Lächerliche 7000-Dollar-Strafe für tödlichen Arbeitsunfall bei Amazon
Im Mai kam es in einem Amazon-Lager zu einem tragischen Unfall. Denn beim Versuch, ein Hindernis auf einem Förderband zu beseitigen, verunglückte ein Amazon-Arbeiter tödlich. Nun wurde bekannt, wie viel Bußgeld Amazon zahlen muss - und das sorgt für Empörung.
Denn der Versandhändler habe es versäumt, einen Arbeitsplatz zu gewährleisten, der "frei von anerkannten Gefahren ist, die zum Tod führen oder führen können". Das Problem: Die Strafe beträgt hier gerade einmal 7000 Dollar, das ist im Bundesstaat Indiana das Maximum für derartige Vergehen.
Amazon selbst verwies darauf, dass man nach dem Unfall sofort alle Mängel beseitigt und mit den Behörden auch kooperiert habe. Das Unternehmen sagte allerdings auch, dass Gruesbeck geschult gewesen sei und auch die vorgeschriebene Ausrüstung getragen habe. Vorwürfe, dass man nicht genügend in die Sicherheit am Arbeitsplatz investiert, wies Amazon zurück.
Siehe auch:
- Tragischer Unfall im Amazon-Lager im Mai.
- 20-jähriger Arbeiter Caes Gruesbeck tödlich verunglückt.
- Untersuchungskommission gibt Amazon die Schuld.
- Strafe für Amazon: nur 7000 Dollar Bußgeld.
- Kritik: Strafe steht in keinem Verhältnis zu Amazons Gewinn.
- Amazon betont Kooperation mit Behörden und Schulung des Arbeiters.
Untersuchung abgeschlossen, Strafe lächerlich
Konkret geht es um den Tod des 20-jährigen Caes Gruesbeck. Dieser starb am 8. Mai 2023 während der Arbeit, als er versuchte, einen Stau auf einem Paketförderband zu beseitigen, an den Folgen einer dabei erlittenen Kopfverletzung. Wie die Washington Post berichtet, haben die Mitglieder einer Untersuchungskommission im US-Bundesstaat Indiana auch festgestellt, dass die Schuld bei Amazon liegt.Denn der Versandhändler habe es versäumt, einen Arbeitsplatz zu gewährleisten, der "frei von anerkannten Gefahren ist, die zum Tod führen oder führen können". Das Problem: Die Strafe beträgt hier gerade einmal 7000 Dollar, das ist im Bundesstaat Indiana das Maximum für derartige Vergehen.
Weniger als nichts
Die Empörung ist entsprechend groß, denn Kritiker verweisen darauf, dass für Amazon dieser Betrag fast weniger als nichts ist - denn alleine im letzten Quartal machte das Unternehmen einen Gewinn von fast zehn Milliarden Dollar: "7000 Dollar für den Tod eines 20-Jährigen? Was wird das bei Amazon bewirken?", sagt etwa der Anwalt Stephen Wagner, der sich für bessere Arbeiterrechte in Indiana einsetzt. "Es gibt keinen wirklichen finanziellen Anreiz für einen Arbeitgeber wie Amazon, sein Arbeitsumfeld zu verändern, um es sicherer zu machen."Amazon selbst verwies darauf, dass man nach dem Unfall sofort alle Mängel beseitigt und mit den Behörden auch kooperiert habe. Das Unternehmen sagte allerdings auch, dass Gruesbeck geschult gewesen sei und auch die vorgeschriebene Ausrüstung getragen habe. Vorwürfe, dass man nicht genügend in die Sicherheit am Arbeitsplatz investiert, wies Amazon zurück.
Siehe auch:
- Diese Woche neu: Alle Neustarts bei Amazon, Netflix und Disney+
- Das Ende der Amazon-Visa-Karte: Die nächste Kündigungswelle rollt
- Amazon droht: Wer nicht ins Büro zurückkehrt, wird nicht befördert
- Amazon schließt Lücke im Angebot und verkauft bald auch Autos
- Amazon: 700.000 Dollar Schaden durch Rückerstattungs-Betrug
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Amazons Aktienkurs in Euro
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