Kein Vertrauen mehr: Geldgeber verlassen Krypto-Branche in Scharen
Die Kryptowährungs-Branche hat durch die Skandale der letzten Monate vieles ihrer ohnehin nicht besonders ausgeprägten Seriosität eingebüßt. Das führt nun dazu, dass neue Unternehmungen in dem Bereich immer schwieriger an Risikokapital für Gründungen kommen.
Risikokapitalgeber investierten im letzten Jahresviertel weltweit nur noch rund zwei Milliarden Dollar in Krypto-Firmen, ein Bruchteil der Mittel, die sie in glücklicheren Zeiten in der Kryptowelt investierten. Dabei sind die Geldgeber nicht unbedingt komplett abgeschreckt, sie sind aber durchaus vorsichtiger geworden.
"Wir sehen nicht mehr die großen Deals", sagte PitchBook-Analyst Robert Le. "Das ist einer der Gründe für den Rückgang - die Deals sind kleiner." Noch vor nicht allzu langer Zeit konnte die Börse FTX ordentlich Venture-Capital einsammeln, aber auch in NFT-Startups flossen ordentliche Beträge. Die genannten Finanzierungsziele machten sich allerdings nicht bezahlt. FTX verging in einem riesigen Betrugsskandal und an NFTs verlor der Markt schlicht das Interesse und diese Token sind kaum noch etwas wert.
Insbesondere der FTX-Zusammenbruch hatte zusätzliche Effekte über den Seriösitätsverlust hinaus: Die Firma war selbst auch aktiver Investor und steckte Geld in die Stablecoin-Anbieter Circle und Paxos, den Blockchain-Entwickler Aptos Labs und die Kryptobank Anchorage Digital. Heute sieht es so aus, dass die Beteiligungen den Gesamtwert dieser Startups reduzieren.
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Vor allem weniger Großprojekte
Laut Daten des Marktforschungsunternehmens PitchBook sind die weltweiten Risikokapitalfinanzierungen für Krypto-Startups im dritten Quartal auf den niedrigsten Stand seit 2020 gesunken. Die Rede ist hier von einem Rückgang um 63 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.Risikokapitalgeber investierten im letzten Jahresviertel weltweit nur noch rund zwei Milliarden Dollar in Krypto-Firmen, ein Bruchteil der Mittel, die sie in glücklicheren Zeiten in der Kryptowelt investierten. Dabei sind die Geldgeber nicht unbedingt komplett abgeschreckt, sie sind aber durchaus vorsichtiger geworden.
"Wir sehen nicht mehr die großen Deals", sagte PitchBook-Analyst Robert Le. "Das ist einer der Gründe für den Rückgang - die Deals sind kleiner." Noch vor nicht allzu langer Zeit konnte die Börse FTX ordentlich Venture-Capital einsammeln, aber auch in NFT-Startups flossen ordentliche Beträge. Die genannten Finanzierungsziele machten sich allerdings nicht bezahlt. FTX verging in einem riesigen Betrugsskandal und an NFTs verlor der Markt schlicht das Interesse und diese Token sind kaum noch etwas wert.
FTX-Pleite zeigt Wirkung
Heute müssen die Gründer mit deutlich weniger Kapital auskommen. Das nimmt natürlich auch Dynamik aus dem Sektor heraus. Denn wenn die Gründer keine größeren Finanzierungsrunden hinbekommen, geben sie entweder auf, oder verkaufen ihr Startup irgendwann zu deutlich geringeren Beträgen als bisher. Und während es in der Frühphase oft noch möglich ist, Finanzhilfen zu erhalten, haben sich die Tech-Investoren aus der Spätphase weitgehend zurückgezogen.Insbesondere der FTX-Zusammenbruch hatte zusätzliche Effekte über den Seriösitätsverlust hinaus: Die Firma war selbst auch aktiver Investor und steckte Geld in die Stablecoin-Anbieter Circle und Paxos, den Blockchain-Entwickler Aptos Labs und die Kryptobank Anchorage Digital. Heute sieht es so aus, dass die Beteiligungen den Gesamtwert dieser Startups reduzieren.
Zusammenfassung
- Kryptowährungs-Branche verliert durch Skandale an Seriosität
- Risikokapitalfinanzierungen für Startups auf Tiefststand seit 2020
- Nur noch 2 Mrd. Dollar Risikokapital weltweit in Krypto investiert
- Geldgeber sind vorsichtiger, Deals sind kleiner
- Börse FTX in Betrugsskandal verwickelt, Interesse an NFTs sinkt
- Gründer müssen mit weniger Kapital auskommen
- FTX-Zusammenbruch reduziert Gesamtwert von beteiligten Startups
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