Perplexity: Startup möchte Google angreifen - erhält Geld von Bezos

Seit über einem Vierteljahrhundert ist Google inzwischen die unangefochtene Instanz bei der Websuche, und auch finanzkräftige Konkurrenten wie Microsoft konnten daran nichts ändern. Ein Startup sieht nun aber in KIs eine neue Chance - und bekommt mächtige Unterstützung.
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Großer Vertrauensvorschuss

Die Firma heißt Perplexity und besteht bislang nicht einmal zwei Jahre. Sie hat gerade einmal 40 Mitarbeiter und ihr Sitz ist noch immer ein Co-Working-Space in San Francisco. Das Produkt des Unternehmens, das es als Antwortmaschine bezeichnet, wird monatlich von etwa 10 Millionen Menschen genutzt.

Inzwischen sind Unterstützer mit stattlichen Ressourcen auf das Startup aufmerksam geworden: Neben einigen herkömmlichen Risikokapitalgebern steigt auch Amazon-Gründer Jeff Bezos in das Unternehmen ein. Gemeinsam stecken die Supporter jetzt erst einmal 74 Millionen Dollar in das Startup. Der Wert der Firma wird im Rahmen der Finanzierungsrunde bereits auf 520 Millionen Dollar taxiert, berichtet das Wall Street Journal.


Da stellt sich natürlich die Frage, was an Perplexity so besonders ist - denn an Versuchen, Google Konkurrenz zu machen, mangelt es nicht gerade. Und einige Wettbewerber setzen ebenfalls auf KI-Technologien. So arbeitet insbesondere auch Microsoft an einer entsprechenden Aufwertung seiner Suchmaschine Bing.

Ordentliche Nutzerentwicklung

Die Gründer von Perplexity erklärten, ihr Vorteil bestehe darin, dass sie die Fortschritte der KI nutzen, um direkte Antworten auf Suchanfragen zu geben, anstatt Links zu Websites zu liefern. "Wenn man die Frage einer Person direkt beantworten kann, braucht niemand diese 10 blauen Links", sagte Firmenchef Aravind Srinivas.

Und das scheint auch bei den Nutzern anzukommen. Laut Daten von Similarweb verzeichneten die Website und die mobilen Apps Perplexitys im letzten November 53 Millionen Besuche, gegenüber 2,2 Millionen bei der Einführung des Dienstes im Dezember 2022. Das Startup hat so gut wie nichts für traditionelles Marketing ausgegeben und verlässt sich bisher auf Mundpropaganda, um neue Nutzer zu gewinnen, so die Gründer.

Zusammenfassung
  • Google seit über 25 Jahren führend in Websuche
  • Startup Perplexity setzt auf KI für Suchanfragen
  • Perplexity hat 40 Mitarbeiter und sitzt in San Francisco
  • Jeff Bezos investiert in das junge Unternehmen
  • Firmenwert von Perplexity liegt bei 520 Mio. Dollar
  • Perplexity liefert direkte Antworten, nicht nur Links
  • Nutzerzahlen stiegen auf 53 Mio. Besuche im November

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