Illegal einbehalten: Deutsche Tesla-Kunden bekommen Geld zurück

Das Unternehmen von Elon Musk hat Geld, das eigentlich an Kunden hätte ausgezahlt werden müssen, einbehalten. Nun können Betroffene einen bis zu vierstelligen Betrag vom Autobauer zurückfordern.
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Umweltbonus bei Kauf und Leasing

Längere Zeit konnten Kunden beim Kauf und Leasing eines Elektroautos eine Förderung abgreifen. Entsprechende Anträge mussten beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingereicht werden. Etwas überraschend und in einer Art Nacht-und-Nebel-Aktion beendete die Bundesregierung allerdings zum 17. Dezember letzten Jahres die Möglichkeit für Käufer, Zuschüsse zu erhalten.

Tesla zahlt Kunden zu wenig

Dieser sogenannte Umweltbonus belief sich zuletzt auf bis zu 4500 Euro. Dabei übernahm auch der Leasingpartner oder Hersteller einen Anteil und zahlte ihn an den Kunden aus. Laut CHIP sollen dem amerikanischen Autobauer Tesla dabei allerdings Fehler unterlaufen sein. Denn der Konzern von Elon Musk hat wohl zum Teil zu wenig an seine Kunden überwiesen. Das Ergebnis: Einige Tesla-Fahrer könnten nun bis zu vierstellige Beträge zurückerstattet bekommen.


Behörde benachrichtigt Betroffene

Das betrifft Kunden, die ein Tesla Model Y im Zeitraum der Förderung geleast hatten. Sie erhalten gerade Post von der BAFA, in der sie auf diesen Umstand hingewiesen werden. Darin steht Folgendes: "Nach erneuter Prüfung Ihres Antrages ist uns aufgefallen, dass der vom Hersteller zu leistende Eigenanteil am Umweltbonus (Herstelleranteil) in Höhe von 2.250,00 Euro nicht in voller Höhe an Sie weitergegeben wurde."

Betroffene werden deshalb dazu aufgerufen, sich direkt bei Tesla zu melden und dabei wie folgt vorzugehen:

  • Tesla über die Mail-Adresse Bafa-Umweltbonus-Tesla@tesla.com kontaktieren
  • Rechnungsnummer oder VIN (Vehicle Identification Number) angeben
  • BAFA-Schreiben an die E-Mail anhängen
  • Nachweis der Gutschrift (Kopie des Kontoauszugs) mit Vorgangsnummer der BAFA zukommen lassen

Tesla wohl kooperationsbereit

Um sich auf diesem Wege an Tesla zu wenden, gibt die BAFA den betroffenen Kunden momentan vier Wochen Zeit. Würde der Autobauer nicht reagieren, müsse die BAFA prüfen, ob der Zuschuss eventuell nicht komplett zurückgefordert werde, so die Behörde.

Erfolgt jedoch eine Kontaktaufnahme mit Tesla, scheint sich das Unternehmen bisher wohl zu beugen und die fälligen Fehlbeträge in wenigen Tagen auf die Bankkonten seiner Kunden zu überweisen. Dennoch ist es ein kleines Ärgernis für alle, die ein Model Y geleast hatten. Käufer des Autos sind übrigens nicht betroffen.

Zusammenfassung
  • Leasing-E-Autos: Früher gab es Förderung vom BAFA
  • Bundesregierung stoppte Zuschüsse am 17. Dezember
  • Tesla zahlte zu wenig Umweltbonus an Kunden aus
  • Tesla Y-Leaser könnten vierstellige Summen erhalten
  • BAFA informiert Betroffene über zu wenig Herstelleranteil
  • Tesla muss per E-Mail mit Rechnungsnummer kontaktiert werden
  • BAFA gibt Kunden vier Wochen Zeit für die Kontaktaufnahme

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