Ukrainische Hacker sabotieren wichtiges russisches Datenzentrum
Die ukrainische Hacker-Gruppe Blackjack soll ihren nächsten Erfolg gegen russische IT-Infrastrukturen verzeichnet haben. In einem wichtigen Cloud-Datenzentrum, das von diversen großen Unternehmen genutzt wird, habe es Berichten zufolge schwere Schäden gegeben.
Dem Vernehmen nach konnten Schäden auf 42 Servern, auf denen rund 400 Cloud-Instanzen liefen, angerichtet werden. Unter anderem gelang es den Hackern, 300 Terabyte Daten inklusive verschiedener Backups unbenutzbar zu machen. Die Cloud-Kunden müssen zumindest vorübergehend auch auf verschiedene Anwendungen verzichten, die auf den Cloud-Systemen liefen.
Darunter fanden sich wohl auch einige Applikationen, mit denen Produktionsprozesse zwischen verschiedenen Standorten von Konzernverbünden koordiniert wurden. "Die Zerstörung des russischen Cloud-Dienstes war eine Vergeltung für den Angriff auf das ukrainische Rechenzentrum Parkovyi im Januar dieses Jahres", hieß es von einer Quelle.
Eine Schwächung der Versorgung der Front mit Benzin und Diesel wäre für die ukrainischen Verteidiger aktuell wichtig, um den Druck zu reduzieren. Denn seit einiger Zeit herrscht bei den Truppen ein gravierender Mangel an Artillerie-Munition, mit der Angriffe mit Panzern und gepanzerten Fahrzeugen gestoppt werden könnten.
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Massive Störung
Betroffen von dem Angriff war der Cloud-Dienstleister OwenCloud.ru, berichtete das Magazin Ukrinform. Das Ziel der Angreifer, die seit einiger Zeit mit dem ukrainischen Geheimdienst SBU zusammenarbeiten, war ein Datenzentrum, das von Unternehmen der russischen Verteidigungsindustrie, der Öl- und Gasindustrie, der Metallurgie, der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie einem großen Telekommunikationsbetreiber genutzt wurde.Dem Vernehmen nach konnten Schäden auf 42 Servern, auf denen rund 400 Cloud-Instanzen liefen, angerichtet werden. Unter anderem gelang es den Hackern, 300 Terabyte Daten inklusive verschiedener Backups unbenutzbar zu machen. Die Cloud-Kunden müssen zumindest vorübergehend auch auf verschiedene Anwendungen verzichten, die auf den Cloud-Systemen liefen.
Darunter fanden sich wohl auch einige Applikationen, mit denen Produktionsprozesse zwischen verschiedenen Standorten von Konzernverbünden koordiniert wurden. "Die Zerstörung des russischen Cloud-Dienstes war eine Vergeltung für den Angriff auf das ukrainische Rechenzentrum Parkovyi im Januar dieses Jahres", hieß es von einer Quelle.
Treibstoff im Visier
Allerdings dürfte die Motivation noch über reine Vergeltung hinausgehen. Denn es fällt auf, dass in der attackierten Infrastruktur verschiedene Unternehmen aktiv waren, die zur Energiebranche Russlands gehören - darunter Gazprom, Transgaz, Lukoil und Rosneft. Vom Zeitpunkt des Angriffs würde es zu den aktuellen Bestrebungen des ukrainischen Militärs passen, vor allem die Treibstoff-Versorgungswege der russischen Invasionstruppen zu behindern. Dem dienten auch diverse Drohnen-Attacken auf Treibstofflager und Raffinerien, die in den letzten Wochen konzentriert stattfanden.Eine Schwächung der Versorgung der Front mit Benzin und Diesel wäre für die ukrainischen Verteidiger aktuell wichtig, um den Druck zu reduzieren. Denn seit einiger Zeit herrscht bei den Truppen ein gravierender Mangel an Artillerie-Munition, mit der Angriffe mit Panzern und gepanzerten Fahrzeugen gestoppt werden könnten.
Zusammenfassung
- Ukrainische Hacker-Gruppe Blackjack greift russische IT an
- Schwere Schäden in russischem Cloud-Datenzentrum
- OwenCloud.ru von Cyberangriff betroffen
- 42 Server und 400 Cloud-Instanzen geschädigt
- 300 TB Daten inklusive Backups zerstört
- Produktionsprozesse von Konzernen unterbrochen
- Angriff als Vergeltung und Schwächung der Energiebranche
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