Partner der gesuchten "Krypto-Queen" zu langer Haftstrafe verurteilt
Der Mitbegründer von OneCoin muss lange ins Gefängnis. Er hatte gemeinsam mit einer Komplizin einen Betrug aufgezogen, der alles, was sonst so in der Kryptowährungs-Landschaft zu finden ist, noch einmal um Längen übertraf.
Es gab weder eine Blockchain noch echte Kryptocoins und schon gar keinen Handelsmarkt. Wer immer Einheiten kaufte, schickte sein Geld quasi direkt an die Drahtzieher. Diese vermarkteten die Pseudo-Währung mit spektakulären öffentlichen Auftritten und einem klassischen Pyramiden-System in aller Welt.
Der nun verurteilte 46-Jährige britisch/schwedische Staatsbürger steckte sich persönlich rund 300 Millionen Dollar ein. Von dem Geld finanzierte er unter anderem Immobilien in Spanien, Dubai und Thailand, Luxusreisen mit einem privaten Jet, Designerkleidung und eine Anzahlung auf eine Sunseeker-Jacht.
Wo seine Komplizin abgeblieben ist, weiß aktuell niemand - zumindest nicht die Strafverfolgungsbehörden. Die Bulgarin Ruja Ignatova, die den OneCoin-Betrug maßgeblich vorantrieb und als Krypto-Queen bekannt war, soll Gerüchten zufolge schon längere Zeit tot sein. Belege dafür gibt es allerdings nicht. Die US-Bundespolizei FBI geht zumindest davon aus, dass sie noch am Leben ist. Sie steht daher auf der Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher und für Hinweise, die zu ihrer Ergreifung führen, wurde eine Belohnung von 100.000 Dollar ausgelobt.
Inzwischen gibt es sowohl bei der ARD als auch der BBC interessante Dokumentationen über den Fall OneCoin.
Siehe auch:
Milliarden Dollar abgezockt
OneCoin wurde von seinen Machern als Revolution in der Finanzwelt und als Bitcoin-Killer angepriesen. Bei den vom Spekulations-Hype um diverse Krypto-Systeme angefütterten Anlegern rannte man damit offene Türen ein. Rund vier Milliarden Dollar flossen so insgesamt in OneCoin - bis sich letztlich herausstellte, dass es sich bei der vermeintlichen digitalen Währung lediglich um einen gut getarnten Betrug handelte.Es gab weder eine Blockchain noch echte Kryptocoins und schon gar keinen Handelsmarkt. Wer immer Einheiten kaufte, schickte sein Geld quasi direkt an die Drahtzieher. Diese vermarkteten die Pseudo-Währung mit spektakulären öffentlichen Auftritten und einem klassischen Pyramiden-System in aller Welt.
Der nun verurteilte 46-Jährige britisch/schwedische Staatsbürger steckte sich persönlich rund 300 Millionen Dollar ein. Von dem Geld finanzierte er unter anderem Immobilien in Spanien, Dubai und Thailand, Luxusreisen mit einem privaten Jet, Designerkleidung und eine Anzahlung auf eine Sunseeker-Jacht.
Komplizin wird gesucht
Vor Gericht zeigte er sich zuletzt geständig und erklärte: "Den Schmerz, den ich anderen - den Opfern - zugefügt habe, kann ich nicht zurücknehmen. Es tut mir zutiefst leid. Ich habe mein Leben zerstört und vielen anderen irreparablen Schaden zugefügt." Das Gericht verurteilte ihn zu einer Haftstrafe von 20 Jahren.Wo seine Komplizin abgeblieben ist, weiß aktuell niemand - zumindest nicht die Strafverfolgungsbehörden. Die Bulgarin Ruja Ignatova, die den OneCoin-Betrug maßgeblich vorantrieb und als Krypto-Queen bekannt war, soll Gerüchten zufolge schon längere Zeit tot sein. Belege dafür gibt es allerdings nicht. Die US-Bundespolizei FBI geht zumindest davon aus, dass sie noch am Leben ist. Sie steht daher auf der Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher und für Hinweise, die zu ihrer Ergreifung führen, wurde eine Belohnung von 100.000 Dollar ausgelobt.
Inzwischen gibt es sowohl bei der ARD als auch der BBC interessante Dokumentationen über den Fall OneCoin.
Zusammenfassung
- Mitbegründer von OneCoin zu 20 Jahren Haft verurteilt
- OneCoin als großer Betrug entlarvt, keine echte Kryptowährung
- Vier Milliarden Dollar von Anlegern durch falsche Versprechungen eingesammelt
- Verurteilter steckte sich persönlich rund 300 Millionen Dollar ein
- Geld für Luxusgüter und Immobilien in Spanien, Dubai und Thailand genutzt
- Komplizin und "Krypto-Queen" weiterhin flüchtig, möglicherweise tot
- FBI bietet 100.000 Dollar Belohnung für Hinweise, die zu ihrer Ergreifung führen
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