Trotz viel Gegenwind: IG Metall gewinnt Betriebsratswahl bei Tesla
Im Tesla-Werk in Grünheide wurde viel dafür getan, um den Einfluss der Gewerkschaft IG Metall kleinzuhalten. Kurz vor der Betriebsratswahl hat sogar Konzernchef Elon Musk noch Stimmung gegen die Gewerkschaft gemacht. Geholfen hat das alles aber nicht.
Die Liste "Giga United" um die bisherige Betriebsratschefin Michaela Schmitz kam laut einer Mitteilung des Wahlvorstandes an die Belegschaft auf 3201 Stimmen. Die übrigen Stimmen verteilten sich auf sieben weitere Listen, von denen aber wohl nur drei über ausreichend Mandate verfügen, um ebenfalls im Betriebsrat vertreten zu sein.
Die IG Metall ist damit zwar die größte Gruppe in der zukünftigen Mitarbeiter-Vertretung, hat aber allein noch keine Mehrheit. Es wird sich also zeigen, mit wem die Gewerkschaft beispielsweise zusammenarbeiten wird, um das Ziel eines Tarifvertrages zu erreichen.
Konzernchef Musk hatte das Werk kürzlich besucht, nachdem die Produktion wegen eines Anschlags auf die Stromversorgung unterbrochen werden musste. Er nutzte die Gelegenheit auch, um vor der Belegschaft von der Bühne herab vor angeblichen negativen Folgen eines wachsenden Gewerkschafts-Einflusses zu warnen. Ein Tarifvertrag würde außerdem das Risiko bergen, das Unternehmen zu spalten. Dies führte letztlich aber nicht dazu, die IG Metall im Werk zu schwächen.
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Fast 40 Prozent
Nach der ersten Auszählung erreichten die IG Metall-Mitglieder mit ihrer Liste "IG Metall Tesla Workers GFBB" rund 39,4 Prozent der Stimmen. Mit voraussichtlich 16 Mitgliedern stellen sie damit die größte Gruppe im künftigen Betriebsrat, der insgesamt 39 Mitglieder hat. 3516 der 8917 gültigen Stimmen entfielen auf die Gewerkschaftsvertreter.Die Liste "Giga United" um die bisherige Betriebsratschefin Michaela Schmitz kam laut einer Mitteilung des Wahlvorstandes an die Belegschaft auf 3201 Stimmen. Die übrigen Stimmen verteilten sich auf sieben weitere Listen, von denen aber wohl nur drei über ausreichend Mandate verfügen, um ebenfalls im Betriebsrat vertreten zu sein.
Die IG Metall ist damit zwar die größte Gruppe in der zukünftigen Mitarbeiter-Vertretung, hat aber allein noch keine Mehrheit. Es wird sich also zeigen, mit wem die Gewerkschaft beispielsweise zusammenarbeiten wird, um das Ziel eines Tarifvertrages zu erreichen.
Musk hatte gewarnt
Trotzdem ist man bei der Organisation mit dem Ergebnis sehr zufrieden. "Ihr habt in der kurzen Zeit einen fantastischen Wahlkampf mit einem klaren und überzeugenden Programm für bessere Arbeitsbedingungen bei Tesla geführt. Meine herzlichen Glückwünsche zu Eurem tollen Wahlerfolg!", sagte Dirk Schulze, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen, gegenüber den IG Metall-Mitgliedern bei Tesla. "Und herzlichen Dank an alle Wählerinnen und Wähler, die der IG Metall das Vertrauen und die Stimme gegeben haben."Konzernchef Musk hatte das Werk kürzlich besucht, nachdem die Produktion wegen eines Anschlags auf die Stromversorgung unterbrochen werden musste. Er nutzte die Gelegenheit auch, um vor der Belegschaft von der Bühne herab vor angeblichen negativen Folgen eines wachsenden Gewerkschafts-Einflusses zu warnen. Ein Tarifvertrag würde außerdem das Risiko bergen, das Unternehmen zu spalten. Dies führte letztlich aber nicht dazu, die IG Metall im Werk zu schwächen.
Zusammenfassung
- Tesla-Werk Grünheide: IG Metall trotzt Musks Einflussversuchen
- IG Metall-Liste erhält 39,4 Prozent der Stimmen
- 16 von 39 Betriebsratssitzen gehen an Gewerkschaft
- IG Metall größte Gruppe, aber ohne Mehrheit im Betriebsrat
- Gewerkschaft strebt Tarifvertrag an, Kooperation nötig
- IG Metall-Bezirksleiter Schulze lobt Wahlkampf und Erfolg
- Musk warnt vor Gewerkschaftseinfluss, Effekt bleibt aus
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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