BSI: Fahrlässige Admins gefährden zehntausende Exchange-Server
Das BSI warnt aktuell mit Nachdruck vor katastrophalen Zuständen vieler deutscher Exchange-Server. Fast 40 Prozent der Server sind demnach "stark gefährdet". Der Grund? Schlampige Administratoren, die es besser wissen müssten.
Zwölf Prozent dieser Server werden demnach mit so veralteten Exchange-Versionen betrieben, dass für diese keine Sicherheitsupdates mehr bereitstehen. Auf 25 Prozent sind zwar die aktuellen Exchange-Varianten 2016 und 2019 im Einsatz, doch fehlen wichtige Sicherheitspatches.
"Damit sind mindestens 37 Prozent aller offen aus dem Internet erreichbaren Microsoft-Exchange-Server verwundbar", so das BSI. Das entspricht laut den Sicherheitsexperten rund 17.000 Systemen in Deutschland. Das Amt schätzt die Dunkelziffer aber noch deutlich höher ein.
"Dass es in Deutschland von einer derart relevanten Software zigtausende angreifbare Installationen gibt, darf nicht passieren. Unternehmen, Organisationen und Behörden gefährden ohne Not ihre IT-Systeme (...)", so Claudia Plattner, Präsidentin des Amtes.
Zu diesen systemkritischen Konfigurationen zählt laut der offiziellen Exchange-Warnung des BSI demnach aktuell die Aktivierung der "Extended Protection for Authentication", wichtig für den Schutz gegen die kritische Sicherheitslücke CVE-2024-21410.
Die derzeit aktuellen Versionen von Exchange sind:
Siehe auch:
"Geschäftskritische Bedrohungslage", viele schauen weg
Exchange ist hierzulande in zehntausenden Betrieben, aber auch in Bildungseinrichtungen, Krankenhäusern und Behörden im Einsatz. In einer weitreichenden Untersuchung zählt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI rund 45.000 Microsoft-Exchange-Server in Deutschland, die derzeit über Outlook Web Access (OWA) ohne Beschränkungen aus dem Internet erreichbar sind.Zwölf Prozent dieser Server werden demnach mit so veralteten Exchange-Versionen betrieben, dass für diese keine Sicherheitsupdates mehr bereitstehen. Auf 25 Prozent sind zwar die aktuellen Exchange-Varianten 2016 und 2019 im Einsatz, doch fehlen wichtige Sicherheitspatches.
"Damit sind mindestens 37 Prozent aller offen aus dem Internet erreichbaren Microsoft-Exchange-Server verwundbar", so das BSI. Das entspricht laut den Sicherheitsexperten rund 17.000 Systemen in Deutschland. Das Amt schätzt die Dunkelziffer aber noch deutlich höher ein.
"Dass es in Deutschland von einer derart relevanten Software zigtausende angreifbare Installationen gibt, darf nicht passieren. Unternehmen, Organisationen und Behörden gefährden ohne Not ihre IT-Systeme (...)", so Claudia Plattner, Präsidentin des Amtes.
Betreiber müssen handeln
Verantwortlich für diese Lage sind aus Sicht des BSI klar die "Betreiber der Instanzen", die veraltetet Exchange-Versionen einsetzen, verfügbare Sicherheitsupdates nicht einzuspielen und die Instanzen unzureichend konfigurieren.Zu diesen systemkritischen Konfigurationen zählt laut der offiziellen Exchange-Warnung des BSI demnach aktuell die Aktivierung der "Extended Protection for Authentication", wichtig für den Schutz gegen die kritische Sicherheitslücke CVE-2024-21410.
Die derzeit aktuellen Versionen von Exchange sind:
- Exchange Server 2019 CU14 Mar24SU (Build-Nummer 15.2.1544.9)
- Exchange Server 2019 CU13 Mar24SU (Build-Nummer 15.2.1258.32)
- Exchange Server 2016 CU23 Mar24SU (Build-Nummer 15.1.2507.37)
Zusammenfassung
- BSI warnt vor unsicheren Exchange-Servern
- Fast 40 Prozent in DE "stark gefährdet"
- 45000 Server via OWA uneingeschränkt zugänglich
- 12 Prozent nutzen veraltete Exchange-Versionen
- 25 Prozent auf altem Patch-Stand
- Verantwortung liegt bei den Betreibern
Siehe auch:
- Exchange Online: Nutzer werden von Sendeproblemen geplagt
- Microsoft Exchange-Update aktiviert standardmäßig erweiterten Schutz
- Outlook-Clients haben Verbindungsprobleme über Exchange ActiveSync
- Exchange Online-Hack: So wurde Microsoft ausgetrickst
- Microsoft Exchange 2019 hat Ende des Mainstream-Supports erreicht
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