Pentagon will milliardenschwere Förderung für Intel doch nicht zahlen
Dem Chiphersteller Intel könnten unerwartet Milliarden-Einnahmen aus der öffentlichen Hand entgehen. Das US-Verteidigungsministerium will das Unternehmen dann doch nicht mit einem gigantischen Zuschuss fördern, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.
2,5 Milliarden Dollar sollten vom Verteidigungsministerium bereitgestellt werden. Intel sollte im Gegenzug einen Teil seiner Fertigung so ausrichten, dass das Unternehmen wichtige Halbleiterkomponenten für Anwendungen beim Militär und bei Geheimdiensten fertigen kann.
Allerdings soll sich das Pentagon nun eben von diesem Vorhaben zurückziehen. Das hat natürlich in erster Linie Auswirkungen auf Intel, denn aktuell ist unklar, ob der Konzern statt der Militär-Gelder nun einen größeren Betrag aus dem Chips-Act-Fördertopf bekommt. Sollten die wegfallenden Militär-Gelder aber komplett ausgeglichen werden, würde das wiederum bedeuten, dass andere Unternehmen weniger Förderung bekommen.
Von der Förderung des Chips-Acts profitierten bisher schon mehrere Halbleiterhersteller. Die kleineren Produzenten BAE Systems und Microchip Technology erhielten jeweils dreistellige Millionenbeträge, um Forschungs- und Produktionseinrichtungen auszubauen und zu verbessern. Aber auch der Auftragshersteller GlobalFoundries erhielt eine Förderung von 1,5 Milliarden Dollar, um die bestehende Fabrik in Malta, New York, erweitern zu können. Damit soll dafür gesorgt werden, dass die US-Industrie bei Halbleiterkomponenten weniger abhängig von Importen aus Asien ist.
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Intel als Rüstungs-Zulieferer
Die US-Regierung investiert aktuell hohe Beträge, um wichtige Zukunfts-Industrien im eigenen Land zu stärken oder neu anzusiedeln. Im Zuge dessen sollten auch 3,5 Milliarden Dollar in die Kassen Intels fließen. Allerdings sah der Plan bisher vor, dass davon nur gut eine Milliarde Dollar aus dem Etat des Chips and Science Acts an den Halbleiterhersteller geht.2,5 Milliarden Dollar sollten vom Verteidigungsministerium bereitgestellt werden. Intel sollte im Gegenzug einen Teil seiner Fertigung so ausrichten, dass das Unternehmen wichtige Halbleiterkomponenten für Anwendungen beim Militär und bei Geheimdiensten fertigen kann.
Allerdings soll sich das Pentagon nun eben von diesem Vorhaben zurückziehen. Das hat natürlich in erster Linie Auswirkungen auf Intel, denn aktuell ist unklar, ob der Konzern statt der Militär-Gelder nun einen größeren Betrag aus dem Chips-Act-Fördertopf bekommt. Sollten die wegfallenden Militär-Gelder aber komplett ausgeglichen werden, würde das wiederum bedeuten, dass andere Unternehmen weniger Förderung bekommen.
Förderungen fließen
Offiziell hat Intel allerdings bisher nicht mit den genannten Beträgen gearbeitet. Konzernchef Pat Gelsinger sagte letzten Monat, dass das Unternehmen "zeitnah" einen Preis von der US-Regierung erhalten werde, nannte aber keinen genauen Zeitrahmen. Insofern hätte der mögliche Rückzug des Pentagon zumindest keine Auswirkungen auf die realen Bilanzen des Unternehmens.Von der Förderung des Chips-Acts profitierten bisher schon mehrere Halbleiterhersteller. Die kleineren Produzenten BAE Systems und Microchip Technology erhielten jeweils dreistellige Millionenbeträge, um Forschungs- und Produktionseinrichtungen auszubauen und zu verbessern. Aber auch der Auftragshersteller GlobalFoundries erhielt eine Förderung von 1,5 Milliarden Dollar, um die bestehende Fabrik in Malta, New York, erweitern zu können. Damit soll dafür gesorgt werden, dass die US-Industrie bei Halbleiterkomponenten weniger abhängig von Importen aus Asien ist.
Zusammenfassung
- Intel könnte Förderung vom US-Verteidigungsministerium verlieren
- US-Regierung will heimische Zukunfts-Industrien finanziell stärken
- Geplant waren 3,5 Milliarden Dollar für Intel aus öffentlichen Mitteln
- Nur 1 Milliarde Dollar sollte aus dem Chips and Science Act kommen
- Pentagon zieht sich möglicherweise von 2,5 Milliarden Dollar Förderung zurück
- Intel-Chef Gelsinger erwartet Förderung, aber ohne festen Zeitrahmen
- Andere Halbleiterhersteller profitierten bereits vom Chips-Act
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