Vodafone kauft 250 Gigawattstunden Strom aus Offshore-Windpark

Der Telekommunikationskonzern Vodafone wird zum Großkunden eines kommenden Windparks in der Nordsee. Ab 2026 soll die Anlage, die durch den Energiekonzern RWE gebaut und betrieben wird, große Mengen Strom für das Mobilfunknetz des Unternehmens liefern.
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250 Gigawattstunden

Wie die Unternehmen heute mitteilten, geht es in dem Vertrag um den neuen Windpark "Kaskasi", der 35 Kilometer vor der Küste Helgolands entsteht. 38 Windkraftanlagen, die jeweils 107 Meter über dem Meeresspiegel der Nordsee in die Höhe ragen, sollen hier rund tausend Gigawattstunden Strom pro Jahr produzieren.

250 Gigawattstunden davon beabsichtigt Vodafone direkt abzunehmen. Die Menge reicht nach Angaben des Unternehmens aus, um 12.000 Mobilfunk-Stationen inklusive der nachgelagerten Technik zu betreiben. Der Vertrag zwischen Vodafone und RWE läuft über einen Zeitraum von zehn Jahren, um welches finanzielle Volumen es hier geht, teilten die Partner nicht mit.


"Wir freuen uns, Vodafone beim Umsetzen der ambitionierten Klimaschutzziele unterstützen zu können", sagte Ulf Kerstin, Chief Commercial Officer von RWE Supply & Trading. "Mit unseren grünen Energielösungen tragen wir dazu bei, dass die Energiewende auch bei unseren Industriekunden vorankommt. 'Kaskasi' ist unser mittlerweile sechster Windpark in der deutschen Nordsee. Und wir haben noch mehr vor - nördlich von Juist entwickeln wir derzeit das Nordseecluster. Dort entstehen in den nächsten Jahren weitere 1,6 Gigawatt."

Funk für den Windpark

Vodafone nimmt aber nicht nur Strom ab, sondern liefert auch die Technik zum Standort des Windparks. Dort sollen 5G-Mobilfunk-Anlagen auf einer Serviceplattform installiert werden. Damit Techniker und Windkraft-Experten, die täglich am Windpark arbeiten, mit Kollegen und der Familie kommunizieren können, wie es hieß.

Die Sendeanlage soll aber noch mehr leisten, denn dort arbeiten nicht nur Menschen. In Zukunft sollen über 5G beispielsweise auch Inspektionsdrohnen in Echtzeit gesteuert werden, um potenzielle technische Beeinträchtigungen an den riesigen Windrädern frühzeitig zu erkennen. Vernetzte Sensoren aus der Telemedizin können zudem die Sicherheit der Mitarbeitenden vor Ort erhöhen.

Zusammenfassung
  • Vodafone wird Großkunde eines Windparks in der Nordsee ab 2026
  • Windpark "Kaskasi" entsteht 35 km vor Helgolands Küste
  • 38 Windkraftanlagen sollen 1000 GWh Strom pro Jahr liefern
  • Vodafone plant, 250 GWh für Mobilfunkstationen zu nutzen
  • Vertragsdauer zwischen Vodafone und RWE beträgt zehn Jahre
  • RWE baut sechsten Windpark, plant weitere im Nordseecluster
  • Vodafone installiert 5G-Technik für Kommunikation und Drohnensteuerung

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