Milliardendeal geplatzt:
Amazon gibt Übernahme von iRobot auf
Die Übernahme des Saugroboter-Herstellers iRobot durch Amazon ist vom Tisch. Bedenken seitens der Europäischen Union und ein mögliches Veto der EU-Kommission haben dazu geführt, dass der Online-Händler vom 1,4 Milliarden US-Dollar schweren Deal zurücktritt.
"Die Kommission befürchtet, dass Amazon durch die Übernahme in der Lage wäre, den Wettbewerb auf dem Markt für Saugroboter zu beschränken", teilte die EU-Kommission bereits im Sommer 2023 mit. Man befürchtete, dass Angebote zukünftiger Wettbewerber von Amazons Verkaufsplattform ausgeschlossen oder diesen das "Works with Alexa"-Programm verwehrt werden könnte.
"Wir sind enttäuscht, dass die Übernahme von iRobot durch Amazon nicht zustande gekommen ist. Unangemessene und unverhältnismäßige regulatorische Hürden entmutigen Unternehmer, die in der Übernahme einen Weg zum Erfolg sehen sollten, und das schadet sowohl den Verbrauchern als auch dem Wettbewerb - also genau den Dingen, die die Regulierungsbehörden angeblich schützen wollen", sagte David Zapolsky, Amazon SVP und General Counsel.
iRobot-Gründer, CEO und Verwaltungsratschef Colin Angle tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Sein Chefjurist Glen Weinstein wird bis auf Weiteres den Posten als Geschäftsführer übernehmen. Zudem sollen bis Ende März 350 Mitarbeiter entlassen werden. An der Börse brach die Aktie des angeschlagenen Unternehmens zeitweilig um bis zu 20 Prozent ein.
Wer ist eigentlich iRobot? iRobot ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das sich auf die Herstellung von Robotern spezialisiert hat. Die bekanntesten Produkte von iRobot sind der Staubsaugerroboter Roomba und der Bodenreinigungsroboter Scooba, der jetzt als Braava bekannt ist. Ursprünglich produzierte iRobot auch Roboter für militärische Zwecke. Das Unternehmen wurde 1990 von den MIT-Absolventen Helen Greiner, Rodney Brooks und Colin Angle gegründet.
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Siehe auch:
- Amazon verzichtet auf iRobot-Übernahme
- EU-Bedenken stoppen 1,4 Milliarden-Deal
- Kommission befürchtet Wettbewerbsbeschränkung
- Amazon kritisiert regulatorische Hürden
- Kein offizielles EU-Veto, aber Andeutungen
- iRobot-CEO Colin Angle tritt zurück
- Aktie von iRobot fällt um bis zu 20 Prozent
"Ein Verlust für Verbraucher und Innovation"
Im Sommer 2022 kündigte Amazon an, den Hersteller der bekannten Roomba-Saugroboter für einst 1,7 Milliarden US-Dollar aufzukaufen. Doch der mittlerweile auf 1,4 Milliarden US-Dollar geschrumpfte Deal wird nicht zustande kommen. Ein Jahr nach der Ankündigung der Übernahmepläne äußerte sich die Europäische Union besorgt und leitete entsprechende Untersuchungen ein."Die Kommission befürchtet, dass Amazon durch die Übernahme in der Lage wäre, den Wettbewerb auf dem Markt für Saugroboter zu beschränken", teilte die EU-Kommission bereits im Sommer 2023 mit. Man befürchtete, dass Angebote zukünftiger Wettbewerber von Amazons Verkaufsplattform ausgeschlossen oder diesen das "Works with Alexa"-Programm verwehrt werden könnte.
"Wir sind enttäuscht, dass die Übernahme von iRobot durch Amazon nicht zustande gekommen ist. Unangemessene und unverhältnismäßige regulatorische Hürden entmutigen Unternehmer, die in der Übernahme einen Weg zum Erfolg sehen sollten, und das schadet sowohl den Verbrauchern als auch dem Wettbewerb - also genau den Dingen, die die Regulierungsbehörden angeblich schützen wollen", sagte David Zapolsky, Amazon SVP und General Counsel.
Neuer CEO, Sparplan und Entlassungen
Ein offizielles Veto gegen die iRobot-Übernahme wurde seitens der EU nicht ausgesprochen, stand der Nachrichtenagentur Reuters zufolge jedoch im Raum. Somit war abzusehen, dass Amazons Zukauf nicht ohne umfangreiche Verhandlungen durchgewinkt wird. iRobot bleibt weiterhin unabhängig, zieht allerdings Konsequenzen aus dem gescheiterten Milliardendeal.iRobot-Gründer, CEO und Verwaltungsratschef Colin Angle tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Sein Chefjurist Glen Weinstein wird bis auf Weiteres den Posten als Geschäftsführer übernehmen. Zudem sollen bis Ende März 350 Mitarbeiter entlassen werden. An der Börse brach die Aktie des angeschlagenen Unternehmens zeitweilig um bis zu 20 Prozent ein.
Wer ist eigentlich iRobot? iRobot ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das sich auf die Herstellung von Robotern spezialisiert hat. Die bekanntesten Produkte von iRobot sind der Staubsaugerroboter Roomba und der Bodenreinigungsroboter Scooba, der jetzt als Braava bekannt ist. Ursprünglich produzierte iRobot auch Roboter für militärische Zwecke. Das Unternehmen wurde 1990 von den MIT-Absolventen Helen Greiner, Rodney Brooks und Colin Angle gegründet.
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Siehe auch:
- Dyson schmort durch: Akkusauger-Fiasko bei Stiftung Warentest
- S8 Max V Ultra: Roborock stellt sein neues Saugroboter-Topmodell vor
- Samsung Jet Bot: Next-Gen Saugroboter dampft den Dreck einfach weg
- Stiftung Warentest: Fast alle Saugroboter versagen im Test
- Eureka E10s ausprobiert: beutelloser Saugroboter mit LiDAR-Sensoren
Thema:
Stefan TrunzikLeitender Redakteur bei WinFuture.de
IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.
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