Mondlander Peregrine wird heute Abend in der Atmosphäre verglühen

Die Reise des Mondlanders Peregrine ist zwar gescheitert und doch gab es Aspekte, die man als Erfolg bezeichnen kann. Denn es gelang, das Raumgefährt trotz eines Treibstofflecks zu stabilisieren, sodass diverse Experimente durchgeführt werden konnten. Doch bald ist Schluss.
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Astrobotic

Erfolg im Misserfolg

Ursprünglich sollte der Peregrine-Mondlander des Raumfahrtunternehmens Astrobotic als erste private Mission auf dem Erdtrabanten aufsetzen, doch bereits kurz nach dem Start ins All war klar, dass das nicht gelingen wird. Denn ein Treibstoffproblem verhinderte die geplante Weiterreise. Dem Team auf der Erde gelang es dennoch, das Raumschiff zu stabilisieren und all jene wissenschaftlichen Experimente durchzuführen, bei denen das einen Sinn ergab.

Doch nach rund zehn Tagen wird Peregrine Geschichte sein: Denn wie Astrobotic bekannt gab, wird der Mondlander heute auf die Erde stürzen und weitgehend in der Erdatmosphäre verglühen. Es handelt sich dabei um einen kontrollierten Absturz, das Bodenzentrum hat als Absturzstelle ein Gebiet in der Nähe der Pazifikinsel Fidschi gewählt.


Konkret ist der Wiedereintritt für heute vorgesehen, laut einer Mitteilung von Astrobotic wird das um etwa 22 Uhr mitteleuropäischer Zeit der Fall sein: "Ein sicherer Wiedereintritt hat für uns oberste Priorität. Deshalb hat das Team ein zweistufiges Manöver entwickelt, um das Raumschiff zu bewegen und seine geplante Flugbahn zu ändern."

Konkret werden dabei im ersten Schritt die Haupttriebwerke gezündet. Diese sind aber beschädigt worden, weshalb man eine Reihe an sehr kurzen Zündungen durchführen wird. Das dient dazu, eine Überhitzung zu vermeiden. "Zweitens haben wir die Lage des Raumschiffs so angepasst, dass die Kraft, die durch den auslaufenden Treibstoff verursacht wurde, uns in Richtung des Südpazifiks trieb."

Zusammenfassung
  • Peregrine-Mondlander stabilisiert, trotz Treibstofflecks
  • Einige Experimente konnten durchgeführt werden
  • Geplante Mondlandung durch Treibstoffproblem verhindert
  • Peregrine wird kontrolliert auf Erde stürzen
  • Absturzstelle nahe Pazifikinsel Fidschi gewählt
  • Wiedereintritt für 22 Uhr mitteleuropäischer Zeit geplant

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