Störung: NASA-Sonde Voyager 1 kann nicht nach Hause telefonieren
Die Erde und Voyager 1 verstehen sich aktuell nicht gut. Wie die NASA mitteilt, empfängt die Sonde zwar noch Befehle, kann sich aber nicht zurückmelden. Die Ingenieure arbeiten an einer Lösung, um den fehlerhaften Bordcomputer am Rand des Sonnensystems flottzumachen.
Der Fehler, der aktuell die Kommunikation erschwert, steckt im sogenannten Flight Data System (FDS). Aus bisher unbekanntem Grund verweigert der Computer die Weiterleitung der Daten an die Telekommunikationseinheit (TMU). "Infolgedessen werden keine wissenschaftlichen oder technischen Daten zur Erde zurückgeschickt", so die NASA. Wichtig für den Betrieb: Befehle von der Erde führt die Sonde weiterhin ohne Probleme aus.
Schwierig ist die Arbeit auch deshalb, da die Befehle der Missionskontrolleure von der Erde Voyager 1 mittlerweile erst nach 22,5 Stunden erreichen. Um zu überprüfen, ob eine Anpassung den gewünschten Effekt hat, muss das Ingenieursteam also 45 Stunden warten, bis die Signale die 24 Milliarden Kilometer weitere Reise geschafft haben.
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Kreatives Schadensmanagement
Voyager 1 ist seit über 46 Jahren in Betrieb, mit den Jahren mussten die NASA immer wieder kreativ werden, wenn es um den Ausfall von Bordsystemen geht. Mittlerweile wurden verschiedene Subsysteme abgeschaltet, um Energie für kritische Systeme und wissenschaftliche Instrumente zu sparen. Jetzt müssen sich die Ingenieure über einen der drei Bordcomputer den Kopf zerbrechen.Der Fehler, der aktuell die Kommunikation erschwert, steckt im sogenannten Flight Data System (FDS). Aus bisher unbekanntem Grund verweigert der Computer die Weiterleitung der Daten an die Telekommunikationseinheit (TMU). "Infolgedessen werden keine wissenschaftlichen oder technischen Daten zur Erde zurückgeschickt", so die NASA. Wichtig für den Betrieb: Befehle von der Erde führt die Sonde weiterhin ohne Probleme aus.
Spannende Fehlersuche
Im FDS fließen neben wissenschaftlichen Daten auch technische Daten über die Gesundheit und den Zustand des Raumfahrzeugs zusammen. All diese Informationen werden dann in ein Datenpaket verpackt und zur Erde geschickt. Doch jüngst kam bei der NASA nur noch ein "sich wiederholendes Muster von Einsen und Nullen" an, die Übertragung schien "festzustecken."Lange Leitung
Aktuell ist man sich sicher, dass nicht das Übertragungssystem selbst, sondern das FDS hier die Ursache ist. Ein Neustart am letzten Wochenende brachte nicht den gewünschten Erfolg. Die Entwicklung eines neuen Plans wird laut der US-Weltraumagentur jetzt wohl einige Wochen in Anspruch nehmen.Schwierig ist die Arbeit auch deshalb, da die Befehle der Missionskontrolleure von der Erde Voyager 1 mittlerweile erst nach 22,5 Stunden erreichen. Um zu überprüfen, ob eine Anpassung den gewünschten Effekt hat, muss das Ingenieursteam also 45 Stunden warten, bis die Signale die 24 Milliarden Kilometer weitere Reise geschafft haben.
Zusammenfassung
- Erde und Voyager 1 haben Kommunikationsprobleme
- NASA-Ingenieure suchen Fehler im Bordcomputer
- Fehler im Flight Data System stört Datenweiterleitung
- Befehle von der Erde werden von Sonde ausgeführt
- Neustart des Systems brachte keine Lösung
- Befehle brauchen mittlerweile 22,5 Stunden zur Sonde
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