Voyager 1 schickt plötzlich massenhaft gute Daten zur Erde

Ein fehlerhafter Bordcomputer sorgt dafür, dass Voyager 1 nur noch Da­ten­müll zur Erde sendet. Jüngst versuchte das Flugteam, die Systeme wieder flottzubekommen. Danach folgte eine Übertragung aus den Tiefen des Alls, aus der man zunächst nicht ganz schlau wird.
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NASA

Das Voyager-Dilemma: Der verdrehte Computer

Seit Ende November sendet Voyager 1 keine nutzbaren Daten mehr, die NASA empfängt nur noch ein sich wiederholendes Muster von Einsen und Nullen. Am ersten März hatte das Flugteam mit einem sogenannten "Poke"-Befehl versucht, den betroffenen Bordcomputer wiederzubeleben. Das System wird damit aufgefordert, zufällige Sequenzen in seinem Softwarepaket auszuprobieren, um das Problem zu umgehen.

Am 3. März konnte das Team dann feststellen, dass sich Teile der Übertragung von Voyager 1 tatsächlich verändert hatten. Allerdings: Auch das neue Signal entsprach nicht dem Format, das der Bordcomputer, das Flight Data System (FDS), bei normaler Funktion wählen würde. "Das Team war sich zunächst nicht sicher, was es damit anfangen sollte", so die NASA in ihrem Bericht.

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Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Die Lösung des Rätsels hat man dann einem einzigen Mitarbeiter zu verdanken, der als Spezialist wohl genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Ein Ingenieur des Deep Space Network, einem Antennen-Netzwerk, das die NASA zur Kommunikation mit seinen Sonden im Sonnensystem nutzt, konnte das "komische" Signal decodieren.

Zur großen Überraschung des Teams hatte Voyager 1 den gesamten FDS-Speicher ausgelesen und zur Erde geschickt. Damit hat man sozusagen per Zufall einen perfekten Ansatzpunkt für die weitere Fehlersuche. Im nächsten Schritt kann das Team das Speicherabbild mit Daten vergleichen, die man vor Aufkommen des Problems gesammelt hatte. Eine endgültige Lösung des Problems wird aber noch dauern.

Zusammenfassung
  • Voyager 1 sendet seit November nur Datenmüll zur Erde
  • Flugteam versucht die Systeme der Sonde zu reparieren
  • "Poke"-Befehl am 1. März zur Wiederbelebung des Bordcomputers
  • Veränderte Signale am 3. März, aber nicht im normalen Format
  • Ein Spezialist des Deep Space Network entschlüsselt Signal
  • FDS-Speicher der Sonde wurde komplett zur Erde übertragen
  • Vergleich des Speicherabbilds mit früheren Daten geplant

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