Katastrophaler IT-Umbau:
Immer mehr Beschwerden über Postbank
Bei der Postbank wird zwar angeblich mit Hochdruck an einer Fertigstellung einer ins Chaos abgedrifteten IT-Migration gearbeitet, doch scheint dies alles nur noch schlimmer zu machen. Die Zahl der Beschwerden ging in letzter Zeit zumindest durch die Decke.
Anders sieht es da schon bei der zeitlichen Verteilung aus. Vor einigen Wochen hatte Christian Sewing, der Chef des Mutterkonzerns Deutsche Bank, noch erklärt, dass man diverse Maßnahmen getroffen habe, um die Schwierigkeiten zu beseitigen. So sollen allein hunderte Mitarbeiter zusätzlich abgestellt worden sein, um Kundenanfragen zu bearbeiten.
Doch ausgerechnet im dritten Quartal, in dem diese Maßnahme hätte greifen sollen, schossen die Beschwerdezahlen in die Höhe. Laut den Verbraucherzentralen gingen allein mehr als 1100 der verzeichneten Eingaben in diesem Zeitraum ein.
Die Probleme der Verbraucher, die auf die fehlerhafte IT-Umstellung zurückzuführen sind, sind vielfältig: Es gibt gesperrte Konten, die Mietüberweisung wird nicht ausgeführt oder die Anschlussfinanzierung verzögert sich. "Hier können massive Schäden entstehen", sagte Ramona Pop, Vorständin des VZBV. "Wenn Verbrauchern beispielsweise die Anschlussfinanzierung der Immobilie wegbricht, kann das sehr unangenehme Folgen haben." Da ist es doppelt fatal, wenn sie bei solchen Problemen keine schnelle Hilfe durch den Kundenservice bekommen.
Siehe auch:
Immer mehr statt weniger
Bei den Verbraucherzentralen sind nach Angaben ihres Bundesverbandes in diesem Jahr schon rund 1700 Beschwerden von Postbank-Kunden eingegangen. Das seien dreimal so viele wie im Vorjahr. Angesichts der bekannten Probleme bei der IT-Migration in dem Finanzhaus dürfte diese Zahl allerdings erst einmal wenig überraschen.Anders sieht es da schon bei der zeitlichen Verteilung aus. Vor einigen Wochen hatte Christian Sewing, der Chef des Mutterkonzerns Deutsche Bank, noch erklärt, dass man diverse Maßnahmen getroffen habe, um die Schwierigkeiten zu beseitigen. So sollen allein hunderte Mitarbeiter zusätzlich abgestellt worden sein, um Kundenanfragen zu bearbeiten.
Doch ausgerechnet im dritten Quartal, in dem diese Maßnahme hätte greifen sollen, schossen die Beschwerdezahlen in die Höhe. Laut den Verbraucherzentralen gingen allein mehr als 1100 der verzeichneten Eingaben in diesem Zeitraum ein.
Vielfältige Probleme
Immer wieder schilderten Kunden gegenüber den Verbraucherschützern, dass ihnen der Kundenservice nur unzureichend weiterhelfen konnte. 19 Prozent der Beschwerden im Zeitraum Januar bis September erfassten die Verbraucherzentralen dabei ausschließlich zu Problemen mit der Kundenbetreuung - im Jahr 2022 lag der Anteil bei gerade fünf Prozent.Die Probleme der Verbraucher, die auf die fehlerhafte IT-Umstellung zurückzuführen sind, sind vielfältig: Es gibt gesperrte Konten, die Mietüberweisung wird nicht ausgeführt oder die Anschlussfinanzierung verzögert sich. "Hier können massive Schäden entstehen", sagte Ramona Pop, Vorständin des VZBV. "Wenn Verbrauchern beispielsweise die Anschlussfinanzierung der Immobilie wegbricht, kann das sehr unangenehme Folgen haben." Da ist es doppelt fatal, wenn sie bei solchen Problemen keine schnelle Hilfe durch den Kundenservice bekommen.
Zusammenfassung
- Postbank kämpft mit chaotischer IT-Migration
- Starke Zunahme der Kundenbeschwerden, dreimal mehr als im Vorjahr
- Trotz Maßnahmen zur Behebung stiegen Beschwerden im dritten Quartal
- Über 1100 der Beschwerden gingen im dritten Quartal ein
- Unzureichende Kundenbetreuung ist Hauptgrund für Beschwerden
- Vielfältige Probleme durch fehlerhafte IT-Umstellung
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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