Großrazzia in 12 Callcentern:
Polizei greift gegen Betrugsanrufe durch
Es war eine großangelegte Aktion: Beamten aus Deutschland und weiteren Ländern ist ein Schlag gegen ein Betrugsnetzwerk gelungen. 12 Callcenter wurden gestürmt und 21 Personen verhaftet. Alles hatte mit einem kuriosen Fall in Deutschland angefangen.
Demnach rückten in den frühen Stunden des 18. April Polizeikräfte aus Deutschland, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo und dem Libanon aus, um Razzien in 12 Callcentern durchzuführen. Diese waren als Quelle für tausende Betrugsanrufe pro Tag identifiziert worden. Die dreisten Maschen des Netzwerks: gefälschte Polizeianrufe, Anlagebetrug und klassische Liebesbetrügereien.
In diesen Räumen ...
... hatten die Betrüger operiert
Am Einsatztag waren dann über 60 deutsche Strafverfolgungsbeamte und hunderte Kollegen in weiteren europäischen Ländern ausgerückt. Bei Durchsuchungen in dutzenden Wohn- und Geschäftsräumen wurden 21 Personen verhaftet. Außerdem konnten Datenträger, Dokumente, Bargeld und Vermögenswerte in Höhe von einer Million Euro sichergestellt werden.
Dieser Vorfall war dann wiederum der Anlass für die großangelegten Ermittlungsarbeiten. Alleine im Landeskriminalamt Baden-Württemberg waren demnach über vier Monate hundert Beamte im Einsatz, um insgesamt 1,3 Millionen Gespräche der Callcenter mitzuhören. Potenzielle Opfer wurden danach durch direkte Kontaktaufnahme vor den Betrugsversuchen gewarnt.
Siehe auch:
Internationale Polizeiaktion sprengt Betrugsnetzwerk
Viele werden wohl schon unerwünschte Anrufe von Callcentern erhalten haben, die meisten folgen dabei einer einfachen Taktik zur Abwehr: Auflegen. Doch das Geschäft mit Betrugsanrufen lohnt sich auch dann, wenn unter tausenden Angerufenen nur wenige Opfer gefunden werden. Jetzt berichtet Europol über eine großangelegte Aktion gegen ein Betrugsnetzwerk: Operation Pandora.Demnach rückten in den frühen Stunden des 18. April Polizeikräfte aus Deutschland, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo und dem Libanon aus, um Razzien in 12 Callcentern durchzuführen. Diese waren als Quelle für tausende Betrugsanrufe pro Tag identifiziert worden. Die dreisten Maschen des Netzwerks: gefälschte Polizeianrufe, Anlagebetrug und klassische Liebesbetrügereien.
In diesen Räumen ...
... hatten die Betrüger operiert
Am Einsatztag waren dann über 60 deutsche Strafverfolgungsbeamte und hunderte Kollegen in weiteren europäischen Ländern ausgerückt. Bei Durchsuchungen in dutzenden Wohn- und Geschäftsräumen wurden 21 Personen verhaftet. Außerdem konnten Datenträger, Dokumente, Bargeld und Vermögenswerte in Höhe von einer Million Euro sichergestellt werden.
Monate Vorarbeit
Spannend ist auch die Vorgeschichte zu Operation Pandora. Im Dezember 2023 hatte ein Bankkunde in Freiburg versucht, 100.000 Euro abzuheben. Ein Mitarbeiter der Bank war auf den ungewöhnlichen Vorgang aufmerksam geworden. Schnell stellte sich heraus, dass der Kunde falschen Polizisten zum Opfer gefallen war. Die Bank informierte daraufhin die Polizei.Dieser Vorfall war dann wiederum der Anlass für die großangelegten Ermittlungsarbeiten. Alleine im Landeskriminalamt Baden-Württemberg waren demnach über vier Monate hundert Beamte im Einsatz, um insgesamt 1,3 Millionen Gespräche der Callcenter mitzuhören. Potenzielle Opfer wurden danach durch direkte Kontaktaufnahme vor den Betrugsversuchen gewarnt.
Zusammenfassung
- Internationale Razzien gegen Betrugsnetzwerk durchgeführt
- 12 Callcenter gestürmt, 21 Personen verhaftet
- Ermittlungen begannen in Deutschland, führten zu Operation Pandora
- Betrugsarten: gefälschte Polizeianrufe, Anlagebetrug, Liebesbetrug
- Über 60 deutsche Beamte und hunderte Kollegen europaweit beteiligt
- Beschlagnahmung von Datenträgern, Dokumenten und Vermögenswerten
- Auslöser war ein Betrugsfall in Freiburg im Dezember 2023
Siehe auch:
- "Encryption King": Festnahme mit spektakulärer Razzia in der Türkei
- Polizei rückt zur Razzia in Nvidias Frankreich-Büros an
- Razzia & Anklage wegen eines Links: Gericht lässt Polizei kalt abblitzen
- Razzia: Deutsche Firma soll Elektronik für russische Raketen liefern
- Google-Fonts-Abmahner: Bundesweit Razzia wegen Betrug & Erpressung
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