Kanada will 3D-Druck von Häusern jetzt massiv in die Praxis bringen

Auch in Kanada steht der Wohnungsmarkt massiv unter Druck - es gibt zu wenige Wohnungen und die Preise schießen entsprechend in die Höhe. Innovative Maßnahmen wie der 3D-Druck von Häusern sollen hier nun zügig für Milderung sorgen.

Staat schiebt an

Die kanadische Bundesregierung hat einen Investitionsfonds ins Leben gerufen, mit dem nicht Baumaßnahmen an sich, sondern Technologien und flankierende Prozesse vorangebracht werden sollen. Es geht dabei vor allem darum, vorhandene Konzepte so weiterzuentwickeln, dass sie schnell und in größerem Umfang in der Praxis ankommen.

Der 3D-Druck von Häusern ist dabei ein anschauliches Beispiel für die Möglichkeiten, die es hier gibt. Das Verfahren wird bereits seit Jahren immer wieder vorgeführt, allerdings kommt es in der Realität nur selten zum Einsatz. Dabei zeigen sich dort, wo die Systeme genutzt werden, verschiedene Vorteile - insbesondere bei der Effizienz oder der Baugeschwindigkeit.


Die kanadische Regierung will daher Geld in Prozesse stecken, mit denen die noch bestehenden Hürden stärker abgebaut werden können. Das gilt auch für verschiedene andere Punkte, die einen schnelleren und billigeren Wohnungsbau voranbringen sollen.

Genehmigungsfreie Häuser

Dazu gehört beispielsweise auch die Erstellung eines Kataloges mit Bauplänen, die bereits vorab von den zuständigen Behörden genehmigt sind. Auf einem Grundstück, das mit Wohngebäuden bebaut werden darf, können die Häuser dann ohne einen separaten Genehmigungsprozess errichtet werden. Weiterhin sollen aus dem neuen Fonds Fertighauskonzepte gefördert werden, bei denen in Fabriken die Teile für Wohngebäude-Bausätze aus Holz vorgefertigt werden. Diese müssen dann am Standort nur noch zusammengesetzt werden.

"Wir ändern die Art und Weise, wie wir in Kanada Häuser bauen. Mit dem Haushalt 2024 unterstützen wir einen neuen Ansatz im Bauwesen, der sich auf Innovation und Technologie konzentriert. Dadurch wird es einfacher und kostengünstiger, mehr Häuser schneller zu bauen. Sie sollten in der Lage sein, in der Gemeinschaft zu leben, die Sie lieben, zu einem Preis, den Sie sich leisten können", erklärte der kanadische Premierminister Justin Trudeau, der wegen seiner Zurückhaltung bei dem Thema seit einiger Zeit in der Kritik stand.

Zusammenfassung
  • Kanadas Wohnungsmarkt unter Druck: zu wenig Wohnungen, hohe Preise
  • 3D-Druck von Häusern soll Wohnungsnot mildern
  • Regierungsfonds fördert Technologieentwicklung für Bauwesen
  • Effizienzvorteile beim 3D-Druck von Häusern sollen genutzt werden
  • Investitionen zur Überwindung von Hürden im Wohnungsbau
  • Vorgefertigte Baupläne und Fertighauskonzepte werden unterstützt
  • Premier Trudeau betont Innovationsfokus im Bauwesen

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!