Polizei rückt zur Razzia in Nvidias Frankreich-Büros an
Beim Grafikchip-Hersteller Nvidia wurde dieser Tage die Polizei vorstellig. Sie durchsuchte die Büroräume der französischen Landesniederlassung. Das Ziel war die Sicherstellung von Beweisen, dass Nvidia wettbewerbswidrige Praktiken anwendet.
Weiterhin hieß es, dass die Aktion Bestandteil einer breiteren Untersuchung des Marktes für Cloud-Computing sei. Hier geht es unter anderem darum, dass größere Datenzentren-Betreiber ihren leichteren Zugang zu Rechenleistung ausnutzen, um kleinere Konkurrenten aus dem Markt zu drängen.
Nvidia ist in letzter Zeit genau durch diesen Markt schnell gewachsen - denn das Unternehmen liefert vor allem auch die Grafikchips, die für die Berechnungen hinter den neuen KI-Anwendungen zum Einsatz kommen. Unternehmen wie Amazon, Microsoft und Google kaufen bei Nvidia gigantische Mengen an GPUs ein und trieben den Wert des Chipherstellers so erstmals auch auf über eine Billion Dollar.
In Frankreich sind es vor allem die Iliad Group und OVH, die ihre Cloud-Computing-Angebote auf Basis von Nvidia-Chips ausbauen. Diese Unternehmen werden dabei wohl kaum vergleichbare Einkaufs-Konditionen erhalten wie die großen Cloud-Konzerne aus den USA.
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Es geht um KI-Dienste
Die Polizei wurde hier im Auftrag der französischen Wettbewerbsbehörde aktiv, berichtete das Wall Street Journal. Diese hat die Razzia bei Nvidia bestätigt, führte aber bisher nicht im Detail aus, an welcher Stelle sie genau Rechtsverstöße durch das Unternehmen vermutet. Man teilte lediglich mit, dass sich das Ermittlungsverfahren um den "Grafikkartensektor" dreht.Weiterhin hieß es, dass die Aktion Bestandteil einer breiteren Untersuchung des Marktes für Cloud-Computing sei. Hier geht es unter anderem darum, dass größere Datenzentren-Betreiber ihren leichteren Zugang zu Rechenleistung ausnutzen, um kleinere Konkurrenten aus dem Markt zu drängen.
Nvidia ist in letzter Zeit genau durch diesen Markt schnell gewachsen - denn das Unternehmen liefert vor allem auch die Grafikchips, die für die Berechnungen hinter den neuen KI-Anwendungen zum Einsatz kommen. Unternehmen wie Amazon, Microsoft und Google kaufen bei Nvidia gigantische Mengen an GPUs ein und trieben den Wert des Chipherstellers so erstmals auch auf über eine Billion Dollar.
Kaum gleiche Chancen
In einem Bericht der französischen Wettbewerbsbehörde, der im Juni veröffentlicht wurde, wird Nvidia nicht ausdrücklich genannt. Er stellte aber fest, dass "die zunehmende Nutzung von künstlicher Intelligenz die Nachfrage nach Cloud-Diensten steigern wird". Die Wettbewerbsbehörden müssten hier "sicherstellen, dass etablierte Akteure die Entwicklung kleinerer oder neuer Akteure nicht behindern".In Frankreich sind es vor allem die Iliad Group und OVH, die ihre Cloud-Computing-Angebote auf Basis von Nvidia-Chips ausbauen. Diese Unternehmen werden dabei wohl kaum vergleichbare Einkaufs-Konditionen erhalten wie die großen Cloud-Konzerne aus den USA.
Zusammenfassung
- Polizei durchsucht Nvidia-Büros wegen wettbewerbswidriger Praktiken
- Aktion erfolgte im Auftrag der französischen Wettbewerbsbehörde
- Untersuchung konzentriert sich auf den Grafikkartensektor
- Teil einer breiteren Untersuchung des Cloud-Computing-Marktes
- Wettbewerbsbehörde will faire Bedingungen sicherstellen
- Französische Cloud-Anbieter nutzen Nvidia, erhalten schlechtere Konditionen
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