Ukraine nutzt Mikrofon-Netzwerk, um Kamikaze-Drohnen aufzuspüren
Der Ukraine-Krieg hat diverse Eigenheiten. Eine davon ist, dass diverse Drohnen eingesetzt werden. Beide Kriegsparteien setzen auf solche Flugkörper - und entwickeln auch neuartige Erkennungs- und Abwehrsysteme. Im Fall der Ukraine ist es ein Netzwerk an Mikrofonen.
Ein Beispiel ist ein selbst entwickeltes Frühwarnsystem, das in der Lage ist, Drohnen wie die Shahed 136 zu erkennen, um diese rechtzeitig abschießen zu können. Die besonders günstige iranische Einweg-Drohne wird von Russland vor allem als Kamikaze-Flugkörper eingesetzt, da sie mit bis zu 60 Kilogramm Sprengstoff beladen werden kann. Eine Besonderheit dieser sowie vergleichbarer Drohnen ist der typische Lärm, den sie erzeugen.
Die Ukraine hat dazu ein akustisches Sensorsystem aufgebaut, das Mikrofone einsetzt. Diese nehmen Umgebungsgeräusche auf und verstärken sie, danach werden die Drohnenfrequenzen abgeglichen. Details zum Wie der Erfassung sind allerdings geheim. Das System ist eine verhältnismäßig simple, aber erstaunlich effektive Lösung. Sie funktioniert so gut, dass westliche Militärs sich nun ansehen, wie man diese Vorwarnlösung selbst adaptieren kann.
General James Hecker, der u. a. Chef der US Air Force in Europa ist, zeigte sich von diesem System jedenfalls beeindruckt. Wie The War Zone berichtet, setzt die Ukraine etwa 6000 Sensoren ein, die im ganzen Land verteilt sind: "Sie waren erfolgreich darin, die Einweg-Drohnen wie die Shahed 136 und solche Dinge aufzuspüren", so Hecker. Die akustischen Daten helfen den Militärs, die Position der Drohnen zu bestimmen und die Luftabwehr frühzeitig auszurichten.
Das akustische Ortungssystem ist vor allem deshalb so wichtig, weil die ukrainische Luftabwehr zu einem Großteil aus improvisierten Lösungen besteht, darunter verschiedenen Arten von Maschinengewehren und -kanonen, die auf leichten Fahrzeugen montiert sind.
Siehe auch:
Mit Einfallsreichtum gegen den russischen Aggressor
Der russische Überfall der Ukraine begann vor gut zwei Jahren und das angegriffene Land war von Anfang an militärisch unterlegen. Das hat sich bis heute nicht grundlegend geändert, die ukrainischen Militärs beweisen aber immer wieder, dass man dem Aggressor teils auch mit kreativen und cleveren "Do It Yourself"-Lösungen die Stirn bieten kann.Ein Beispiel ist ein selbst entwickeltes Frühwarnsystem, das in der Lage ist, Drohnen wie die Shahed 136 zu erkennen, um diese rechtzeitig abschießen zu können. Die besonders günstige iranische Einweg-Drohne wird von Russland vor allem als Kamikaze-Flugkörper eingesetzt, da sie mit bis zu 60 Kilogramm Sprengstoff beladen werden kann. Eine Besonderheit dieser sowie vergleichbarer Drohnen ist der typische Lärm, den sie erzeugen.
Die Ukraine hat dazu ein akustisches Sensorsystem aufgebaut, das Mikrofone einsetzt. Diese nehmen Umgebungsgeräusche auf und verstärken sie, danach werden die Drohnenfrequenzen abgeglichen. Details zum Wie der Erfassung sind allerdings geheim. Das System ist eine verhältnismäßig simple, aber erstaunlich effektive Lösung. Sie funktioniert so gut, dass westliche Militärs sich nun ansehen, wie man diese Vorwarnlösung selbst adaptieren kann.
General James Hecker, der u. a. Chef der US Air Force in Europa ist, zeigte sich von diesem System jedenfalls beeindruckt. Wie The War Zone berichtet, setzt die Ukraine etwa 6000 Sensoren ein, die im ganzen Land verteilt sind: "Sie waren erfolgreich darin, die Einweg-Drohnen wie die Shahed 136 und solche Dinge aufzuspüren", so Hecker. Die akustischen Daten helfen den Militärs, die Position der Drohnen zu bestimmen und die Luftabwehr frühzeitig auszurichten.
Das akustische Ortungssystem ist vor allem deshalb so wichtig, weil die ukrainische Luftabwehr zu einem Großteil aus improvisierten Lösungen besteht, darunter verschiedenen Arten von Maschinengewehren und -kanonen, die auf leichten Fahrzeugen montiert sind.
Zusammenfassung
- Ukraine-Krieg nutzt diverse Drohnenarten
- Beide Seiten entwickeln Erkennungs- und Abwehrsysteme
- Ukrainische Militärs setzen auf kreative Lösungen
- Selbst entwickeltes Frühwarnsystem erkennt Drohnen
- Mikrofone erfassen und verstärken Drohnenlärm
- Westliche Militärs interessiert an ukrainischer Technik
- General Hecker beeindruckt von 6000 verteilten Sensoren
Siehe auch:
- Ukraine: GUR-Hacker haben russisches Militärministerium geknackt
- Ukraine: Hacker stehlen alle Baupläne des russischen Militärs
- Rache für Mobilfunker: Ukrainer legen russischen Provider lahm
- Ukraine: Große Cyber-Attacke legt Mobilfunk weitgehend lahm
- Ukrainische Hacker sollen russische Steuerbehörde lahmgelegt haben
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