UK: Erste Anlage macht CO2 aus der Luft direkt zu Flugzeugtreibstoff
In Großbritannien ist die erste Anlage in Betrieb genommen worden, die aus dem CO₂ in der Umgebungsluft Treibstoff für Flugzeuge herstellt. Allerdings dürfte die Technologie auch mit sicher kommenden Weiterentwicklungen in der Nische verharren.
Die neue Anlage wird pro Jahr rund 50 Tonnen Kohlendioxid aus der Atmosphäre ziehen und über verschiedene chemische Reaktionen zu synthetischem Kraftstoff umwandeln, der in herkömmlichen Flugzeugturbinen eingesetzt werden kann. Die Energie hierfür sollen Solarmodule liefern, wodurch gewährleistet ist, dass die Klimawirkung nicht durch den Energiebedarf wieder zunichtegemacht wird.
Bei der Entwicklung des Luft-Filtersystems habe man sich an der statt auf die üblichen CO₂-Wäscher-Methoden auf ein neues Verfahren konzentriert, das der Lunge ähnelt. Diese ist immerhin ziemlich effizient darin, gezielt bestimmte Gase auszutauschen. In dem eigentlichen Filtermodul arbeitet ein ionenselektiver elektrochemischer Trennungsprozess, der kontinuierlich arbeitet und das gewünschte Gas immer stärker konzentriert.
Die CO₂-Abscheidung gilt in manchen Kreisen als große Zukunftstechnologie, die gewährleisten soll, dass man weniger Maßnahmen ergreifen müsste, um den CO₂-Ausstoß zu reduzieren. Allerdings zeigen die praktischen Umsetzungen, dass solche Verfahren bestenfalls zum Einsatz kommen können, um die letzten Emissionen zu kompensieren, die sich bei aller Mühe nicht vermeiden lassen.
Denn die Mengen an CO₂, die solche Systeme letztlich aus der Luft holen können, sind recht begrenzt. Die 50 Tonnen der jetzt gestarteten Anlage sind angesichts dessen, dass jeder Deutsche aktuell für rund 11,6 Tonnen CO₂-Äquivalente verursacht, eine ziemlich überschaubare Menge.
Siehe auch:
50 Tonnen pro Jahr
Die Anlage arbeitet nach dem Prinzip der direkten Luftabscheidung (Direct Air Capture, DAC). Es wird also einfach Umgebungsluft angesaugt und das enthaltene Kohlendioxid herausgefiltert. Gebaut wurde das System von der Firma Mission Zero Technologies in Zusammenarbeit mit der Universität Sheffield.Die neue Anlage wird pro Jahr rund 50 Tonnen Kohlendioxid aus der Atmosphäre ziehen und über verschiedene chemische Reaktionen zu synthetischem Kraftstoff umwandeln, der in herkömmlichen Flugzeugturbinen eingesetzt werden kann. Die Energie hierfür sollen Solarmodule liefern, wodurch gewährleistet ist, dass die Klimawirkung nicht durch den Energiebedarf wieder zunichtegemacht wird.
Bei der Entwicklung des Luft-Filtersystems habe man sich an der statt auf die üblichen CO₂-Wäscher-Methoden auf ein neues Verfahren konzentriert, das der Lunge ähnelt. Diese ist immerhin ziemlich effizient darin, gezielt bestimmte Gase auszutauschen. In dem eigentlichen Filtermodul arbeitet ein ionenselektiver elektrochemischer Trennungsprozess, der kontinuierlich arbeitet und das gewünschte Gas immer stärker konzentriert.
Neues Verfahren
Auf diese Weise wird der Einsatz von Chemikalien wie Hydroxiden und Aminen zur CO₂-Abscheidung und die anschließende Verwendung hoher Temperaturen zur Entfernung des Gases aus ihnen im Konzentrationsschritt vermieden. Mission Zero Technologies erklärte, sein Ansatz verbrauche dreimal weniger Energie als frühere DAC-Methoden und verwende handelsübliche Komponenten, was den Bau solcher Systeme erleichtere.Die CO₂-Abscheidung gilt in manchen Kreisen als große Zukunftstechnologie, die gewährleisten soll, dass man weniger Maßnahmen ergreifen müsste, um den CO₂-Ausstoß zu reduzieren. Allerdings zeigen die praktischen Umsetzungen, dass solche Verfahren bestenfalls zum Einsatz kommen können, um die letzten Emissionen zu kompensieren, die sich bei aller Mühe nicht vermeiden lassen.
Denn die Mengen an CO₂, die solche Systeme letztlich aus der Luft holen können, sind recht begrenzt. Die 50 Tonnen der jetzt gestarteten Anlage sind angesichts dessen, dass jeder Deutsche aktuell für rund 11,6 Tonnen CO₂-Äquivalente verursacht, eine ziemlich überschaubare Menge.
Zusammenfassung
- Erste britische Anlage wandelt Luft-CO2 in Flugzeugtreibstoff um
- Technologie bleibt trotz Weiterentwicklung wahrscheinlich eine Nische
- Mission Zero Technologies entwickelt System mit Universität Sheffield
- Jährlich 50 Tonnen CO₂ werden zu synthetischem Kraftstoff verarbeitet
- Energie für den Prozess kommt von Solarmodulen, um Klimaneutralität zu sichern
- Neuer Filter nutzt elektrochemischen Trennungsprozess statt Chemikalien
- Abscheidungstechnologie als Ergänzung, nicht als Hauptlösung für CO₂-Problem
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