Schufa hat mit der Löschung von Handyvertragsdaten begonnen
Die Schufa Holding AG ist nicht die beliebteste Organisation, zumindest dann, wenn man Konsumenten fragt. Zuletzt konnten Datenschützer gegen Telekommunikationsunternehmen und die Schufa einen Erfolg feiern und letztere hat nun mit der Löschung von Daten begonnen.
Das galt auch für Handyverträge, denn die Telekommunikationsunternehmen haben viele Jahre lang Daten an die Schufa übermittelt. Dabei spielte eine Rolle, wie lange ein Vertrag lief und auch, wie viele Verträge eine Person gleichzeitig hatte. Das Problem dabei: Eine Aussagekraft über die konkrete Zahlungsfähigkeit des Kunden hatte das keine.
Das bemängelten Datenschützer schon lange und mit der Einführung der Datenschutzgrundverordnung bekamen sie auch einen rechtlichen Rahmen, um gegen diese Praxis vorgehen zu können. Dazu gab es auch Gerichtsentscheidungen, die in erster Instanz zugunsten der Kunden bzw. Datenschützer ausgingen. Und auch wenn hier noch Berufungen ausständig sind, so haben Schufa und Telekommunikationsunternehmen ihrerseits ein Einsehen und haben einen mehr oder weniger freiwilligen Verzicht auf diese Daten bekannt gegeben.
Siehe auch:
Schufa-Berechnung ist komplex
Die Schufa ist in vielen Fällen das entscheidende Kriterium, ob Menschen eine Wohnung oder einen sonstigen Vertrag bzw. Kredit bekommen. Denn sie erfasst und entscheidet damit, ob jemand seine Schulden und Kreditraten ordnungsgemäß bezahlt oder eben nicht - also die Grundlage für die sogenannte Bonität. Die Berechnung ist aber wesentlich komplexer und hat auch Punkte, die schwer nachvollziehbar sind.Das galt auch für Handyverträge, denn die Telekommunikationsunternehmen haben viele Jahre lang Daten an die Schufa übermittelt. Dabei spielte eine Rolle, wie lange ein Vertrag lief und auch, wie viele Verträge eine Person gleichzeitig hatte. Das Problem dabei: Eine Aussagekraft über die konkrete Zahlungsfähigkeit des Kunden hatte das keine.
Das bemängelten Datenschützer schon lange und mit der Einführung der Datenschutzgrundverordnung bekamen sie auch einen rechtlichen Rahmen, um gegen diese Praxis vorgehen zu können. Dazu gab es auch Gerichtsentscheidungen, die in erster Instanz zugunsten der Kunden bzw. Datenschützer ausgingen. Und auch wenn hier noch Berufungen ausständig sind, so haben Schufa und Telekommunikationsunternehmen ihrerseits ein Einsehen und haben einen mehr oder weniger freiwilligen Verzicht auf diese Daten bekannt gegeben.
Löschung hat begonnen
Und die Schufa belässt es auch nicht bei der Ankündigung, sondern hat laut einem Bericht von Heise bereits mit der Löschung der Daten begonnen. Dazu steht auch eine offizielle FAQ bereit, diese beschwichtigt die Schufa allerdings auch und gibt auch an, dass man selbst nicht der Beklagte ist und überdies kein abschließendes Urteil vorliege. Allerdings rechnen wohl weder Schufa noch Mobilfunker, sich hier vor Gerichten durchsetzen zu können und erwarten eher eine Klagewelle seitens der Kunden - und möchten dem wohl zuvorkommen.
Zusammenfassung
- Schufa beginnt mit Datenlöschung zu Handyverträgen
- Schufa ist entscheidend für Bonität von Konsumenten
- Telekommunikationsunternehmen übermittelten Vertragsdaten an Schufa
- Datenschützer kritisieren fehlende Aussagekraft der Daten
- DSGVO und Gerichtsurteile stützen Kritik der Datenschützer
- Schufa und Telekom erwarten wohl Klagewelle und kommen dieser zuvor
- Schufa betont, dass kein abschließendes Urteil vorliegt.
Siehe auch:
- Urteil: Schutz vor Schufa für Millionen vertragstreuer Mobilfunkkunden
- Neue Schufa-App unsicher: Hackerin stellt Daten Jens Spahns online
- Schufa: Verbraucherschützer warnen vor neuer Konto-Schnüffel-App
- Per Bonify-App: Schufa plant Warnsystem bei negativen Einträgen
- Algorithmen & Schufa: Automatische Ablehnung führt zu Strafe für Bank
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