Haftbefehl: Ehemaliger Samsung-Mitarbeiter nach Chip-Leak gesucht
Ein ehemaliger Mitarbeiter des Elektronik-Herstellers Samsung wird sich demnächst mit dem südkoreanischen Rechtssystem auseinandersetzen müssen. Wegen der Weitergabe von Chip-Technologie wurde ein Haftbefehl gegen den nicht näher bekannten Ex-Mitarbeiter ausgestellt.
Der Mitarbeiter soll einem Bericht von CNA zufolge Informationen zu im 18-Nanometer-Verfahren gefertigten DRAM-Speicherchips an das chinesische Unternehmen Changxin Memory Technologies (CXMT) weitergegeben haben. Die südkoreanische Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass im Rahmen des Leaks ein Schaden in Höhe von bis zu 1,8 Milliarden Dollar entstanden sein könnte.
Südkorea möchte verstärkt gegen Industriespionage vorgehen. Deswegen wurde am Mittwoch ein Haftbefehl gegen den nicht namentlich genannten Ex-Angestellten beantragt. Ein Gericht hat dem Antrag dann am Freitag zugestimmt. Wo sich der Beschuldigte aufhält und ob der Prozess zeitnah beginnen könnte, bleibt offen. Infografik Mikrochips: Samsung und Intel dominieren den Halbleitermarkt
Bislang haben sich weder die südkoreanische Staatsanwaltschaft noch Samsung zu dem Vorfall geäußert und ein Statement abgegeben. Es handelt sich allerdings nicht um das erste Verfahren, das wegen Industriespionage gegen einen ehemaligen Samsung-Mitarbeiter geführt wird. Choi Jinseog wird beschuldigt, Informationen gestohlen und einem Kunden in China beim Aufbau einer Chipfabrik geholfen zu haben. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe jedoch und ist momentan gegen Kaution auf freiem Fuß.
Siehe auch:
Südkorea möchte verstärkt gegen Industriespionage vorgehen. Deswegen wurde am Mittwoch ein Haftbefehl gegen den nicht namentlich genannten Ex-Angestellten beantragt. Ein Gericht hat dem Antrag dann am Freitag zugestimmt. Wo sich der Beschuldigte aufhält und ob der Prozess zeitnah beginnen könnte, bleibt offen. Infografik Mikrochips: Samsung und Intel dominieren den Halbleitermarkt
Mitarbeiter wechselte schon 2016 zu CXMT
Der Ex-Mitarbeiter hat Samsung schon 2016 verlassen und zu CXMT gewechselt. Ob der Beschuldigte weiterhin für den in Hefei ansässigen Konzern arbeitet und in der Volksrepublik wohnt, ist unklar. Obwohl sich CXMT nicht direkt zu den Vorwürfen geäußert hat, betont das Unternehmen, geistige Eigentumsrechte zu respektieren und über einen Mechanismus zu verfügen, welcher den Zufluss von Informationen von Dritten verhindern soll.Bislang haben sich weder die südkoreanische Staatsanwaltschaft noch Samsung zu dem Vorfall geäußert und ein Statement abgegeben. Es handelt sich allerdings nicht um das erste Verfahren, das wegen Industriespionage gegen einen ehemaligen Samsung-Mitarbeiter geführt wird. Choi Jinseog wird beschuldigt, Informationen gestohlen und einem Kunden in China beim Aufbau einer Chipfabrik geholfen zu haben. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe jedoch und ist momentan gegen Kaution auf freiem Fuß.
Zusammenfassung
- Ex-Samsung-Mitarbeiter wird wegen Chip-Leak gesucht.
- Infos zu DRAM-Chips an chinesisches CXMT weitergegeben.
- Möglicher Schaden durch Leak bis 1,8 Milliarden Dollar.
- Haftbefehl am Mittwoch beantragt, Gericht stimmte zu.
- Aufenthaltsort des Beschuldigten bleibt unklar.
- CXMT betont Respekt vor geistigem Eigentum.
- Keine Stellungnahme von Staatsanwaltschaft und Samsung.
Siehe auch:
- Samsung Galaxy S24-Serie: Leak liefert erste offizielle Bilder & Infos
- Angst vor Leaks: Samsung verbietet den Einsatz von KI-Chatbots
- Samsung Galaxy S23 Ultra: Behörden-Leak verrät Hardware-Ausstattung
- Unpacked 2021: Samsung verdirbt sich selbst per Leak die Überraschung
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