Überwachungskamera: 13.000 User konnten fremde Haushalte einsehen
Die US-Firma Wyze, ein Anbieter von Sicherheitskameras mit Internetanbindung, hatte jüngst ein drastisches Sicherheitsproblem. Weit über 10.000 Kunden konnten aufgrund eines Fehlers Vorschaubilder dessen sehen, was in den Haushalten anderer Nutzer vor sich ging.
Zwischenzeitlich hatte Wyze-Gründer David Crosby persönlich bestätigt, dass man Probleme hatte. Anfangs schienen die Symptome wohl nicht ganz so drastisch, wie von manchen Nutzern behauptet. Einige Nutzer hätten Vorschaubilder (Thumbnails) von fremden Kameras in der Ereignisübersicht der Web-Plattform von Wyze sehen können, hieß es nur.
Crosby schrieb dazu zunächst in einem Foreneintrag, dass die Server des Unternehmens in Folge eines Ausfalls bei dem Cloud-Dienstleister Amazon Web Services überlastet wurden, wodurch einige Nutzerdaten Schaden nahmen. Ein Sicherheitsproblem, das durch den AWS-Ausfall entstand, sorgte dann dafür, dass Vorschaubilder von fremden Kameras in der Ereignisübersicht von bestimmten Nutzern auftauchten.
Gegenüber US-Medien gab Wyze in einer E-Mail zu Protokoll, dass insgesamt rund 13.000 User die Möglichkeit hatten, Thumbnails der Kamera-Feeds von anderen Nutzern einzusehen. In gut 1500 Fällen hätten die Nutzer die Vorschaubilder auch angeklickt. Sie hätten so eine größere Vorschau des jeweiligen fremden Video-Feeds einsehen können. In "einigen Fällen" sei es allerdings auch möglich gewesen, das Video des jeweiligen Ereignisses anzusehen.
Ursache des Problems war angeblich, dass nach dem Ausfall bei Amazon eine Vielzahl von Wyze-Kameras gleichzeitig neu startete, wodurch es zu einer Überlastung einer von einem Zulieferer stammenden Cache-Lösung gekommen sei. Dadurch sei die Zuordnung der jeweiligen Kameras zu den Nutzern durcheinander gekommen, weshalb manche Nutzer dann fremde Vorschaubilder oder teilweise vereinzelt eben auch Videos einsehen konnten.
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Siehe auch:
Wenn die Sicherheitslösung unsicher ist
Die Sicherheitskameras von Wyze sind in Deutschland nicht offiziell erhältlich - in den USA sind sie aber durchaus erfolgreich im Handel. Jüngst meldeten jetzt zahlreiche Nutzer von Wyze-Kameras, dass sie anscheinend Zugriff auf die Kameras von Fremden erhielten und sogar über Ereignisse an fremden Kamerastandorten informiert wurden.Zwischenzeitlich hatte Wyze-Gründer David Crosby persönlich bestätigt, dass man Probleme hatte. Anfangs schienen die Symptome wohl nicht ganz so drastisch, wie von manchen Nutzern behauptet. Einige Nutzer hätten Vorschaubilder (Thumbnails) von fremden Kameras in der Ereignisübersicht der Web-Plattform von Wyze sehen können, hieß es nur.
Crosby schrieb dazu zunächst in einem Foreneintrag, dass die Server des Unternehmens in Folge eines Ausfalls bei dem Cloud-Dienstleister Amazon Web Services überlastet wurden, wodurch einige Nutzerdaten Schaden nahmen. Ein Sicherheitsproblem, das durch den AWS-Ausfall entstand, sorgte dann dafür, dass Vorschaubilder von fremden Kameras in der Ereignisübersicht von bestimmten Nutzern auftauchten.
Problem erst kleingeredet, dann Riesenlücke entdeckt
Zu keinem Zeitpunkt sei es möglich gewesen, tatsächlich die Videostreams von anderen Personen einzusehen, beteuerte Crosby. Wyze habe insgesamt nur 14 derartige Fälle nachweisen können, bevor man die Ereignisübersicht ganz abschaltete. Inzwischen hat sich aber herausgestellt, dass das Problem dann doch wesentlich größere Ausmaße hatte, als zunächst angenommen.Gegenüber US-Medien gab Wyze in einer E-Mail zu Protokoll, dass insgesamt rund 13.000 User die Möglichkeit hatten, Thumbnails der Kamera-Feeds von anderen Nutzern einzusehen. In gut 1500 Fällen hätten die Nutzer die Vorschaubilder auch angeklickt. Sie hätten so eine größere Vorschau des jeweiligen fremden Video-Feeds einsehen können. In "einigen Fällen" sei es allerdings auch möglich gewesen, das Video des jeweiligen Ereignisses anzusehen.
Ursache des Problems war angeblich, dass nach dem Ausfall bei Amazon eine Vielzahl von Wyze-Kameras gleichzeitig neu startete, wodurch es zu einer Überlastung einer von einem Zulieferer stammenden Cache-Lösung gekommen sei. Dadurch sei die Zuordnung der jeweiligen Kameras zu den Nutzern durcheinander gekommen, weshalb manche Nutzer dann fremde Vorschaubilder oder teilweise vereinzelt eben auch Videos einsehen konnten.
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Zusammenfassung
- Wyze-Kameras hatten Sicherheitslücke mit fremden Bildern
- Nutzer sahen Vorschaubilder von anderen Haushalten
- Wyze in Deutschland nicht verfügbar, in USA erfolgreich
- Gründer bestätigte Problem nach AWS-Ausfall
- 14 Fälle bekannt, dann Abschaltung der Ereignisübersicht
- Rund 13.000 User konnten fremde Thumbnails sehen
- 1500 Klicks auf fremde Vorschaubilder, teilweise Videos einsehbar
- Neustart vieler Kameras führte zu Cache-Überlastung
Siehe auch:
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