch eventuell schon Mittwochnacht
- Letzter möglicher Starttermin ist die Nacht auf Samstag
Siehe auch:
- Countdown läuft: Boeing bestätigt letzte Startvorbereitung für Starliner
- Boeing Starliner: Erster bemannter Flug hat einen Termin, und zwar bald
- NASA & Boeing trauen sich, Astronauten an Bord des Starliner zu lassen
- Jetzt wird es ernst für Starliner: Boeings Raumschiff muss sich beweisen
- Auch dieses Jahr kein Start: Boeings Starliner bleibt peinliches Desaster
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