Wirecard-Skandal: Jetzt auch mit Verbindung zu russischen Spionen
Der wohl größte Skandal in der deutschen IT-Branche geht jetzt noch weiter: Der seit Jahren gesuchte Wirecard-Manager Jan Marsalek steht nun auch im Verdacht, mit russischen Geheimdiensten einen Spionagering in Großbritannien organisiert zu haben.
Wie sich nun zeigt, sucht nicht nur die deutsche Justiz nach dem Mann, sondern auch die britischen Behörden. Denn bei diesen spielt Marsalek eine Rolle in einem Spionagefall. In London beginnt derzeit ein Verfahren gegen eine Gruppe von mutmaßlich russischen Spionen, die mit dem ehemaligen Wirecard-Manager in Kontakt gestanden haben sollen, berichtet die Tageszeitung The Times.
Als führenden Kopf der Spionagegruppe haben die britischen Ermittler demnach den Eigner einer Londoner IT-Firma ausgemacht, der über Kontakte zu Marsalek verfügt haben soll. Das Bild, das die Spionageabwehr der Briten in dem Verfahren zeichnet, sieht so aus, dass der ehemalige Wirecard-Manager in dem Spionagefall aktiv gewesen ist, nachdem er sich bereits aus Deutschland abgesetzt hatte. Über seinen Verbleib weiß man bis heute nichts Genaues, es wird aber vermutet, dass er sich in Russland versteckt.
Die Spionagegruppe soll in diversen Ländern Europas aktiv gewesen sein. Ihre Aufgabe bestand dem Vernehmen nach nicht nur in der Beschaffung von Informationen - wofür sie als "Discovery Channel"- und "National Geographic"-Reporter getarnt unterwegs waren. Auch Morde und Entführungen im Auftrag des russischen Regimes sollen zum Tätigkeitsfeld gehört haben.
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Vom Skandal zur Spionage
Wirecard war einst die große Hoffnung der deutschen Digitalwirtschaft. Dann allerdings stellte sich heraus, dass die Konzernführung im großen Stil Bilanzen gefälscht hat und das ganze Unternehmen rutschte binnen kurzer Zeit in die Insolvenz. Gegen mehrere Führungskräfte laufen aktuell Gerichtsverfahren. Marsalek hingegen ist abgetaucht - möglicherweise mit einem Teil des Firmenvermögens.Wie sich nun zeigt, sucht nicht nur die deutsche Justiz nach dem Mann, sondern auch die britischen Behörden. Denn bei diesen spielt Marsalek eine Rolle in einem Spionagefall. In London beginnt derzeit ein Verfahren gegen eine Gruppe von mutmaßlich russischen Spionen, die mit dem ehemaligen Wirecard-Manager in Kontakt gestanden haben sollen, berichtet die Tageszeitung The Times.
Als führenden Kopf der Spionagegruppe haben die britischen Ermittler demnach den Eigner einer Londoner IT-Firma ausgemacht, der über Kontakte zu Marsalek verfügt haben soll. Das Bild, das die Spionageabwehr der Briten in dem Verfahren zeichnet, sieht so aus, dass der ehemalige Wirecard-Manager in dem Spionagefall aktiv gewesen ist, nachdem er sich bereits aus Deutschland abgesetzt hatte. Über seinen Verbleib weiß man bis heute nichts Genaues, es wird aber vermutet, dass er sich in Russland versteckt.
Europaweit aktiv
Entsprechend steht der Verdacht im Raum, dass Marsalek schon während seiner Zeit im Wirecard-Vorstand im Dienste russischer Geheimdienste stand und seit seiner Flucht unter deren Schutz in Russland lebt. Über seine Motive gibt es allerdings keine konkreteren Vermutungen.Die Spionagegruppe soll in diversen Ländern Europas aktiv gewesen sein. Ihre Aufgabe bestand dem Vernehmen nach nicht nur in der Beschaffung von Informationen - wofür sie als "Discovery Channel"- und "National Geographic"-Reporter getarnt unterwegs waren. Auch Morde und Entführungen im Auftrag des russischen Regimes sollen zum Tätigkeitsfeld gehört haben.
Zusammenfassung
- Wirecard-Manager Jan Marsalek im Verdacht, Spionagering organisiert zu haben
- Marsalek ist seit Wirecard-Skandal und Insolvenz abgetaucht
- Britische Behörden ermitteln gegen Marsalek in einem Spionagefall
- Britische Ermittler identifizieren Londoner IT-Firmeneigner als Kopf der Spionagegruppe
- Marsalek wird verdächtigt, nach seiner Flucht aus Deutschland in Spionage involviert zu sein
- Vermutung, dass Marsalek im Dienste russischer Geheimdienste stand und in Russland lebt
- Britische Spionagegruppe soll europaweit aktiv gewesen sein, inklusive Morden und Entführungen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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