Razzia: Deutsche Firma soll Elektronik für russische Raketen liefern
Ein Unternehmen in Nordrhein-Westfalen bekam am heutigen Morgen Besuch von der Polizei. Denn die Firma steht im Verdacht, gegen die Sanktionen verstoßen und Russland mit IT-Technik beliefert zu haben.
Die Beamten durchsuchten die Geschäftsräume dreier Einzelgesellschaften und auch die privaten Wohnungen dreier Verdächtiger, berichtete das ARD-Magazin Monitor unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Köln. Die Ermittlungen wurden demnach im Januar eingeleitet und richten sich hauptsächlich gegen ein Kerpener Unternehmen, das gemeinsam mit einem Partner in der Türkei illegalen Handel mit Russland betrieben haben soll.
Dem Vernehmen nach geht es dabei um Produkte aus dem IT- und Elektronikbereich mit einem Wert von rund 15,5 Millionen Dollar. Dies wäre ein Verstoß gegen die Wirtschaftssanktionen, die von der EU aufgrund des Überfalls auf die Ukraine gegen Russland verhängt wurden. Komponenten, die ursprünglich von der deutschen Firma kamen, sollen letztlich in der Elektronik von Raketen gefunden worden sein, mit denen russische Truppen die Ukraine angriffen.
Hier liegt natürlich der Verdacht nahe, dass die deutsche Firma das ursprüngliche Geschäft einfach über einen verbündeten Zwischenhändler weiterführte. Bei dem Unternehmen, das heute durchsucht wurde, ist man sich allerdings keiner Schuld bewusst. Auf Nachfrage hieß es, dass die verkauften Waren keinen Sanktionen unterlägen.
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Dem Vernehmen nach geht es dabei um Produkte aus dem IT- und Elektronikbereich mit einem Wert von rund 15,5 Millionen Dollar. Dies wäre ein Verstoß gegen die Wirtschaftssanktionen, die von der EU aufgrund des Überfalls auf die Ukraine gegen Russland verhängt wurden. Komponenten, die ursprünglich von der deutschen Firma kamen, sollen letztlich in der Elektronik von Raketen gefunden worden sein, mit denen russische Truppen die Ukraine angriffen.
Plötzlich ein Umweg
Ursprünglich liefen die Geschäfte direkt - deutscher Verkäufer und russischer Käufer weisen dabei eine klare Namensähnlichkeit auf und es gibt auch personelle Überschneidungen. Nach dem 24. Februar des letzten Jahres wurden die Lieferungen erst einmal eingestellt. Einige Zeit später seien dann aber die gleichen Bauteile doch wieder in Russland angekommen - geliefert diesmal von einem türkischen Unternehmen, das erst nach dem Einmarsch großer russischer Militäreinheiten in die Ukraine gegründet wurde.Hier liegt natürlich der Verdacht nahe, dass die deutsche Firma das ursprüngliche Geschäft einfach über einen verbündeten Zwischenhändler weiterführte. Bei dem Unternehmen, das heute durchsucht wurde, ist man sich allerdings keiner Schuld bewusst. Auf Nachfrage hieß es, dass die verkauften Waren keinen Sanktionen unterlägen.
Zusammenfassung
- Verdacht auf Verstoß gegen Sanktionen + Lieferung IT-Technik nach Russland
- Geschäftsräume + Wohnungen dreier Verdächtiger durchsucht
- Wert der Produkte aus IT- und Elektronikbereich: 15,5 Mio. Dollar
- Ursprüngliche Geschäfte direkt zwischen deutschem Verkäufer und russischem Käufer
- Lieferungen über Zwischenhändler nach Einmarsch russ. Truppen in die Ukraine
- Firma ist sich keiner Schuld bewusst - Waren unterlägen keinen Sanktionen
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