Roboter-Pionier iRobot muss jetzt endgültig in die Insolvenz
Der US-amerikanische Haushaltsroboter-Pionier iRobot steht nun endgültig vor dem Aus. Das Unternehmen hat Insolvenz angemeldet. Eine Abwicklung dürfte nur noch mit einem grundlegenden Eigentümerwechsel abzuwenden sein.
Kern der Vereinbarung ist, dass der chinesische Staubsaugerhersteller Shenzhen PICEA Robotics, zugleich Hauptzulieferer und Kreditgeber von iRobot, gemeinsam mit der Investmentgesellschaft Santrum Hong Kong künftig die Geschicke des Unternehmens bestimmen wird. Nach Abschluss der Restrukturierung soll Shenzhen PICEA sämtliche Anteile an der neu aufgestellten Gesellschaft erhalten. Für bestehende Aktionäre bedeutet dies einen vollständigen Verlust: Die bisherigen Stammaktien werden im Rahmen des Insolvenzplans wertlos.
Nach Angaben des Unternehmens soll der Geschäftsbetrieb trotz des Insolvenzverfahrens ohne Unterbrechung fortgeführt werden. iRobot betont, man wolle weiterhin alle Verpflichtungen gegenüber den Beschäftigten erfüllen und Lieferanten sowie andere Gläubiger während des gerichtlichen Verfahrens vollständig und fristgerecht bezahlen. Ziel sei es, die Marke und das operative Geschäft langfristig zu sichern.
Vorstandschef Gary Cohen sprach von einem entscheidenden Schritt für die Zukunft des Unternehmens. Die nun getroffene Lösung schaffe die Voraussetzungen, um iRobot finanziell zu stabilisieren und unter neuer Eigentümerstruktur neu auszurichten.
iRobot wurde 1990 von drei Ingenieuren des Massachusetts Institute of Technology gegründet und entwickelte sich rasch zu einem der bekanntesten Hersteller von Haushaltsrobotern. Nach eigenen Angaben verkaufte das Unternehmen im Laufe seiner Geschichte mehr als 50 Millionen Geräte, insbesondere Saugroboter. Seit 2021 geriet das Geschäft jedoch zunehmend unter Druck, unter anderem durch Probleme in den Lieferketten und den wachsenden Wettbewerb.
Zusätzliche Hoffnung auf eine Wende zerschlug sich 2023, als die geplante Übernahme durch den Onlinehändler Amazon scheiterte. Regulatorische Bedenken verhinderten damals den Abschluss des Deals. Nun soll die Restrukturierung unter chinesischer Führung den Fortbestand des Unternehmens sichern.
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Kontrolle geht nach China
Das Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Massachusetts teilte mit, dass es beim Insolvenzgericht im Bezirk Delaware ein Verfahren nach Chapter 11 eingeleitet habe. Grundlage ist eine bereits ausgehandelte Vereinbarung zur finanziellen Neuordnung, die vorsieht, die Kontrolle über iRobot an seine wichtigsten Geldgeber zu übertragen, berichtete die US-Nachrichtenagentur Bloomberg.Kern der Vereinbarung ist, dass der chinesische Staubsaugerhersteller Shenzhen PICEA Robotics, zugleich Hauptzulieferer und Kreditgeber von iRobot, gemeinsam mit der Investmentgesellschaft Santrum Hong Kong künftig die Geschicke des Unternehmens bestimmen wird. Nach Abschluss der Restrukturierung soll Shenzhen PICEA sämtliche Anteile an der neu aufgestellten Gesellschaft erhalten. Für bestehende Aktionäre bedeutet dies einen vollständigen Verlust: Die bisherigen Stammaktien werden im Rahmen des Insolvenzplans wertlos.
Nach Angaben des Unternehmens soll der Geschäftsbetrieb trotz des Insolvenzverfahrens ohne Unterbrechung fortgeführt werden. iRobot betont, man wolle weiterhin alle Verpflichtungen gegenüber den Beschäftigten erfüllen und Lieferanten sowie andere Gläubiger während des gerichtlichen Verfahrens vollständig und fristgerecht bezahlen. Ziel sei es, die Marke und das operative Geschäft langfristig zu sichern.
Vorstandschef Gary Cohen sprach von einem entscheidenden Schritt für die Zukunft des Unternehmens. Die nun getroffene Lösung schaffe die Voraussetzungen, um iRobot finanziell zu stabilisieren und unter neuer Eigentümerstruktur neu auszurichten.
Große Geschichte
Bereits seit mehreren Jahren kämpft der Pionier der Haushaltsrobotik mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Schon vor Monaten hatte das Unternehmen vor einer möglichen Insolvenz gewarnt. Auslöser waren anhaltende Umsatzrückgänge sowie eine angespannte Finanzlage. In diesem Zusammenhang hatte Shenzhen PICEA einen Großteil der iRobot-Schulden vom Finanzinvestor Carlyle Group übernommen. Parallel dazu liefen Gespräche über frisches Kapital und den Umgang mit den bestehenden Verbindlichkeiten.iRobot wurde 1990 von drei Ingenieuren des Massachusetts Institute of Technology gegründet und entwickelte sich rasch zu einem der bekanntesten Hersteller von Haushaltsrobotern. Nach eigenen Angaben verkaufte das Unternehmen im Laufe seiner Geschichte mehr als 50 Millionen Geräte, insbesondere Saugroboter. Seit 2021 geriet das Geschäft jedoch zunehmend unter Druck, unter anderem durch Probleme in den Lieferketten und den wachsenden Wettbewerb.
Zusätzliche Hoffnung auf eine Wende zerschlug sich 2023, als die geplante Übernahme durch den Onlinehändler Amazon scheiterte. Regulatorische Bedenken verhinderten damals den Abschluss des Deals. Nun soll die Restrukturierung unter chinesischer Führung den Fortbestand des Unternehmens sichern.
Zusammenfassung
- US-Haushaltsroboter-Pionier iRobot hat Insolvenzverfahren eingeleitet
- Kontrolle geht an chinesischen Staubsaugerhersteller Shenzhen PICEA über
- Aktuelle Aktionäre verlieren ihre Anteile komplett ohne Entschädigung
- Trotz Insolvenz sollen Geschäftsbetrieb und Verpflichtungen fortgeführt werden
- Umsatzrückgänge und die gescheiterte Amazon-Übernahme schwächten das Unternehmen
- Der 1990 gegründete Hersteller verkaufte mehr als 50 Millionen Roboter
- Chinesische Führung soll nun den Fortbestand des Unternehmens sichern
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