Daten zeigen: Twitter/X-Werbeumsätze sind dramatisch eingebrochen
Schenkt man Elon Musk und seinen Untergebenen Glauben, dann läuft alles bestens bei Twitter oder besser gesagt X. Sie dementieren ernste wirtschaftliche Probleme bzw. dass man das Ruder nicht herumreißen kann. Die Zahlen sprechen allerdings eine gänzlich andere Sprache.
Klare Sprache: die Werbeumsätze seit der Übernahme durch Elon Musk
Dabei verstörten vor allem Musks politische Querschläger viele Partner und Nutzer, so ließ er beispielsweise alle bisher gesperrten Profile, die meisten davon vom rechten Rand des politischen Spektrums, wieder freischalten - Donald Trump war hier das prominenteste Beispiel. Musk inszenierte sich seither als Vorkämpfer für die Meinungsfreiheit, allerdings vor allem dann, wenn sich diese Meinung mit seiner eigenen deckt.
Die Werbetreibenden haben sich bereits kurz nach der Übernahme von Twitter bzw. X abgewandt und wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Daten des Werbeanalyse-Unternehmens Guideline berichtet, hat sich das seither nicht signifikant geändert. Guideline verfolgt und analysiert die Daten der Ausgaben der großen weltweiten Werbeagenturen.
Wirklich stabilisieren konnte Musk den Werber-Exodus seither nicht, denn im "besten" Monat seit der Übernahme betrug das Minus 57 Prozent, ansonsten waren es stets Werte zwischen 60 und 70 Prozent. Aufs Jahr gesehen liegt das Minus zwar "nur" bei 55 Prozent, das liegt aber daran, dass dieses im Übernahmemonat Oktober 2022 nur zwölf Prozent betrug, die meisten Werber also der Plattform noch die Treue hielten.
Musk leugnet zwar nicht, dass die Werbeumsätze gesunken sind, schiebt die Schuld aber auf andere und sieht darin eine Kampagne "woker" Kreise. Auf die Idee, dass sein Verhalten für die Flucht der Partner verantwortlich ist, kommt der Milliardär indes nicht.
Siehe auch:
Musk-Übernahme: Neuanfang oder Anfang vom Ende?
Elon Musk hat das früher als Twitter bekannte soziale Netzwerk im Oktober 2022 übernommen und kommunizierte von Anfang an, dass es dem Unternehmen wirtschaftlich nicht besonders gut geht. Musk hat daraufhin einen großen Teil der Mitarbeiter entlassen und auch inhaltlich viele Änderungen an der Plattform vorgenommen.
Klare Sprache: die Werbeumsätze seit der Übernahme durch Elon Musk
Dabei verstörten vor allem Musks politische Querschläger viele Partner und Nutzer, so ließ er beispielsweise alle bisher gesperrten Profile, die meisten davon vom rechten Rand des politischen Spektrums, wieder freischalten - Donald Trump war hier das prominenteste Beispiel. Musk inszenierte sich seither als Vorkämpfer für die Meinungsfreiheit, allerdings vor allem dann, wenn sich diese Meinung mit seiner eigenen deckt.
Die Werbetreibenden haben sich bereits kurz nach der Übernahme von Twitter bzw. X abgewandt und wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Daten des Werbeanalyse-Unternehmens Guideline berichtet, hat sich das seither nicht signifikant geändert. Guideline verfolgt und analysiert die Daten der Ausgaben der großen weltweiten Werbeagenturen.
Bis zu -78 %
Twitter erlebte im Dezember 2022 und Januar 2023 im Vergleich zum Jahr davor die größten Einbrüche, denn man kann hier von erdrutschartigen Rückgängen der Werbeumsätze sprechen. Im Dezember 2022 war es ein Minus von 78 Prozent, im Monat drauf waren es 72 Prozent weniger.Wirklich stabilisieren konnte Musk den Werber-Exodus seither nicht, denn im "besten" Monat seit der Übernahme betrug das Minus 57 Prozent, ansonsten waren es stets Werte zwischen 60 und 70 Prozent. Aufs Jahr gesehen liegt das Minus zwar "nur" bei 55 Prozent, das liegt aber daran, dass dieses im Übernahmemonat Oktober 2022 nur zwölf Prozent betrug, die meisten Werber also der Plattform noch die Treue hielten.
Musk leugnet zwar nicht, dass die Werbeumsätze gesunken sind, schiebt die Schuld aber auf andere und sieht darin eine Kampagne "woker" Kreise. Auf die Idee, dass sein Verhalten für die Flucht der Partner verantwortlich ist, kommt der Milliardär indes nicht.
Zusammenfassung
- Elon Musk übernahm Twitter (jetzt X) im Oktober 2022
- Musk entließ viele Mitarbeiter und nahm Änderungen an der Plattform vor
- Musk schaltete alle zuvor gesperrten Profile wieder frei, darunter Donald Trump
- Werbetreibende wendeten sich nach der Übernahme von X ab
- Massive Einbrüche der Werbeumsätze
- Musk konnte den Rückgang der Werbeumsätze nicht stabilisieren
- Musk leugnet nicht den Umsatzrückgang, gibt jedoch anderen die Schuld
Siehe auch:
- Twitter/X-"Chefin" reagiert dünnhäutig, leugnet, Marionette zu sein
- Elon Musk: Twitter bzw. X soll für alle Nutzer kostenpflichtig werden
- Kritische Kommentare: Saudi-Arabien verurteilt Twitter-Nutzer zum Tod
- Trump kehrt zu Twitter/X zurück - mit Polizeifoto bzw. "Mug Shot"
- Twitter-Rivale Threads gibt Lebenszeichen, startet neue Webversion
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