Ein wenig utopisch: Britische Regierung legt Kernkraft-Roadmap vor
Die britische Regierung hat jetzt eine Roadmap vorgelegt, nach der man die Stromerzeugung mit Kernenergie vervierfachen will. Dabei setzt man teils auf Konzepte, die sich schon jetzt als kostenintensiv herausstellen, und auch auf bislang nicht erprobte Technologien.
Dies deutet bereits darauf hin, dass der Staat sich bereit zeigen wird, selbst auch ordentlich Geld in die Hand zu nehmen. Anders ließe sich ein solches Vorhaben auch nicht umsetzen, da neue Atomkraftwerke nie in der Lage sein werden, Strom zu Preisen anzubieten, die auf dem Markt wettbewerbsfähig sind. Auch beim aktuell einzigen AKW-Bauprojekt Hinkley Point C wurde die Umsetzung vor vielen Jahren erst in Angriff genommen, als der Staat Abnahmegarantien zu Mindestpreisen gab - und seitdem sind insbesondere die Erneuerbaren noch deutlich billiger geworden.
Neben klassischen Großkraftwerken setzt die britische Regierung in ihrer Roadmap aber auch auf alternative Bauformen. So sollen beispielsweise Small Modular Reactors (SMR) Teil der Strategie sein. Hier begibt man sich allerdings auf völlig unbekanntes Gelände. Solche Klein-AKW gibt es bisher nur auf dem Papier, der Bau eines ersten Prototyps wurde in den USA gestoppt, weil die Kosten bereits in einer frühen Phase komplett aus dem Ruder liefen.
Letzteres ist aktuell in Frankreich bereits zu beobachten. Der AKW-Betreiber EDF ist inzwischen so hoch verschuldet, dass der Staat einspringen musste, um wenigstens den Betrieb der laufenden Anlagen sicherzustellen. Trotzdem sollen neue Kraftwerke gebaut werden, wobei auch hier noch völlig unklar ist, wie das finanziert werden soll.
Siehe auch:
Alle fünf Jahre ein neues AKW
Laut den jetzt veröffentlichten Planungen will es die britische Regierung in die Wege leiten, die Kraftwerkskapazitäten bis zum Jahr 2050 von derzeit 6 auf dann 24 Gigawatt auszubauen. Damit dies funktioniert, soll der Staat für Investitions-Rahmenbedingungen sorgen, die dazu führen, dass ab 2030 alle fünf Jahre ein neues Kernkraftwerk mit 3 bis 7 Gigawatt Leistung gebaut wird.Dies deutet bereits darauf hin, dass der Staat sich bereit zeigen wird, selbst auch ordentlich Geld in die Hand zu nehmen. Anders ließe sich ein solches Vorhaben auch nicht umsetzen, da neue Atomkraftwerke nie in der Lage sein werden, Strom zu Preisen anzubieten, die auf dem Markt wettbewerbsfähig sind. Auch beim aktuell einzigen AKW-Bauprojekt Hinkley Point C wurde die Umsetzung vor vielen Jahren erst in Angriff genommen, als der Staat Abnahmegarantien zu Mindestpreisen gab - und seitdem sind insbesondere die Erneuerbaren noch deutlich billiger geworden.
Neben klassischen Großkraftwerken setzt die britische Regierung in ihrer Roadmap aber auch auf alternative Bauformen. So sollen beispielsweise Small Modular Reactors (SMR) Teil der Strategie sein. Hier begibt man sich allerdings auf völlig unbekanntes Gelände. Solche Klein-AKW gibt es bisher nur auf dem Papier, der Bau eines ersten Prototyps wurde in den USA gestoppt, weil die Kosten bereits in einer frühen Phase komplett aus dem Ruder liefen.
Es wird teuer
Nach allen Erfahrungen der vergangenen Jahre scheint die Energie-Strategie der britischen Regierung somit auf zwei mögliche Ergebnisse hinauszulaufen: Entweder die Roadmap wird irgendwann in aller Stille wieder zu Akten gelegt, oder der Steuerzahler wird zukünftig ordentlich zur Kasse gebeten.Letzteres ist aktuell in Frankreich bereits zu beobachten. Der AKW-Betreiber EDF ist inzwischen so hoch verschuldet, dass der Staat einspringen musste, um wenigstens den Betrieb der laufenden Anlagen sicherzustellen. Trotzdem sollen neue Kraftwerke gebaut werden, wobei auch hier noch völlig unklar ist, wie das finanziert werden soll.
Zusammenfassung
- Britische Regierung plant Vervierfachung der Kernenergie
- Stromerzeugung soll von 6 auf 24 Gigawatt bis 2050 steigen
- Staatliche Rahmenbedingungen für Bau neuer AKWs ab 2030
- Neue Atomkraftwerke nicht wettbewerbsfähig ohne staatliche Hilfe
- Einsatz von Small Modular Reactors (SMR) trotz hoher Kosten
- Roadmap könnte scheitern oder Steuerzahler stark belasten
- Frankreichs AKW-Betreiber EDF zeigt Risiken staatlicher Unterstützung
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