Hackerangriff: Daten von 43 Millionen Franzosen geklaut
Es ist der größte digitale Datenklau der französischen Geschichte. Die Arbeitsbehörde France Travail erklärte diese Woche, Opfer eines Angriffs geworden zu sein, bei dem eine riesige Menge Benutzerdaten aus über 20 Jahren ihrer Tätigkeit entwendet wurde.
Insgesamt seien die Daten von circa 43 Millionen französischen Staatsbürgern geklaut worden, die bei der Einrichtung gemeldet sind. Betroffen seien nicht nur aktuell Arbeitssuchende, sondern auch alle anderen Personen, die innerhalb der letzten 20 Jahre bei France Travail ins System aufgenommen wurden, so die Behörde.
Zumindest Passwörter und Bankdaten sind laut der Pressemitteilung der Dienstelle bei dem Angriff nicht erbeutet worden. Zu den entwendeten Daten der Betroffenen gehörten aber:
Wer hinter dem jüngsten Angriff steckt, ist noch unklar. Auch, ob es sich wieder um eine Ransomware-Attacke handelt oder nicht, bleibt zum momentanen Zeitpunkt ungeklärt. Klar ist aber schon jetzt, dass es sich um den größten digitalen Datenklau in der Geschichte Frankreichs handelt.
Siehe auch:
Persönliche Daten entwendet
Die französische Behörde France Travail, das Gegenstück zur deutschen Agentur für Arbeit, ist Opfer eines Hackerangriffs geworden, bei dem enorme Datenmengen von den Angreifern erbeutet werden konnten.Insgesamt seien die Daten von circa 43 Millionen französischen Staatsbürgern geklaut worden, die bei der Einrichtung gemeldet sind. Betroffen seien nicht nur aktuell Arbeitssuchende, sondern auch alle anderen Personen, die innerhalb der letzten 20 Jahre bei France Travail ins System aufgenommen wurden, so die Behörde.
Zumindest Passwörter und Bankdaten sind laut der Pressemitteilung der Dienstelle bei dem Angriff nicht erbeutet worden. Zu den entwendeten Daten der Betroffenen gehörten aber:
- Vor- und Nachname
- Geburtsdatum
- Post- und E-Mail-Adresse
- Telefonnummern
- Sozialversicherungsnummer
Behörde warnt Betroffene
France Travail stellte klar, dass es durch das Datenleck zu keinerlei Problemen bei der Auszahlung von Bezügen kommen wird. Allerdings bat die Behörde ihre Kunden darum, "wachsam zu bleiben angesichts jeglicher Art von Vorgehensweise oder Angeboten, die betrügerisch erscheinen könnten". Denn es ist gut möglich, dass Betroffene bald entsprechende E-Mails oder Anrufe von Betrügern erhalten.Zweiter Angriff in kurzer Zeit
Bereits im August letzten Jahres fiel die Behörde einem ähnlichen Angriff zum Opfer, bei dem schon die Daten von 10 Millionen Kunden illegal entwendet wurden. Die Attacke wurde mittlerweile dem C10p-Ransomware-Kollektiv zugeschrieben. Die Gruppe nutzte damals eine Schwachstelle in der verwendeten MOVEit-Transfer-Software aus, um in das System von France Travail einzudringen.Wer hinter dem jüngsten Angriff steckt, ist noch unklar. Auch, ob es sich wieder um eine Ransomware-Attacke handelt oder nicht, bleibt zum momentanen Zeitpunkt ungeklärt. Klar ist aber schon jetzt, dass es sich um den größten digitalen Datenklau in der Geschichte Frankreichs handelt.
Zusammenfassung
- Größter Datenklau in Frankreichs Geschichte
- France Travail Opfer eines Hackerangriffs
- Daten von 43 Millionen Bürgern entwendet
- Betroffene sind Kunden aus den letzten 20 Jahren
- Passwörter und Bankdaten nicht geklaut
- Kunden sollen auf Betrugsversuche achten
- Behörde bereits letztes Jahr Opfer von Hackern
- Täter des aktuellen Angriffs noch unbekannt
Siehe auch:
- Hacker zielen auf Fritz!Box: Wie sich Besitzer jetzt schnell schützen
- Mail-Hack mit Folgen: Russische Hacker klauen Quellcode von Microsoft
- Hacker stehlen Windows NTLM-Authentifizierungs-Hashes
- Ukraine: GUR-Hacker haben russisches Militärministerium geknackt
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