Voyager 1: Ursache für Probleme wurde gefunden, Fix ist wohl möglich

Voyager 1 ist das am weitesten von der Erde entfernte, von Menschen gebaute Objekt und die NASA steht auch 47 Jahre nach Start mit der Sonde in Kontakt. Zuletzt gab es Probleme mit der Kommunikation, da Voyager 1 nur Datenmüll sendet. Nun wurde die Ursache gefunden.
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Voyager 1 sendet noch, aber derzeit nur Datenmüll

Die Raumsonde Voyager 1 ist eine der größten Erfolgsgeschichten der NASA, denn das Raumfahrzeug, das sich mittlerweile über 24 Milliarden Kilometer von der Erde befindet, ist seit knapp einem halben Jahrhundert im Weltall unterwegs - und sendet immer noch. Das Problem dabei ist mittlerweile jedoch, dass die Daten nicht länger brauchbar sind. Seit Wochen und Monaten versuchen die Wissenschaftler bei der NASA sowie dem berühmten Jet Propulsion Laboratory (JPL), den Grund dafür und auch eine Lösung zu finden.

Dem ist man nun einen entscheidenden Schritt näher gekommen: Denn die NASA hat per Blogbeitrag bekannt gegeben, dass man nun den Grund für die Probleme bei der Datenübertragung gefunden hat: "Ingenieure haben bestätigt, dass ein kleiner Teil des Speichers in einem der Computer an Bord der NASA-Raumsonde Voyager 1 seit November letzten Jahres dazu geführt hat, dass die Sonde unlesbare wissenschaftliche und technische Daten zur Erde gesendet hat."

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Die NASA erklärt, dass es sich dabei um das so genannte Flugdaten-Subsystem (FDS) handelt. Dieses ist für die Zusammenstellung der wissenschaftlichen und technischen Daten der Sonde verantwortlich, diese werden dann in weiterer Folge von der Telemetrie-Modulationseinheit (TMU) und dem Funksender zur Erde übertragen.

Anfang März wurde hierzu ein "Poke"-Kommando an die Sonde geschickt, dieses hat Voyager 1 angewiesen, einen Readout des FDS-Speichers zur Erde zu senden. Das gelang auch und anhand dieser Daten konnte man bestätigen, dass etwa drei Prozent des FDS-Speichers beschädigt sind und den Computer daran hindern, normale Operationen auszuführen.

Es besteht Hoffnung

Das JPL-Team vermutet, dass ein einzelner Chip hier nicht länger funktioniert, warum das genau der Fall ist, kann man aus der Entfernung aber nicht sagen. Man hofft aber, das Problem beheben zu können: "Auch wenn es Wochen oder Monate dauern kann, sind die Ingenieure optimistisch, einen Weg zu finden, wie das FDS ohne die unbrauchbare Speicherhardware normal funktionieren kann, damit Voyager 1 wieder wissenschaftliche und technische Daten liefern kann."

Zusammenfassung
  • Voyager 1 sendet seit 47 Jahren Daten zur Erde
  • Aktuell kommen nur unbrauchbare Informationen an
  • NASA findet Ursache in beschädigtem Speicherteil
  • Flugdaten-Subsystem verantwortlich für Datenchaos
  • "Poke"-Kommando zeigt 3% des FDS-Speichers defekt
  • Möglicherweise einzelner Chip als Fehlerquelle
  • NASA-Ingenieure suchen nach Lösung für Problem

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