Nach Werbung für Krypto:
Milliardenklage gegen Cristiano Ronaldo

Der Fußballer Cristiano Ronaldo wird auf Schadensersatz in Milliarden­höhe verklagt. Auslöser dessen ist seine Werbung für die Kryptobörse Binance, wodurch Verbraucher zu riskanten Investitionen mit hohen Verlusten verleitet worden sein sollen.
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Wertvernichtung per CR7-NFTs

Im November 2022 kündigte Binance seine erste "CR7"-Kollektion von nicht-fungiblen Tokens (NFTs) in Zusammenarbeit mit Ronaldo an: Der Fußballer bewarb diese als Belohnung für die Fans und "für all die Jahre der Unterstützung". In einem Social-Media-Video, in dem er die Partnerschaft ankündigte, sagte Ronaldo zu potenziellen Käufern: "Wir werden das NFT-Spiel verändern und den Fußball auf die nächste Stufe heben".

Der billigste NFT aus der Serie wurde im November 2022 zum Preis von 77 Dollar veräußert. Hinter den Token stehen aber in der Regel keine echten, sondern lediglich ideelle Werte. Der reale Geldwert ist somit stark von der Nachfrage und den Entwicklungen im Spekulationsmarkt abhängig. So kam es, dass die CR7-NFTs dann bereits ein Jahr nach ihrer Ausgabe nur noch einen Dollar wert waren und somit im Grunde einen Totalverlust darstellten. Infografik: Die wichtigsten Kryptobörsen der Welt nach HandelsvolumenDie wichtigsten Kryptobörsen der Welt nach Handelsvolumen Die Klage bezieht sich allerdings nicht nur auf die NFTs, wie aus einem Bericht von Daily Beast hervorgeht. Der Fußball-Star machte die Kryptobörse auch unter zahlreichen Nutzern bekannt, die keinen technischen Hintergrund haben und bis dahin entsprechend wenig Kontakt zu Kryptowährungen hatten. Diese seien aufgrund der Werbung auch dazu verführt worden, in "nicht registrierte Wertpapiere" zu investieren - wie die BNB-Kryptowährung von Binance.

Rechtliche Hintergründe

Laut der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC können diese Vermögenswerte als Wertpapiere angesehen werden - und daher müssen Prominente, die sie unterstützen, die US-Gesetze befolgen. Dies bedeutet auch, dass Werbende "der Öffentlichkeit gegenüber offenlegen müssen, von wem und wie hoch sie für die Bewerbung von Investitionen in Wertpapiere bezahlt werden", erklärte der SEC-Vorsitzende Gary Gensler.

Kryptowährungen funktionieren im Grunde wie klassische Schneeballsysteme. Ihr Wert lässt sich nur aufrechterhalten oder gar erhöhen, wenn immer neue Menschen gefunden werden, die in sie investieren. Dies erklärt, warum in den letzten Jahren immer mehr Prominente als Werbeträger hinzugezogen wurden. Auch Ronaldo und Binance verkündeten kürzlich noch, weitere gemeinsame Projekte in Vorbereitung zu haben.

Zusammenfassung
  • Cristiano Ronaldo wegen Binance-Werbung verklagt
  • Kryptobörse und Fußballer verleiten zu riskanten Investitionen
  • Ronaldo bewirbt "CR7"-NFTs als Fanbelohnung
  • CR7-NFTs verlieren drastisch an Wert - nur noch 1 Dollar
  • Klage umfasst auch Verführung zu unregistrierten Investments
  • SEC: Prominente müssen Werbezahlungen offenlegen
  • Kryptos ähneln Schneeballsystemen - Promis als Werbeträger

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