NASA prüft erste interstellare Mission zu einem Exoplaneten
Seit langer Zeit beschäftigen sich Menschen mit der Frage, wie man eine Raumfahrtmission zu einem Planeten, der um einen anderen Stern kreist, durchführen könnte. Die US-Raumfahrtbehörde NASA findet ein Konzept nun schlüssig genug, um es genauer zu erkunden.
Das Ziel der Mission soll Proxima Centauri, beziehungsweise der dort entdeckte Gesteinsplanet Proxima b, sein. Die Distanz dorthin beträgt 4,25 Lichtjahre, womit Proxima Centauri der am nächsten befindliche Stern überhaupt ist. Trotz der relativen kosmischen Nähe müssen aber eben rund 40 Billionen Kilometer überbrückt werden. Zum Vergleich: Die Raumsonde Voyager 1 ist inzwischen 46 Jahre unterwegs und schaffte es nach 24 Milliarden absolvierten Kilometern an die äußere Grenze unseres eigenen Sonnensystems.
Wenn man also eine herkömmliche Raumsonde auf den Weg schicken würde, die man mit einer Rakete auf ähnliche 61.500 km/h beschleunigt, dauert die Reise viel zu lange. Eine deutlich höhere Geschwindigkeit ließe sich nur erreichen, wenn man noch riesige, zusätzliche Mengen Treibstoff mitnimmt - und selbst dann bleibt der Zeitrahmen viel zu groß. Hinzu kommt, dass niemand genau weiß, welche Gefahren unterwegs lauern, die Chance, dass eine einzelne Raumsonde nie ihr Ziel erreicht, ist daher groß.
Die kleinen Sonden würden jeweils über ein eigenes kleines Lichtsegel verfügen. Ihr Antrieb würde dann in unserem Sonnensystem platziert werden: Es handelt sich um einen rund 100 Gigawatt starken Laser, der Photonen in die Lichtsegel der Sonden feuert. Allein dessen Leistung ist enorm, was das ganze Projekt auch recht teuer macht. Die Forscher rechnen hier grob mit einem Bedarf an rund 100 Milliarden Dollar für Entwicklung und Umsetzung.
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Raketen sind zu lahm
Die Idee mit dem Titel "Swarming Proxima Centauri", die von Forschern der Space Initiatives und der Initiative for Interstellar Studies (i4is) entwickelt wurde, ist jetzt im Rahmen des 'NASA Innovative Advanced Concepts' (NIAC) für die Entwicklungsphase I ausgewählt worden, berichtet Universe Today. Das bedeutet, dass das Konzept einer ersten tieferen Prüfung über eine praktische Umsetzbarkeit unterzogen wird. Man könnte auch sagen: Die NASA erklärte erst einmal offiziell, dass es nicht völlig unrealistischer Quatsch ist.Das Ziel der Mission soll Proxima Centauri, beziehungsweise der dort entdeckte Gesteinsplanet Proxima b, sein. Die Distanz dorthin beträgt 4,25 Lichtjahre, womit Proxima Centauri der am nächsten befindliche Stern überhaupt ist. Trotz der relativen kosmischen Nähe müssen aber eben rund 40 Billionen Kilometer überbrückt werden. Zum Vergleich: Die Raumsonde Voyager 1 ist inzwischen 46 Jahre unterwegs und schaffte es nach 24 Milliarden absolvierten Kilometern an die äußere Grenze unseres eigenen Sonnensystems.
Wenn man also eine herkömmliche Raumsonde auf den Weg schicken würde, die man mit einer Rakete auf ähnliche 61.500 km/h beschleunigt, dauert die Reise viel zu lange. Eine deutlich höhere Geschwindigkeit ließe sich nur erreichen, wenn man noch riesige, zusätzliche Mengen Treibstoff mitnimmt - und selbst dann bleibt der Zeitrahmen viel zu groß. Hinzu kommt, dass niemand genau weiß, welche Gefahren unterwegs lauern, die Chance, dass eine einzelne Raumsonde nie ihr Ziel erreicht, ist daher groß.
Schneller Schwarm
Swarming Proxima Centauri setzt daher auf einen großen Schwarm winziger Sonden, die miteinander vernetzt sind. Hier wäre es kein Problem, wenn letztlich nur ein Teil auch wirklich am Ziel ankommt - die übrig gebliebenen Einheiten könnten immer noch genug Daten sammeln. Zudem lassen sich die nur wenige Gramm schweren Sonden ohne eigenen Antrieb bis in den Bereich relativistischer Geschwindigkeiten bringen - man rechnet hier mit 10 bis 20 Prozent der Lichtgeschwindigkeit, womit die Strecke bis Proxima b in 25 bis 42 Jahren zu bewältigen wäre.Die kleinen Sonden würden jeweils über ein eigenes kleines Lichtsegel verfügen. Ihr Antrieb würde dann in unserem Sonnensystem platziert werden: Es handelt sich um einen rund 100 Gigawatt starken Laser, der Photonen in die Lichtsegel der Sonden feuert. Allein dessen Leistung ist enorm, was das ganze Projekt auch recht teuer macht. Die Forscher rechnen hier grob mit einem Bedarf an rund 100 Milliarden Dollar für Entwicklung und Umsetzung.
Zusammenfassung
- NASA prüft "Swarming Proxima Centauri"-Konzept
- Mission zielt auf Proxima b, 4,25 Lichtjahre entfernt
- Konventionelle Sonden zu langsam für die Distanz
- Schwarm kleiner Sonden soll relativistische Geschwindigkeit erreichen
- Reisedauer zu Proxima b: 25 bis 42 Jahre
- Jede Sonde mit eigenem Lichtsegel ausgestattet
- Antrieb durch starken Laser, Kosten ca. 100 Milliarden Dollar
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