Weltweit größter 3D-Drucker druckt mit 227 kg Material pro Stunde
An der University of Maine hat man den derzeit größten 3D-Drucker der Welt konstruiert. Die Uni hielt zuvor bereits den Rekord, doch das neue System ist nun viermal größer als sein Vorgänger, teilten die Entwickler mit.
Im Fokus des Interesses stehen dabei vor allem Verbindungen aus Holz und einem Kunstharz als Bindemittel. Im US-Bundesstaat Maine stehen aufgrund der großen Holzindustrie große Mengen an Restholz und Spänen zur Verfügung, die zu einem feinen Basis-Mehl zerkleinert werden können und dann die Grundlage für die zu druckenden Objekte bilden.
Der neue 3D-Drucker in Aktion
Aber auch die aktuell genutzten Polymere sind bereits darauf ausgelegt, dass gedruckte Objekte nach dem Ende ihres Lebenszyklus geschreddert werden können, um erneut in dem Drucker verarbeitet zu werden. Somit soll die Anlage Möglichkeiten für eine umweltfreundliche und kosteneffiziente Fertigung für zahlreiche Branchen bieten, darunter die nationale Sicherheit, erschwinglicher Wohnraum, Brückenbau, Meeres- und Windenergietechnologien und die Herstellung von Seeschiffen.
Die Universität will in den kommenden Monaten eine neue Halle bauen, in der sich noch größere 3D-Drucker installieren lassen. Eines der Ziele besteht hier darin, dass man zu einem Verfahren gelangt, mit dem sehr preisgünstig fertige Häuser oder zumindest Haus-Teile produziert werden können. Denn der Bedarf an preiswerten Wohnungen ist auch in den USA groß und kollidiert oft mit den deutlich gestiegenen Baukosten.
Siehe auch:
Material in Entwicklung
Der Arbeitsrahmen des Druckers füllt dabei eine größere Halle aus. Mit der Anlage können Objekte von 29 Meter mal 10 Meter mal 5,5 Meter gedruckt werden. Dabei verarbeitet das System bis zu 227 Kilogramm Material pro Stunde. Verarbeitet werden in der aktuellen Version thermoplastische Polymere, allerdings will man zukünftig auch andere Druckmaterialien nutzen können.Im Fokus des Interesses stehen dabei vor allem Verbindungen aus Holz und einem Kunstharz als Bindemittel. Im US-Bundesstaat Maine stehen aufgrund der großen Holzindustrie große Mengen an Restholz und Spänen zur Verfügung, die zu einem feinen Basis-Mehl zerkleinert werden können und dann die Grundlage für die zu druckenden Objekte bilden.
Der neue 3D-Drucker in Aktion
Aber auch die aktuell genutzten Polymere sind bereits darauf ausgelegt, dass gedruckte Objekte nach dem Ende ihres Lebenszyklus geschreddert werden können, um erneut in dem Drucker verarbeitet zu werden. Somit soll die Anlage Möglichkeiten für eine umweltfreundliche und kosteneffiziente Fertigung für zahlreiche Branchen bieten, darunter die nationale Sicherheit, erschwinglicher Wohnraum, Brückenbau, Meeres- und Windenergietechnologien und die Herstellung von Seeschiffen.
Wohnen und Boote
Bei der Vorstellung des neuen 3D-Druckers arbeitete dieser beispielsweise bereits am Druck eines Bootes. Dieses Projekt wurde mit Unterstützung des U.S. Army Corps of Engineers umgesetzt, das die Entwicklung des 3D-Druckers unterstützte und mit solchen Systemen zukünftig auch sehr flexibel auf bestimmte Bedarfe im militärischen Kontext reagieren will.Die Universität will in den kommenden Monaten eine neue Halle bauen, in der sich noch größere 3D-Drucker installieren lassen. Eines der Ziele besteht hier darin, dass man zu einem Verfahren gelangt, mit dem sehr preisgünstig fertige Häuser oder zumindest Haus-Teile produziert werden können. Denn der Bedarf an preiswerten Wohnungen ist auch in den USA groß und kollidiert oft mit den deutlich gestiegenen Baukosten.
Zusammenfassung
- Neuer 3D-Drucker an der University of Maine ist viermal größer als der Vorgänger
- Druckkapazität des neuen Systems: 29 x 10 x 5,5m große Objekte
- Verarbeitet bis zu 227 kg thermoplastische Polymere pro Stunde
- Zukünftig auch andere Druckmaterialien geplant, inklusive Holz-Kunstharz-Verbindungen
- Gedruckte Objekte können recycelt und erneut verarbeitet werden
- Einsatzgebiete: Wohnraum, Brückenbau, maritime und Windenergietechnologien
- Universität plant Bau einer neuen Halle für noch größere 3D-Drucker
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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